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MACHUCA, MEIN FREUND

MACHUCA, MEIN FREUND

Regie Andrés Wood
Kinostart 31.03.2005

Kritiken • MACHUCA, MEIN FREUND

02. April 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • Die Tageszeitung

Eine Popgeschichte des chilenischen Aufbruchs hat Bert Rebhandl gesehen. "MACHUCA, MEIN FREUND ist durchaus schematisch konstruiert, folgt also den dramaturgischen Gesetzen, die einen internationalen Festivalerfolg erleichtern: Andrés Wood setzt geschickt auf Popmusik und den radikalen Chic der Demonstranten. Die politischen Antagonismen erscheinen bei ihm vor allem ästhetisch codiert. ... Andrés Wood kann deswegen einen "naiven" Blick auf Chile anno 1973 werfen, weil es nicht um das Historische geht, sondern um adoleszente Subjektivität. MACHUCA, MEIN FREUND genießt diese methodische Beschränktheit etwas über Gebühr."

31. März 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • Berliner Zeitung

Starke Bild, gleich zu Beginn dieses chilenischen Films, hat Anke Westphal gesehen. "Andrés Wood hat einen Coming- of-Age-Film gedreht, der einfach und klar ist, aber nicht schlicht im Geiste. Was die relativ kurze Bekanntschaft zweier Heranwachsender während einer turbulenten, gefährlichen Ära alles auslöst und anstößt, erzählt Wood, aus eigener Erfahrung schöpfend, aus der nun einmal begrenzten Perspektive des behüteten Jungen - auch dieser Respekt vor der kindlichen Wahrnehmung macht den Film glaubhaft."

31. März 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • Junge Welt

Alexander Hahn hat Kinderkino aus Chile gesehen. "Der chilenische Regisseur Andrés Wood zeigt die Geschichte von Bürgerkrieg, Revolution und Putsch in MACHUCA, MEIN FREUND aus der Perspektive von Jugendlichen. Der gesellschaftliche Wandel ist dabei eher Kulisse. Hinweise auf die US-amerikanischen Drahtzieher des Putsches von CIA bis United Fruit Company sind ausgespart. Damit wird der Film den politischen Dimensionen des Konflikts schwerlich gerecht."

31. März 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Etwas Gleichnishaftes bekommt eine Geschichte, wenn sie aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, weiß Gerhard Midding. "Zu den zahlreichen Tugenden von MACHUCA, MEIN FREUND zählt die Verfänglichkeit. Die Kindheit ist kein geschützter Raum in diesem Film, seine halbwüchsigen Helden werden vielmehr in eine unmittelbare, prekäre Zeitzeugenschaft gedrängt. Die Begrenztheit ihrer Perspektive schärft die Wachsamkeit für das, was außerhalb der Bilder geschieht. Sie ist ein Filter, in dem die Widersprüche der Erwachsenenwelt sämtlich hängen bleiben. ... Wood hat Recht daran getan, sich Machucas Blickwinkel rigoros anzuvertrauen: Er ist ein verletzbarer, also ein aufmerksamer Beobachter."

März 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

März 2005 | MACHUCA, MEIN FREUND • Kritik • film-dienst 07/2005

Für Oliver Rahayel bietet der Film keine umfassende Erklärung, "die Perspektive bleibt verengt; dafür wirkt der Einbruch der brutalen Wirklichkeit in die behütete Kinderwelt umso erschreckender. ... Auch wenn Wood die kindliche Perspektive bis zuletzt aufrecht erhält, deutet er anhand von einprägsamen Details geschickt das Zerbröckeln der chilenischen Gesellschaft an. ... Als einer der ersten chilenischen Filme schildert MACHUCA jene Zeit der dramatischen Umwälzungen, die bis heute nachwirken. Es hat lange gedauert bis zu Werken wie diesem, doch das Phänomen des Verdrängens gilt für alle südamerikanischen Gesellschaften mit diktatorischer Vergangenheit."

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