Inhalt • DON'T COME KNOCKING
Hollywoodstar Howard Spence hat schon bessere Zeiten gesehen. Heute lebt er nur noch von seinem früheren Ruhm. Nach einer weiteren durchzechten Nacht flieht er eines Morgens vom Set des Westerns, den er gerade dreht, und reitet auf und davon, wie einer der Helden, die er sein Leben lang gespielt hat. Als er kurz darauf erfährt, dass er womöglich ein Kind hat, von dem er nie etwas wusste, erscheint ihm das wie ein Hoffnungsstrahl. Vielleicht war sein Leben doch nicht völlig sinnlos, vielleicht gibt es doch irgendwo einen Ort, wo er hingehört. So lässt er alles hinter sich und macht sich auf die Suche nach diesem Sohn oder dieser Tochter - und entdeckt ein ganzes Leben, das er bisher verpasst hat - und eine Liebe, die er verloren glaubte.
Kritik • DON'T COME KNOCKING • 24. August 2005 • Berliner Zeitung
Den seit Jahren entspannteste Spielfilm von Wim Wenders sah Anke Westphal. "Immer wieder bricht sich in Wenders Filmen mit den betont leeren fotografischen Tableaus die Ahnung eines Wissens Bahn, das höher sein muss als alle Vernunft - gewissermaßen panempirisch, vielleicht religiös, nicht selten diffus. So kommt es, dass die Figuren ungeachtet ihrer persönlichen Macken in diesem Ungefähren geborgen wirken: als immer neue Inkarnationen fleißiger Arbeiter im Weinberg der Mythen. DON'T COME KNOCKING ist ein friedvoller Film. ... Dennoch ist dies keinesfalls der Film eines verwöhnten "alten Sacks", wie der Autor Joachim Lottmann in einem ebenso unverhohlen missgünstigen wie verwirrten Spiegel-Artikel schrieb, sondern eben ein Film, der den Dingen des Lebens ihren Lauf lässt und sich das vorläufige Ergebnis besieht, ohne es auf die Depression ankommen zu lassen."