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ALFIE

ALFIE

Regie Charles Shyer
Kinostart 10.03.2005

Kritiken • ALFIE

11. März 2005 | ALFIE • Kritik • Berliner Zeitung

Christian Aust führt ein Interview mit Jude Law über seine Rolle als ALFIE, die Kochkunst und das Geheimnis des Verführens.

10. März 2005 | ALFIE • Kritik • Berliner Zeitung

Katja Lüthge vergleicht Michael Caine mit Jude Law, das Original mit dem Remake. "Anders als dem Original mangelt es dem Remake nämlich an jedweder sozialer Relevanz. ... Jude Law plappert am Ende so unbeschwert in die Kamera wie zu Beginn: ein smarter Kleiderständer mit ungefähr dessen Abgründigkeit. Dazu passt, dass das Remake auch der Leichtigkeit des Vorbilds mächtig hinterherhinkt. Der ALFIE-Film von 1966 glänzt nicht nur mit spritzigen Dialogen und überraschenden Schnitten - für unangestrengtes Tempo sorgen auch die zahlreichen kleinen Ereignisse, die verschwenderisch und uneitel im Hintergrund aufgeboten werden. Das Anschauen des gezähmten ALFIE lohnt sich also vor allem für Jude-Law-Fans."

10. März 2005 | ALFIE • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof fragt, was von ALFIE bleibt, wenn man ihn durch keinen Vergleich mit früher interessant macht? Zunächst ein gewisses Befremden. "Allzu schnell wird klar, dass der Film seine Hauptfigur eines Besseren belehren will. Alfie kommt die unschöne Aufgabe zu, sich selbst zu entlarven. Das verleiht dem Film etwas aufdringlich Rechtschaffenes, schließlich wissen alle, worauf es hinausläuft: Männer wie Alfie sind ein Auslaufmodell. ... So führt sich der Film selbst ad absurdum: Der wahre Frauenversteher steht nicht vor, sondern hinter der Kamera. Warum sie sich überhaupt auf Alfie einlassen, wo es ohne ihn doch allen besser geht? Einzig das Setdesign, das auf großen Plakatwänden Worte wie "Desire" und "Pursue" aufleuchten lässt, erinnert daran, dass es da irgendwas gab, irgendeine Lebensgier. Für solches Jucken an der Seele hat man heute kein Verständnis mehr."

10. März 2005 | ALFIE • Kritik • Der Tagessppiegel

Das Original hat bessere Qualitäten, bekennt Jan Schulz-Ojala. "Mal abwandlungsbedürftig, mal treu bis ins szenische und dialogische Detail häkelt Shyer seinen Gilbert nach, aber nichts funktioniert. Wohl aus Angst, die Story macht im libertär-postfeministischen Zeitalter keinen Effekt mehr, setzt er Effekte um Effekte obendrauf. Also nicht nur paar extra bestellte Mick-Jagger-Songs, sondern noch Musiksoße drüber. Also nicht nur Sprechen in die Kamera, sondern - für die ganz Blöden - ein Off-Kommentar. Und immer satt reingezoomt in ziemlich leere Gesichter. Und her mit einem Westentaschenphilosophen, der Alfie auf den rechten Weg bringt."

10. März 2005 | ALFIE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Stefan Raulf ist überhaupt nicht begeistert. "Alfie quatscht dauernd seine Binsenweisheiten über die Welt der Frauenstereotypen - die selbstverständlich alle auftauchen - in die Kamera, und am Ende folgt eine ordentliche Lektion inklusive schniefender Reue. Dass plötzlich Hollywoods Senioren-Vamp Susan Sarandon erscheint, ist zwar schön, rettet diesen Film aber auch nicht vor seiner Miefigkeit und Belanglosigkeit."

März 2005 | ALFIE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

März 2005 | ALFIE • Kritik • film-dienst 05/2005

Gottlob sind in diesem Remake die Frauen "stärker geworden und beileibe nicht mehr die bemitleidenswerten Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit", schreibt Felicitas Kleiner. "Wie das Original ist das Remake eine Tragikomödie bzw. eine komische Tragödie. Die Komik entsteht dadurch, dass sich die Hauptfigur Alfie immer wieder direkt zur Kamera wendet und die Handlung lakonisch kommentiert. ... Shyer zeichnet dieses Porträt eines bindungsunfähigen jungen Großstädters nicht mit derselben gnadenloser Härte wie Nichols in HAUTNAH. Aber wie bei Nichols endet sein Film mit einem Blick auf eine Figur, die nach allen Liebesirrungen und -wirrungen ihren Weg weiterhin alleine geht. Das ist kein wirklich depressiver Blick, denn immerhin haben diese Figuren die Straße unter den Füßen und damit die Option auf einen neuen Anfang."

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