Inhalt • WAHRE LÜGEN
Zwei Entertainer, die als Comedy-Duo in den 50er Jahren Superstars sind, spielen vor der Kamera die witzigen Saubermänner, lassen aber hinter den Kulissen die Puppen tanzen und unterhalten Verbindungen zur der amerikanischen Mafia. Als ein Mädchen tot in der Hotelsuite der beiden aufgefunden wird, trennt sich das Duo. Der Tod des Mädchens wird verheimlicht, bis Jahrzehnte später eine junge Journalistin versucht, der plötzlichen Trennung der beiden auf den Grund zu gehen und dabei eine dunkle Welt hinter dem Glamour-Vorhang entdeckt.
Crew • WAHRE LÜGEN
Regie: Atom Egoyan
Darsteller: Colin Firth, Kevin Bacon, Sonja Bennett, Alison Lohman, Rachel Blanchard ...
Verleih/Copyright: Concorde
Kritik • WAHRE LÜGEN • 02. Februar 2006 • Die Tageszeitung
Einen klassischen Whodunit-Plot hat Andreas Busche gesehen. "Egoyans faszinierter Blick auf die amerikanische Unterhaltungsbranche der Fünfzigerjahre unterscheidet sich gravierend von seinen früheren Arbeiten, in denen traumatische Erlebnisse die übergreifende Erzählstruktur bildeten. Das zeigt sich schon in der Akribie, mit der Egoyan die Nachtclub-Auftritte und den 39-stündigen Benefiz-Fernsehmarathon, Lannys und Vince' letzten gemeinsamen Auftritt, im Stile eines period pictures nachstellt. WAHRE LüGEN ist wie üblich bei Egoyan als Labyrinth aus Täuschungen, Selbstbetrug und emotionalen Abhängigkeiten entworfen, doch sind die Beziehungen der Figuren zueinander, auch ihre gegenseitigen Machtverhältnisse, weniger verstörend angelegt, als man es von ihm gewohnt ist."