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SONNE

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Regie Alexander Sokurow

Kritiken • SONNE

01. Februar 2010 | SONNE • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films

19. Februar 2005 | SONNE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat typischen Halbdunkel wahrgenommen. "Eigenhändig fotografiert vom Regisseur im für ihn typischen Halbdunkel, aufgebrochen allein von nebulos-poetisierten Modellaufnahmen des brennenden Tokio, erhellt hingegen vom Hauptdarsteller Issey Ogata, ist es vor allem ein weiterer großer Schauspielerfilm dieser Berlinale. ... Was immer man von der für Sokurov gewohnten, pathetischen Verpackung halten mag: Wären alle Politdramen und Geschichtsillustrationen dieser Berlinale so poetisch, könnte man den Realismus doch noch aus dem kaiserlichen Bärenpalast vertreiben."

19. Februar 2005 | SONNE • Kritik • Neues Deutschland

Egon Günther will nicht fragen, warum Sokurov das Thema interessiert. "Die Frage stellt sich ganz langsam immer weniger, während man dem Film und Sokurovs Mühen zusieht. Irgendwie bedient der im Bild dunkle, im Sinn helle Film auch die Neugier, ob denn irgendetwas zu hoffen sei bei der Menschwerdung nicht des Affen in diesem Fall, sondern des obersten Unterdrückers einer ganzen Nation. Vielleicht als Parabel für die Welt? Sokurov meint immer das Ganze. ... Der Mutige stößt sich den Dolch in den Bauch und zieht unbeirrt vom Todesschmerz nach oben. Sokurov! Großer Favorit, meine ich."

18. Februar 2005 | SONNE • Kritik • Berliner Zeitung

Petra Ahne hat den Regisseur bei der Pressekonferenz beobachtet.

18. Februar 2005 | SONNE • Kritik • Die Tageszeitung

Als exquisites Ergebnis bezeichnet Diedrich Diedrichsen die Tonspur in SONNE. "Sokurov hat ein brillantes Kammerspiel aus funzligem Licht und muffigem Dunkelgrün um den Tenno gebaut. Es lag nahe, ihn als die Madame Butterfly unter den Menschheitsverbrechern zu stilisieren. Manchmal kurvt der Film knapp an Orientalismen vorbei: doch in sicherer Distanz. ... Sokurovs Tenno enthüllt kein einziges Geheimnis, er ist weder er selbst noch sein Gegenteil, weder ein traditionalistischer Traum noch dessen frivole oder insgeheim moderne Widerlegung. Er ist, und das zeigt Sokurov mit Geduld und fast Humor, das leere Zentrum einer Militärmaschine..."

18. Februar 2005 | SONNE • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz hat den ersten Sokurow-Film mit Humor gesehen. "Wieder entführt Sokurow den Zuschauer in Traum- und Trancesequenzen vom Hades der Macht – und wer mitträumt, begreift in aller Stille weit mehr von deren Mechanismen als in Eichingers lärmendem UNTERGANG. ... Sein Rembrandtsches Chiaroscuro, das mystische Raunen, die Befremdung ob der Unbegreiflichkeit von Tyrannen hat er diesmal mit hauchzarter Heiterkeit grundiert. Ist ja auch eine komische Vorstellung: dass ein Machthaber von der Macht desertiert und der Weltkrieg mit einem Lächeln endet."

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