| Regie | Hideo Nakata |
| Kinostart | 31.03.2005 |
Die Geschichte klingt für Bert Rebhandl allzu abstrus. Der Regisseur "nimmt sich viele Freiheiten mit der Vorlage (das Drehbuch stammt von Ehren Kruger, es basiert nur noch lose auf dem Originalstoff von Koji Suzuki). Die Geschichte bleibt auf die zwei Helden konzentriert. Um sie herum webt Hideo Nakata einen dichten Zusammenhang des Unheimlichen, der sich von den Konventionen des neueren Horrorkinos deutlich unterscheidet: THE RING 2 setzt nicht auf Schocks, sondern auf ein nachhaltiges Unbehagen über die Abgründe der Identität."
"Richtige Überraschungen jenseits der Genre-Standards gibt es aber nicht, zumal den Schocksequenzen meistens anzusehen ist, dass sie aus dem Computer stammen. Überzeugend sind aber die Hauptdarsteller Naomi Watts als Rachel Keller und David Dorfman als ihr Sohn Aiden, in dessen Haut Samara mit aller Macht schlüpfen will. Sie liefern richtig gutes Schauspielerkino, was in Mystery-Thrillern, die in der Regel mit Darstellern aus der zweiten Riege besetzt sind, außergewöhnlich ist."
Jörg Gerle sagt es eindeutig: Der Film bewegt sich im geist- und seelenlosen Niemandsland. Der Regisseur, "der in Japan mit viel Fantasie und Ungezwungenheit, aber auch ohne das Korsett ambitionierter Produzenten eine Reihe origineller Horrorfilme geschaffen hat, verkrampft auf der Suche nach einer massenkompatiblen Fortsetzung und erschöpft sich in planlosen Horrorzitaten westlicher Vorbilder. Ein bisschen POLTERGEIST und ein bisschen EXORZIST ergänzen die wenigen Anspielungen auf den ersten Teil, die allerdings für Neueinsteiger nicht weiter erklärt werden und so als Effekt verpuffen."
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