| Regie | Thomas Carter |
| Kinostart | 07.04.2005 |
Ein Spielfilm als MTV-Version hat Bert Rebhandl gesehen. "Die Jugendlichen sind sorgfältig gecastet: Aktuelle und künftige Popstars spielen afroamerikanische und hispanische Teenager, die es alle nicht leicht haben. ... Die pädagogische Agenda von MTV funktioniert jugendkulturell: Lernen ist cool. Treue ist cool. Freie Entscheidung ist cool. ... COACH CARTER ist ein didaktischer Film, der in allen Fragen die progressive Position bezieht, nur nicht in der Frage des Coachings selbst: Als Trainer und Lehrer ist Carter ein autoritärer Schleifer, der erst dann Gefühl für seine Jugendlichen zeigt, wenn er sie ausreichend konditioniert hat."
COACH CARTER nimmt Leitregeln vieler Sportfilme irritierend ernst, schreibt Sascha Rettig. "Die ersten zwei Drittel von COACH CARTER funktionieren daher durch folgende, ganz klar strukturierte Handlungsarmut: Fehlverhalten der jungen Korbwerfer, Bestrafung, die natürlich vor Wiederholungstaten abschrecken soll, und letztlich die kriechende Reumütigkeit. Potenzielle Konfrontationen werden da großzügig ausgelassen, devot fügt sich das Team letztlich doch geschlossen dem System Carter und der Film nur allzu bekannten Motiven und Stereotypen."
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Felicitas Kleiner bezeichnet pathetische Ermahnungs- und Aufmunterungsreden als großes Übel in Hollywood-Filmen. "Jackson spielt Carter als autoritären Feldwebel, der nach dem Prinzip verfährt, seine Opfer erst einmal zu zerbrechen, um sie dann Stück für Stück wieder aufzubauen. Dass er dabei hehre Ziele verfolgt, macht es nicht erträglicher, pausenlos gebellte Kommandos anzuhören und zuzusehen, wie aufsässige Spieler mit Liegestützen und Linienläufen zu anständigen Basketballern und guten Menschen gedrillt werden. Ein naiverer Umgang mit sozialen Problemen ist kaum vorstellbar."