| Regie | Hans-Joachim Kasprzik |
| Kinostart | 02.07.2009 |
Von heute aus gesehen, und ohne die Protokolle von damals zu kennen, ist das Verbot für Martin Mund kaum nachvollziehbar. "Man kann gar nicht so schräg denken, wie in Zeiten höchster ideologischer Wachsamkeit gedacht wurde. HÄNDE HOCH: ODER ICH SCHIESSE! stolperte am Ende nicht über flotte Flapsigkeiten, sondern über das Veto des Innenministeriums. Das verwechselte Rudi Strahls poetische Erfindung mit der Wirklichkeit und sah im freundlichen Kinomärchen eine Gefahr für die eigene Existenz: Wenn es, wie im Film gezeigt, in der DDR keine Vergehen und Verbrechen mehr gäbe, dann wären Polizei und andere Sicherheitsorgane überflüssig."
Ralf Schenk beleuchtet eingehen die Hintergründe.
Daniel Kothenschulte ist etwas enttäuscht. "An Harmlosigkeit ist die von Hans-Joachim Kasprzik inszenierte und gemeinsam mit Rudi Stahl geschriebene Farce kaum zu überbieten. Auch erste Zensurauflagen wurden im erhaltenen Rohschnitt bereitwillig umgesetzt. Die Paranoia des Honecker-Regimes zeigt sich eben nicht nur im aggressiven Unverstand gegenüber der Hochkultur. Selbst vor der zahmsten Sorte Ironie fürchtete man sich. Oder war es doch der vollkommene Sozialismus von Wolkenheim, der die Funktionäre erschreckte?"
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