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DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS

DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS

Regie Jacques Audiard
Kinostart 22.09.2005

Kritiken • DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS

23. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Der Freitag

Überraschend zärtlich findet Barbara Schweizerhof den Film. "Jacques Audiard ist mit diesem Film das seltene Kunststück gelungen, den Stoff von James Tobacks Fingers aus den siebziger Jahren so zu adaptieren, dass der Eindruck entsteht, er liefere das eigentliche europäische Original zum amerikanischen Remake nach. Den im Grunde plakativen Gegensatz von Kunst und Gewalt, von Pianospiel und Mafiajob verankert Audiard atmosphärisch derartig stimmig im heutigen Pariser Milieu, dass man dessen Gezwungenheit ganz vergisst. Bei aller zum Ausbruch kommenden Gewalt auch in Audiards Film ist sein Hauptthema doch Toms überraschende Befähigung zur Zärtlichkeit."

22. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Die Tageszeitung

Diedrich Diedrichsen ist überaus angetan von dem Film. "Wie Keitel bei Toback, so ist auch Duris in beiden Rollen vorstellbar, als Schöngeist und Schläger, und in beiden Verkörperungen profitiert er von der anderen Möglichkeit. Doch hat Audiard diesen Antagonismus nicht als tragische Spaltung, sondern als Stadien einer Entwicklung konzipiert. Das ist angesichts der Präferenz des Gegenwartskinos für die Statik des schönen Scheiterns ein interessanter Schritt, der in seiner filmischen Konzentration auf den Kopf und seine Möglichkeiten der Entwicklung auch plausibel wird - obwohl die Idee der holden Kunst, die aus der Umstrickung durch des Lebens finstren Kreis helfen soll, nicht überzeugt."

22. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Dass die Kunst der genauen Charakterentwicklung auch in einem klassischen Genre wie dem Gangsterfilm ihren Platz findet, zeigt der Film laut Volker Mazassek. Der Regisseur "hat Kunst und Gewalt hier schön verschränkt im Lebensrhythmus eines Gangsters, dessen Tage einerseits durch den Wechsel von Leerlauf und eruptiver Gewalt geprägt sind, andererseits durch das langsame Entdecken klassischer Musik."

21. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • fluter.de

Laut Philipp Bühler setzt der Regisseur auf leise Töne. Er "hat einen kraftvollen Neo-Noir gedreht, einen schweigsamen, physischen Genrefilm, der in seiner stilsicheren Schlichtheit die besten Traditionen europäischen und amerikanischen Filmemachens in sich vereinigt. Viele Worte muss man darüber nicht machen. Man muss, wie die Kamera, einfach nur Romain Duris zusehen, der in BARCELONA FÜR EIN JAHR noch den netten Jungen gab. Er ist die Seele dieses Films, der wie Tom zwischen existenzialistischer Coolness und inneren Stürmen, zwischen Kunst und Kommerz seinen Weg findet - und dabei bis zum Schluss unberechenbar bleibt. Eine neue Hoffnung für Freunde guten Kinos."

20. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • br-online.de

Das Drama ist laut Thilo Wydra gut inszeniert. Leise, poetisch, stimmungsvoll ist das Bewusstseinsdrama. "Doch an seiner Oberfläche, seinem sichtbaren Äußeren ist er kalt, krude, hart auch. Eine sterile abweisende Kühle geht von diesem Drama aus, obgleich es in den Menschen gärt, brodelt, sie Getriebene sind. ... Das solide Drehbuch von Audiard und Benacquista tariert diesen schwierigen Balanceakt gelungen und präzise aus, ohne dass die Waagschalen in eine Richtung tendieren. Und am Ende steht eine Überraschung - oder vielleicht gerade nicht?"

15. September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • film-dienst 19/2005

Michael Kohler ist erstaunt darüber, wie dicht der Film an der literarisches Vorlage ist und trotzdem ein Werk aus eigenem Antrieb ist. "Beeindruckend ist vornehmlich der Stil des Films: Stéphane Fontaines Kamera wirkt, darin dem Protagonisten gleich, stets wie auf dem Sprung, und die Lichtgebung evoziert eine Art impressionistischen Film noir. Aufregend anzuschauen ist das durchaus, doch lässt es einen wie so viele Etüden mitunter kalt. Im Inneren des Films steckt weniger ein Herz als ein kunstvoll aus dem Takt gebrachtes Metronom."

September 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

19. Februar 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte geht der Film "den gewohnten Weg der Wackelkamera in die urbane Halbwelt. Die Hauptfigur, einen begabten Pianisten mit rechtsradikalen Ansichten, der sein Geld mit Zwangsräumungen verdient, umwehte ein Hauch von Houellebecq. Doch zu aufgetragen duftete es nach diesem modischen Parfüm, als dass man sich ernstlich mit diesem bei allem Realismus sichtlich konstruierten attraktiven Unsympathen befassen wollte."

18. Februar 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist etwas enttäuscht. "Kaum aber hat der Film sein erzählenswertes Thema gefunden, setzt er eins drauf. Und kann sich nicht entscheiden, welches der beiden er eigentlich wichtig findet. ... Das seltene Genre des Künstlerthrillers erfährt, vorsichtig gesagt, durch "De battre mon coeur s'est arrêté" keine wesentlich neuen Impulse. Wie auch die Titelfindung - prosaisch übersetzt: Mein Herz hat aufgehört zu schlagen - sich nicht unmittelbar erschließt."

17. Februar 2005 | DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur vollbringt das Wunder, daß Barbara Schweizerhof die unsymphatische Hauptfigur doch doch leiden konnte. "Dabei verändert er sich kaum; die Veränderung liegt im Auge des Betrachters: Man lernt ihn einfach zu gut kennen. ... Gleichzeitig spürt man, dass das alles nicht gut gehen kann. Es kommt, wie es kommen muss, und dann doch noch einmal ganz anders. Überhaupt besticht Audiards Film dadurch, dass sich die Handlung so wenig vorhersehen lässt."

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