| Regie | Florent Emilio Siri |
| Kinostart | 17.03.2005 |
Katja Lüthge mag Bruce Willis. Er rettet "vielleicht nicht die ganze Welt, aber doch einen Teil von ihr: die Familie. Einmal mehr ist Willis der Cop, der sich nach einer existenziellen Krise - er hat hier den Tod einer Mutter und ihres Kindes zu verantworten - in sich zurückgezogen hat. Einmal mehr zwingen ihn Bösewichter, ins wirkliche Action-Leben zurückzukehren. Einmal mehr wird er am Ende körperlich lädiert, aber seelisch-moralisch konsolidiert aus dem Inferno hervorgehen. Noch nie hingegen hat man Bruce Willis dabei so viel im Nebel herumstehen sehen. Überhaupt ist der Wille unverkennbar, die pure Action mit der Psychologisierung der Figuren und der Entwicklung eigentümlicher Täter-Opfer-Verhältnisse aufzuwerten."
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Der Regisseur liebt es, Grenzen zu verwischen und Konfliktsituationen zu verdoppeln bzw. dialektisch zu spiegeln, meint Ulrich Kriest. "Dabei dreht HOSTAGE die Schraube dramaturgisch eine Umdrehung weiter und ist ausgesprochen stolz auf seine Cleverness, die Konfliktparteien gegeneinander auszuspielen. Aus Geiselnehmern werden Geiseln in einem anderen, übergeordneten Konflikt, Polizisten wechseln (unfreiwillig) die Seiten, Familienväter greifen zur Waffe. Allerdings hat Siris mit solchen Formalismen auch schon sein Pulver verschossen; für die Figurenzeichnung bleibt nicht mehr viel übrig."