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DON'T COME KNOCKING

DON'T COME KNOCKING

Regie Wim Wenders
Kinostart 25.08.2005

Kritiken • DON'T COME KNOCKING

25. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Die Tageszeitung

Auch Anke Leweke interviewt den Regisseur.

25. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Frankfurter Rundschau

Großzügig, neugierig und einfallsreich ist der Film für Heike Kühn. DON'T COME KNOCKING greift das Thema von PARIS, TEXAS wieder auf. "Doch diesmal bietet das Breitwandformat viel Raum für kleine Gesten und verhaltene Komik, für ein vibrierendes Miteinander von Motiven und Genres, Hommagen und Charakterstudien. Die Filmgeschichte hat darin Platz, der Taugenichts aus der deutschen Romantik taucht auf und wundert sich selbst darüber, wie er so alt, kein bisschen weise und noch dazu Cowboy-Darsteller werden konnte. Die Liebe kommt als Kellnerin daher und serviert unangenehme Einsichten und belebende Erinnerungen. Es geht um Selbstbetrug und -erkenntnis, Reue, die Nähe des Todes, Vergebung und Aussöhnung. Das kann dem Betrachter nur recht sein. Von nichts handeln bereits zu viele Filme."

25. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Neues Deutschland

Froh und vielleicht einwenig schwermütig hat Hanno Harnisch das Kino verlassen. "Suche nach Heimat ist für Wenders das Hauptthema des Western schlechthin. Für ihn ist es 'Tatsache, dass man Familie und Liebe vermisst, weil man immer davor weggelaufen ist'. 'Ich ziehe das Leben im Film dem wahren Leben vor', hören wir Filmcowboy Howard sagen. Aus dieser bizarren Geschichte hat Wim Wenders einen wunderbaren Film gemacht. Ein Ausbruch für ein paar Tage aus einem ganzen Leben. Für den Zuschauer ein Einblick für zwei Stunden."

25. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Junge Welt

Tina Held kritisiert die SPIEGEL-Kritik von Joachim Lottmann. Zweimal hat die Kritikerin den Film gesehen und folgendes entdeckt: "Die ganze offene Nostalgie und noch mehr der heimliche Sexismus der Wenders-Welt ist in dieser fiesen Hierarchie bereits angelegt. Das muß wohl daran liegen, daß im Hause Wenders und im Hause Shepard das ganze nachdenkliche Nachdenken immer nur posiert wird. Und damit sind sie wohl mit der Spiegel-Ödnis auch voll auf einer heimlichen Linie."

25. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Die Zeit

Weise Worte spricht Katja Nicodemus: Manchmal sind die Stärken eines Regisseurs nicht ohne seine Schwächen zu haben. Trotzdem oder deswegen ist DON'T COME KNOCKING der beste Wenders-Film seit langem für die Kritikerin. "Wenders will immer beides: die große Künstlichkeit und unbestechliche Ehrlichkeit. Den Diskurs der Bilder und die Nähe zu den desillusionierten Menschlein, die sie bevölkern. Eine Fotografie, die sich in artifizielle Höhen erhebt, und eine Kamera, die den Figuren direkt in die Herzkammern blickt. Er will alles, er will manchmal zu viel, und er bezahlt dafür. Aber das Sympathische und Schöne ist, dass er sich immer wieder an dieser Quadratur des Kreises, die ja letztlich die Quadratur des Kinos ist, versucht."

24. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Berliner Zeitung

Den seit Jahren entspannteste Spielfilm von Wim Wenders sah Anke Westphal. "Immer wieder bricht sich in Wenders Filmen mit den betont leeren fotografischen Tableaus die Ahnung eines Wissens Bahn, das höher sein muss als alle Vernunft - gewissermaßen panempirisch, vielleicht religiös, nicht selten diffus. So kommt es, dass die Figuren ungeachtet ihrer persönlichen Macken in diesem Ungefähren geborgen wirken: als immer neue Inkarnationen fleißiger Arbeiter im Weinberg der Mythen. DON'T COME KNOCKING ist ein friedvoller Film. ... Dennoch ist dies keinesfalls der Film eines verwöhnten "alten Sacks", wie der Autor Joachim Lottmann in einem ebenso unverhohlen missgünstigen wie verwirrten Spiegel-Artikel schrieb, sondern eben ein Film, der den Dingen des Lebens ihren Lauf lässt und sich das vorläufige Ergebnis besieht, ohne es auf die Depression ankommen zu lassen."

23. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala lebt der Mythos des Westens. Der Kritiker hat ein typisches Alterswerk des Regisseurs gesehen. "Wenders und Shepard, nun beide um die Sechzig, basteln einem abgehalfterten Western-Star eine Familie, in die er sich voller Restsinnsehnsucht stürzt und die er doch nicht halten kann - das ist groß in einigen sofort unvergesslichen Augenblicken, aber auch peinigend unfertig in anderen; das changiert, nach solider Exposition, immer stärker zwischen Stillstand und Hysterie, leistet sich zudem ziemlich nonchalant einige Plot-Abenteuerlichkeiten und mündet in ein schrill misstönendes Happy-End. Wenders hat Recht: PARIS, TEXAS lastet auf seinem neuen Film wie eine schwere Hypothek. Andererseits - und das ist das Schöne an reifen Werken - kann man DON'T COME KNOCKING sogar wegen seiner Schwächen lieben."

23. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • fluter.de

Thomas Winkler mag den Film nicht. "Die inszenatorischen Fähigkeiten, die Kunst, Spannung aufzubauen, die Liebe, eine Geschichte zu erzählen, das Bedürfnis, den Zuschauer zu interessieren, all das allerdings hat sich Wenders dann doch lieber verkniffen für DON'T COME KNOCKING. Stattdessen schleppt sie sich orientierungslos dahin, die tragikomisch gemeinte, aber eher dröge geratene Mär vom abgewrackten Schauspieler ... Das alles ist schön fotografiert, von einer überaus prominenten Besetzung sehr solide gespielt und, das hat Wenders ja nicht verlernt, sauber in Szene gesetzt. Was stört, ist nicht das Handwerk, sondern die Haltung. DON'T COME KNOCKING, man muss es leider so harsch sagen, ist der vorläufige Höhepunkt in der zunehmenden Wenderschen Vergreisung."

22. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Der Spiegel

Joachim Lottmann hat den Faible von Wim Wenders entdeckt: knorrige, knarzige amerikanische Männer stehen im Mittelpunkt. Der Schriftsteller hat viel Häme für Regisseur wie Film übrig.

17. August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • br-online.de

Laut Thilo Wydra kommt Wim Wenders seinem eigenen Opus Magnum PARIS, TEXAS so nah wie seitdem nicht mehr. "DON'T COME KNOCKING ist das epische Zweistunden-Porträt eines Verlorenen, der verzweifelt Halt in einer mobilen Welt sucht, und der schlussendlich erkennt, dass er eben dieses, sein eigenes Leben verpasst hat, dass er die Liebe verpasst hat, eine Familie, seine Kinder. Stattdessen: Arbeiten, Drehen, Spielen. Und nun: Leere, Einsamkeit, kein Halt, kein Ziel. Eine traurige Lebensbilanz und ein wunderbarer, von Wenders inszenierter Film, abermals von Franz Lustig fotografiert, diesmal konträr in Super-35-mm-Cinemascope, in teils traumhaften Tableaus, die der Weite des Landes und der Verlorenheit von Howard Spence entsprechen."

August 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • film-dienst 17/2005

Für Sascha Koebner variiert der Regisseur "Themen wie die Entbehrung familiärer Wärme, die innere Sehnsucht der Hauptfigur nach einer Art Beständigkeit und die Unfähigkeit zur klärenden Kommunikation zwischen den Generationen. Die knappe, leicht überschaubare Geschichte bietet genug Platz für zum Teil recht ausgedehnte Szenen, in denen die klugen und teils sehr witzigen Dialoge aus Shepards Feder zur Geltung kommen. Die eingängige Erzählweise, die kleinen Scherze am Rande - der weibliche Star des Film-Western sieht sich außer Stande, eine Kussszene mit einem Double zu drehen - und das Aufgebot an intensiv agierenden Stars in meist kleinen Rollen (etwa Jessica Lange als Mutter von Earl) machen den Film leicht zugänglich."

21. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Frankfurter Rundschau

Über die Bilder hat Daniel Kothenschulte gestaunt. "Wenders hat diesen mit seinem Talent protzenden jungen Kameramann namens Franz Lustig gefunden, der schon den vorausgegangenen Film fotografierte. Und im eigentlich fragwürdigen Bemühen, hipper zu sein als Hopper, erreicht er eine ganz erstaunliche Mischung aus Außenset und Theaterkulisse. Das allein lässt uns zwei Stunden lang staunen, obwohl Shepards Drehbuch wenig Anlass dazu gibt."

20. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Franfurter Allgemeine Zeitung

Einen erstaunlich entspannten Film hat der Regisseur laut Verena Lueken vorgelegt. "Wim Wenders und sein Kameramann Franz Lustig filmen das so, wie es immer war, das rote Licht des Westens, die menschenleere Weite, den Blick unter den Hut ins feuerbeschienene Gesicht des Helden, dazu klingt die Gitarrenmusik von T-Bone Burnett, die von Anfang an den Film mitträgt. ...Immer wieder im Lauf des Films erbietet DON'T COME KNOCKING einer Kinotradition seine Reverenz, in der Figuren und ihre Geschichten und der Raum, in dem sie spielen, im Zentrum stehen."

20. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Berliner Zeitung

Wieder Einen Film von den amerikanischen Mythen hat der Regisseur inszeniert. Für Anke Westphal kleidet er "sein neues Road Movie mit überwältigenden Bildern aus. Man sieht gern, wie das Neonblau der Casino- und Motel-Reklamen auf Howards Haut schmilzt. Und auch der großen Gleichgültigkeit von Sam Shepard folgt man freundlich, wenn man einmal akzeptiert, dass Wenders der Gedanke nicht beunruhigt, eine Geschichte könne mehr brauchen als hervorragende Kameraarbeit - etwa Plausibilität. Vor 21 Jahren hat der Regisseur die Goldene Palme für PARIS, TEXAS bekommen. Sein neuer Film ist in der fast jenseitigen alten Entrücktheit und zarten Traumverlorenheit zuhause, nicht in der Story."

20. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film kann Christina Nord kann nicht überzeugen. "Sicherlich, es ist reizvoll, wie Franz Lustigs Kamera mit den Weiten des amerikanischen Westens und mit den Neonlichtern in den Städten umgeht - wie sie zum Beispiel den konkreten Ort eines Casinos in ein Licht- und Farbdelirium verwandelt oder einer heruntergekommenen Minenstadt in Montana eine raue Attraktivität abtrotzt. Doch Wim Wenders neigt dazu, sobald er die Wahl zwischen einer subtilen und einer offenkundigen Auflösung hat, sich für Letztere zu entscheiden. ... Der Film ist nicht bereit, sich harscher Schönheit und riskanter Erkenntnis anheim zu geben und feiert lieber den ausgetretenen Weg nach Hause."

20. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Der Tagesspiegel

Überrascht ist Jan Schulz-Ojala von DON'T COME KNOCKING; es ist der bündigste, emotionalste, stärkste Wenders seit PARIS, TEXAS. "Zwischen Action, die Wenders nicht so gut kann, und Meditation, die kaum einer besser kann als er, beginnt der Film, diese Seelen-Amplitude immer waghalsiger auszuloten ... So trifft der 61-jährige, noch immer jung wirkende Wenders mit DON'T COME KNOCKING mitten ins Leitmotiv dieses Festivals, das immer wieder die dysfunktionale und umso harmoniesüchtigere Familie beschwört. Er weicht ihm nicht ins Minimalistische aus wie Haneke und nicht ins Komödiantische wie Jarmusch, sondern lässt sich packen. Und packt, gerade deshalb."

20. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Der Spiegel

Für Andreas Borcholte zählt der Film zu den klaren Favoriten des Festivals. "Geradezu beschwingt erzählt Wenders die Geschichte eines alternden Western-Stars ... Mit teils opulenten Einstellungen von Landschaften und Straßenzügen, die an Edward Hoppers Gemälde erinnern, forscht Wenders hier dem Mythos des einsamen Westernhelden nach, der auf seinem Weg allerhand Herzen gebrochen und Scherben hinterlassen hat. Was passiert, wenn einer dieser markigen Gary Coopers einmal seine Spuren zurückverfolgt und im Zuge der Ereignisse immer kleinlauter wird, erzählt DON'T COME KNOCKING auf lakonische und gar nicht mal so kitschige Weise. Geschuldet ist dies vor allem auch den großartigen Darstellern, allen voran Sam Shepard."

12. Mai 2005 | DON'T COME KNOCKING • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier spricht mit Wim Wenders über seinen neuen Film DONT COME KNOCKING, amerikanische Mythen und die bevorstehende Revolution der Kino-Industrie.

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