Inhalt • KRIEG DER WELTEN
Die Menschheit wird von einer außerirdischen Macht unterwandert, die ihr technologisch weit überlegen ist. Das Motiv: die minutiöse Planung einer Invasion, die alles Leben attackieren soll. Währenddessen geht der Alltag hier seinen gewohnten Gang. Die Ferriers, eine typisch amerikanische Familie, genießen ihr gutbürgerliches Dasein. Es könnte immer so weitergehen. Stünden sie nicht plötzlich einem eiskalten Feind gegenüber, der keine verletzliche Seite zu haben scheint. Ist die Zeit der menschlichen Zivilisation abgelaufen? Den Ferriers wie der gesamten Menschheit bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. Sie wissen, dass sie in den Krieg der Welten ziehen müssen. Doch sie wissen auch, dass ihre Chance, die größte Schlacht der Geschichte erfolgreich zu schlagen, verschwindend gering ist.
Kritik • KRIEG DER WELTEN • 29. Juni 2005 • Neues Deutschland
Für Georg Seeßlen singt der Regisseur wieder einmal das Hohelied der Familie. "Man kann, aufs Erste, Spielbergs KRIEG DER WELTEN als einen netten kleinen SF-Film ansehen, mit ein bisschen mehr Grips und viel mehr Menschlichkeit als INDEPENDENCE DAY, aber mit ähnlicher Effektgeladenheit; man langweilt sich jedenfalls nicht wirklich, und ärgern kann man sich auch nur über ein paar Szenen, in denen die Sentimentalität mit Spielberg wieder einmal durchgeht. ... Um die Wahrheit zu sagen: In Steven Spielbergs Filmen geht schon seit einiger Zeit nichts mehr recht zusammen. Sie scheinen selber so zerrissen wie die Kultur in George W. Bushs Amerika, voller Seitenblicke auf das moralische und politische Herunterkommen seines Landes, voller Sehnsucht nach der Neuschaffung des alten Amerika des Gemeinsinns, der Familien und der Nachbarschaft, voller liberaler Impulse und voller sentimentaler Auflösungen, an die der Regisseur selber nicht mehr recht glauben mag."