| Regie | John Palmer |
| Kinostart | 07.04.2005 |
Für Jenni Zylka pendelt SUGAR "zwischen abgefuckt und glücklich verknallt, zwischen Romantik und egoistischer Sexsucht" hin und her. "Authentizismus ist eines der wichtigsten Kriterien für Regisseur John Palmer. Seine Independent-Produktion strotzt vor Originalschauplätzen, improvisierten Szenen und provokantem Lokalkolorit. Kein Schauspieler fällt aus diesem hoch angesetzen Rahmen heraus, alle spielen überzeugend bis zur Schmerzgrenze. Dabei verzichtet der Film trotz versöhnlichen Endes (jedenfalls für Sugars Zukunft) auf den moralisierenden Zeigefinger, sondern verlässt sich ganz auf die Stärke und Dramatik des Themas."
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Etwas verfrüht glaubte Stefan Volk das Niveau könnte unter die Gürtellinie abrutschen. "Schräge Perspektiven, Auf- und Untersichten, an den Bildrand gedrängte Gesichter, trübe, kühle Farben und manchmal auch eine leicht wacklige Handkamera: Regisseur John Palmer und Kameramann John Westheuser fotografieren die Straße, den Strich und Butchs Verfall in einem unaufdringlichen Underground-Stil. Verkommen und faszinierend zugleich erscheint diese Welt, ohne authentisch sein zu wollen. Handlungen und Motivationen wirken bisweilen konstruiert und dramaturgisch zurechtgelegt, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt angesichts des ebenso ausdrucksstarken wie feinsinnigen Spiels der beiden Hauptdarsteller."