Inhalt • SUGAR
Sugar heißt eigentlich Cliff und wird heute 18. Mit Getöse feiert seine Mutter den Geburtstag und überreicht ihm ein ziemlich uncooles Skateboard. Es gibt noch Wünsche von der kleinen Schwester: gehe in die Stadt und habe Sex. Sugar landet bei Straßenstrichern, wobei es ihn zu Butch hinzieht. Cliff läßt sich in die "Szene" hineinziehen und entdeckt, dass man mit Sex Geld verdienen kann. Die Romantik und eine Erwiderung seiner Zuneigung findet er jedoch nicht. Als er und sein "Kumpel" einen Klienten besuchen, kommt es zum Äußersten. So hat Suagr sich das Erwachsenwerden nicht vorgestellt....
Etwas verfrüht glaubte Stefan Volk das Niveau könnte unter die Gürtellinie abrutschen. "Schräge Perspektiven, Auf- und Untersichten, an den Bildrand gedrängte Gesichter, trübe, kühle Farben und manchmal auch eine leicht wacklige Handkamera: Regisseur John Palmer und Kameramann John Westheuser fotografieren die Straße, den Strich und Butchs Verfall in einem unaufdringlichen Underground-Stil. Verkommen und faszinierend zugleich erscheint diese Welt, ohne authentisch sein zu wollen. Handlungen und Motivationen wirken bisweilen konstruiert und dramaturgisch zurechtgelegt, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt angesichts des ebenso ausdrucksstarken wie feinsinnigen Spiels der beiden Hauptdarsteller."