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DIE DOLMETSCHERIN

DIE DOLMETSCHERIN

Regie Sydney Pollack
Kinostart 21.04.2005

Kritiken • DIE DOLMETSCHERIN

22. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Der Freitag

Sacht erfüllt dieser Film, was eigentlich die Aufgabe jedes Politthrillers ist: das aktuelle Klima einzufangen, meint Gerhard Midding. "Der Dolmetscherin eignet ein umsichtiger Erzählrhythmus, in dem sich behutsam Atmosphäre und Plot verdichten. Pollack nimmt sich gebührend Zeit für die privaten Tragödien seiner Protagonisten, für deren unverwundenen Verluste und die Schwierigkeit, heimzukehren. Er hat ein Faible für Charaktere, die die Liebe verlegen und befangen macht. Pollacks Romanzen basieren stets auf der Gegensätzlichkeit ihrer Lebensprinzipien; ohne die Wendungen des Plots würden sich seine Hauptfiguren gewiss nie begegnen. Weshalb man diese Parallelführung auch nie als einen Wechsel der Ebenen wahrnimmt, sondern als deren stetige Verknüpfung."

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Der Spiegel

Für Martin Wolf ist die UN-Illusion in den Film perfekt. "Man merkt der "Dolmetscherin" an, dass insgesamt sechs Autoren am Drehbuch herumgedoktert haben. Das Ergebnis ist - wie viele Uno-Resolutionen - ein fauler Kompromiss. Zwischen Krimi, Beziehungsdrama und gutgemeinter politischer Bildung verliert "Die Dolmetscherin" den Faden. Dafür leuchtet die Hauptdarstellerin umso mehr. Nicole Kidman, 37, sehe so jung aus wie lange nicht, schwärmte der Kritiker der Zeitschrift "Variety" nach 120 Minuten Recherche im Kinosessel: Ihr Haar erinnerte ihn an "maisfarbene Fäden", und ihre Haut strahle wie "die Farbe des Mondes". Ob Zuschauer oder Statist: Wer bei diesem Anblick einschläft, ist selbst schuld."

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Berliner Zeitung

Roland Huschke spricht mit dem Regisseur Sydney Pollack über seinen Film.

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Als angenehm altmodisch bezeichnet Christian Schröder den Film. "Vor allem eine Tugend lässt DIE DOLMETSCHERIN aus der Thriller-Konfektion herausragen: die altmodische Art, mit der Sydney Pollack den Film inszeniert hat. Es gibt zwar Autoverfolgungsjagden und Bombenexplosionen, aber die Spannung eskaliert langsam. ... Pollack lässt den Dingen Zeit, auch der Annäherung zwischen Kidman und Penn. ... DIE DOLMETSCHERIN plädiert für Dialog statt Gewalt, das Drehbuch dürfte den UN-Verwaltern gefallen haben. Auch Pollacks Ansichten wirken im Amerika des George W. Bush, das sich um UN-Mehrheiten nur ungern schert, ein wenig altmodisch. Schön altmodisch."

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte feiert die Rückkehr zu einem Filmstil, in dem jedes Bild fotografiert wird, um etwas mitzuteilen. "Es ist die Genauigkeit in der Darstellung der Schauplätze der Diplomatie, die aller Operettenhaftigkeit erfundener Spielorte entgegenwirkt. Wie in der großen Zeit der Polit- und Spionagethriller setzt Pollack die Handlung vor dem Vorspann in Gang. ... Eines aber versagt Pollack seiner Hauptfigur - jene in sich ruhende Kraft, die seine früheren Figuren zu geborenen Helden gemacht hatte. In ihrer gänzlich unsentimentalen Performance ist die Kidman-Figur ein halt- weil heimatloser Charakter. Eine solche Figur ist keine Konstante, sondern ein Unruhefaktor für einen Thriller. Und Unruhe ist das beste, was diesem Genre passieren kann."

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Angesichts des politischen Mainstreams in den USA, der auch auf Haltungen und Stimmungen in Hollywood-Produktionen durchschlägt, bildet DIE DOLMETSCHERIN für Volker Mazassek trotz einiger Schwächen einen angenehmen Gegenpol. "Regie-Veteran Sydney Pollack klagt nicht an und liefert keine plakativen, aber zu einfachen Lösungen für komplexe Sachverhalte. Sie sind nun mal schwer zu durchschauen und zu beurteilen, wie die Dramaturgie seines Films unterstreicht. Pollack hätte es sich allerdings - ohne Substanzverlust - leichter machen können, wenn er die Geschichte etwas straighter erzählt hätte. Manche Überschneidung der Erzählstränge wirkt allzu gewollt, die Handlung ist insgesamt überkonstruiert. Einiges bleibt zu lang verborgen, sodass sich beim Zuschau."

21. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Die Zeit

Thomas E. Schmidt nennt DIE DOLMETSCHERIN Kino für Erwachsene. "Pollacks Dolmetscherin ist ein hervorragend fotografierter New-York-Film. Sein Tempo ist nicht einmal besonders hoch, das steigert die Intensität, und wenn es in einem Thriller so etwas wie 'dezente' Actionszenen geben kann, dann sieht man sie hier. Den Geheimdienst umgibt kein Glamour. ... Der Showdown ist furios, überraschenderweise fließt jedoch kein Blut. Die Welt bleibt Kriegsschauplatz und Afrika ohne Hoffnung. Nicht einmal die Liebesgeschichte zwischen Silvia und Tobin endet glücklich. Pollack sagt: 'In diesem Film gibt es keinen Sieger'."

20. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal geht es dem Regisseur um den begrenzten privaten und den großen, nur schwer oder gar nicht zu durchschauenden politischen Raum. "Den Wettlauf gegen die Zeit inszeniert Pollack in seinem neuen Film nicht nur spannend, sondern auch sorgfältig: Kann das Attentat verhindert und Sylvia geschützt werden? Und auch die moralischen Fragen sind hier wohl überlegt: Warum sollte man einen Diktator, einen Mörder schützen? Diplomatie oder Gewalt, die Macht der Worte oder die der Schusswaffen - darum geht es, aber auch - und das ist das Interessanteste - um die Totalität des politischen Raums: Pollack hat den Film ja nicht zufällig in CinemaScope gedreht: Alles sollte ins Bild, und dass es dadurch nicht klarer wird, entspricht der Realität."

20. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Die Tageszeitung

Ohne besonders innovativ zu sein, führt Sidney Pollack in DIE DOLMETSCHERIN vor, was einen echten Thriller ausmacht: eine gewisse Handlungsdichte gepaart mit der richtigen Dosis Paranoia, schreibt Barbara Schweizerhof. "In fast jeder Szene lassen sich Hinweise finden, die an späterer Stelle schlüssig wieder aufgenommen werden. Besonders darin zeigt sich Pollacks Old-School-Technik: Er baut darauf, dass der Zuschauer etwas im Gedächtnis behält, sei es ein Gesicht, ein Satz, oder ein Gegenstand. ... Der Clou dieses Thrillers aber besteht darin, dass man am Ende die vielen überraschenden Wendungen und Plotpoints samt ihrer sorgfältigen Vorbereitung ganz vergisst. Was im Gedächtnis bleibt, ist dagegen die ungeheuer zarte Geschichte zwischen Sean Penn als Tobin und Nicole Kidman als Silvia. Zwischen den beiden passiert zu wenig, um als Romanze bezeichnet zu werden, und zu viel, um nicht doch von Liebe zu sprechen."

20. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • fluter.de

Der Regisseur präsentiert sich in erstaunlicher Frische, meint Philipp Bühler. "Pollack inszeniert mit einem präzisen Gespür fürs Timing und ohne die üblichen Schnitt- und Soundattacken. Langsam steigert sich der Film zu einer mörderischen Spannungssequenz, in der Silvia mit halb Matobo im Bus sitzend durch Brooklyn fährt. Danach zeigt der Plot allerdings einige Schwächen: Die Beziehung Silvias zu Keller hebt nie richtig ab, und auf das Finale mit seiner extrem idealistischen Weltsicht hätte man gerne verzichtet. Die passt so gar nicht zur eiskalten Professionalität, mit der Kidmans Silvia und Pollack hier über weite Strecken mächtig beeindrucken."

20. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • br-online.de

Hochspannung bis zum Ende garantiert der Film laut Margret Köhler. "Altmeister Sydney Pollack meldet sich hier vehement zurück, auch wenn er dadurch, dass die Dolmetscherin einst auch noch eine Affäre mit einem afrikanischen Rebellenführer hatte, etwas dick aufträgt. Interessant der Epilog mit dem Blick auf einen fiktiven afrikanischen Staat, den ein Tyrann mit harter Hand regiert und in dem Völkermord zum politischen Geschäft gehört. Parallelen zu Zimbabwe drängen sich auf."

14. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von der Premiere und Pressekonferenz in Berlin.

14. April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad findet die Idee vom Mord im New Yorker UN-Gebäude reizvoll.

April 2005 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • film-dienst 08/2005

"Zwei Oscar-Gewinner aus der ersten Garde der Hollywood-Schauspieler, die zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen und erwartungsgemäß Exzellentes leisten; ein Regisseur vom Schlage eines Sydney Pollack, der mit DREI TAGE DES CONDORS oder DIE SENSATIONSREPORTERIN Klassiker des Politthrillers schuf; ein Plot, der aktueller nicht sein könnte." Am Ende bleibt Alexandra Wach "dennoch enttäuscht zurück, denn Pollack verliert die sich anbahnende Liebesgeschichte an eine allzu kalkuliert verwickelte Handlung und die sanft mahnende Gegenwartskritik an eine erschreckend mittelmäßige Inszenierung."

22. April 2004 | DIE DOLMETSCHERIN • Kritik • Der Spiegel

Andreas Renner führt ein Gespräch mit dem Kino-Veteran Sydney Pollack über Politik, Panik und Prostitution im Filmgeschäft.

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