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DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ

DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ

Regie Marco Tullio Giordana
Kinostart 03.03.2005

Kritiken • DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ

05. März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Die Tageszeitung

Christiane Breithaupt hat eine filmische Großdeutung der Erneuerung Italiens von der Nachkriegszeit bis heute gesehen. DIE BESTEN JAHRE hat "etwas Entscheidendes, das ihn letztlich über jeden Makel erhaben sein lässt: Er verlässt nie den subjektiven Blickwinkel seiner Figuren. ... Vor allem aber ist DIE BESTEN JAHRE ein sinnlicher und intensiver Film: Wie er die Blicke zwischen den Schauspielern organisiert, sich Zeit für ihre Gesichter nimmt. Immer wieder beobachtet die Kamera sie in Zweierkonstellationen. Kameramann Roberto Forza nimmt dabei gern die beiden Personen frontal auf, so dass ihr Gespräch nicht im Schuss-Gegenschuss aufgelöst wird, was konzentriert und theatralisch zugleich wirkt. Leuchtende Panoramabilder der verschiedenen Städte und Landschaften teilen chronologisch die Zeiträume und verweisen auch auf Projektionen, denen Italien so gern unterliegt."

04. März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Freitag

Für Barbara Schweizerhof gibt es eigentlich nichts Spannenderes als Familiengeschichten. "Keine enigmatischen Schwarz-Weiß-Sequenzen lenken die Aufmerksamkeit aufs Formale und die Dramaturgie der Handlungsstränge nimmt einen völlig serientypischen Verlauf. Tatsächlich sind DIE BESTEN JAHRE eine reine Fernsehproduktion, die eher zufällig ihren Weg zum Filmfestival nach Cannes und von dort in die Kinos fand. Was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellt, denn nur auf der großen Leinwand kommt zur vollen Geltung, was DIE BESTEN JAHRE über jedes Fernsehspiel erhaben macht. Da ist die cineastische Fülle der kleinen charakteristischen Beobachtungen und vor allem das Ensemble der Darsteller, die ihren Figuren mit so viel Verve und Herzblut Gestalt verleihen, dass man gen Ende über das mühsam angeschminkte Altern - die Handlung endet mit der Jahrtausendwende - völlig hinwegsieht."

03. März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Neues Deutschland

Nicht nur wegen der Länge ist DIE BESTEN JAHRE für Marion Pietrzok ein erstaunliches Stück Kino. "Am Ende, wenn die letzten Tränen verschämt weggeschnüffelt sind, hat man das Gefühl, es ist alles gesagt über das Stirb und Werde des Menschen. Und doch möchte man gern noch länger zusammen sein mit Nicola, Matteo und den anderen. ... Seine Erstaunlichkeit: Es ist nicht monumental, sondern von poetischer Leichtigkeit, Ungekünsteltheit. Mühelos werden die historischen Ereignisse und gesellschaftlichen Problemkreise an die privaten Begebenheiten, zwischenmenschlichen Beziehungen, die individuellen intellektuellen und psychischen Konstellationen, familiären Glücksumstände und Katastrophen geknüpft. Ein bildmächtiger Reigen, unaufdringlich, schwebeleicht ist alles miteinander verwoben."

02. März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Der Tagesspiegel

Als Sternstunde des Kinos, als ein Wunder bezeichnet Christina Tilmann das Epos. "Das große Zeitbild setzt sich aus vielen Gesichtern zusammen. Die Fäden verknoten und lösen sich, halten den Zuschauer gefangen, über sechs Stunden hinweg. Dass sich am Ende (fast) alles in Wohlgefallen auflöst, dass Nicola auf Stromboli die letzte Geliebte seines Bruders finden wird, dass noch einmal, spät, eine Liebe keimen wird, ist wohl der Fernsehdramaturgie geschuldet. Das finale Familienfest im malerischen Landhaus: vielleicht das einzige Italienklischee dieses sonst so herben Films. Es bleiben die Toten und Verlorenen, als Schatten stehen sie der glücklichen Familie im Weg."

02. März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Jungle Welt

Für Federica Matteoni und Niklas Luhmann ist DIE BESTEN JAHRE opulent, melodramatisch und zu Tränen rührend. "Der Film beleuchtet die privaten Geschichten und Schicksale der Familie Carati vor der Kulisse der vergangenen 40 Jahre italienischer Nachkriegsgeschichte. Giordana gelingt dabei ein ungewöhnlicher Balanceakt zwischen klassischer Serienproduktion und den Feinheiten des Filmemachens. Trotz der Offensichtlichkeit der narrativen Konstruktion ist die Seifenoper mitreißend, wie das wahre, große, schmalzige Kino eben."

März 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • film-dienst 05/2005

Laut Ulrich Kriest gelingen dem Regisseur "immer wieder anekdotische Verdichtungen der Konflikte, die sich aus der Dialektik von Emanzipation und Dogmatisierung ergeben ... Marco Tullio Giordana hat sich für sein Geschichtspanorama viel Zeit genommen: Sechs Stunden dauert DIE BESTEN JAHRE, die allerdings wie im Flug vergehen. Dabei lässt der Film - bei aller anekdotischen Verdichtung, bei aller dramaturgischen Zuspitzung - auch den kleinen Geschichten ihren Raum, setzt auf unterschiedliche Landschaften und Dialekte und nimmt die Akteure bei ihren Bemühungen um eine bessere Welt ernst, selbst dort, wo die utopischen Entwürfe gescheitert sind."

03. Februar 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Berliner Zeitung

Bewegend ist dieser Film für Knut Elstermann. "Doch Regisseur Marco Tullio Giordana liebt seine Figuren viel zu sehr, um sie auf ideologische Bannerträger zu reduzieren, auch wenn sie deutlich auf verschiedenen Seiten der gesellschaftlichen Barrikade leben. ... Gegen Ende verstärkt Marco Tullio Giordana den melodramatischen Ton. Doch das geht völlig in Ordnung. Nach sechs Filmstunden, 40 Jahren Lebenszeit, in denen wir mehrere Todesfälle, Geburten, Trennungen und Vereinigungen erlebten, in denen wir den Schmerz und das Glück dieser Familie teilten, wollen wir nicht mit einem lakonischen 'Macht's gut, Leute' verabschiedet werden, sondern genau mit diesem tränenerstickten 'Lebt wohl, Freunde'."

Februar 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • Pressebetreuung Arne Hoehne

Pressematerial zum Film.

Februar 2005 | DIE BESTEN JAHRE - LA MEGLIO GIOVENTÚ • Kritik • filmz.de

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