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EGOSHOOTER

EGOSHOOTER

Regie Christian Becker
Oliver Schwabe
Kinostart 24.02.2005

Kritiken • EGOSHOOTER

25. Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • Berliner Zeitung

Torsten Wahl porträtiert Tom Schilling.

24. Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ulrike Meitzner ist das ödipale Dreieck in EGOSHOOTER perfekt. Der Film "folgt keinem traditionellen Erzählstrang. Stattdessen bekommt der Zuschauer Puzzlestücke serviert, die abwechselnd mit der objektiven und der subjektiven Kamera gedreht wurden, wobei Tom Schilling teilweise selber filmte. Aus dem schnellen, manchmal anstrengenden Wechsel von kurzen Filmsequenzen und Videotagebuch kristallisiert sich langsam der Alltag des 19-Jährigen heraus. Becker und Schwabe haben kein Stück Jugendkultur ausgelassen."

24. Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala lobt den Hauptdarsteller. "Tom Schilling macht das sehr gut. Er spielt keinen, der sich jetzt bloß deshalb verändert, weil das hier ein Film sein soll. Sondern einen, der ist. Angenehm unangenehm."

24. Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Zuschauer wird mit seinem eigenen Voyeurismus konfrontiert, schreibt Sascha Westphal. "Es gibt keine Geschichte und keine Entwicklung in Egoshooter, kaum etwas unterscheidet die subjektive Kamera von dem Blick der beiden Regisseure auf ihren Protagonisten. Wie Jakob treibt der Film vor sich hin. Schon das Pseudonym "Field Recordings", unter dem Becker und Schwabe in den Credits firmieren, weist auf den Charakter ihres Experiments hin. Jakobs Story ist Fiktion, die Situationen, in die er gerät, sind inszeniert, aber der Look ist der eines Videotagebuchs oder Home Movies. Weder Jakob noch die beiden Filmemacher glauben an eine Hierarchie der Ereignisse. Alles ist gleich bedeutend oder unbedeutend."

24. Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Ulrike Rechel wurde deutlich, "dass der Film - auch wenn sein etwas reißerischer Titel anderes vermuten lässt - nicht nur auf das Gewaltpotenzial einer mit Videospielen sozialisierten Generation abzielt, und dass die Regisseure nicht einfach nur die Geschichte eines Normalo-Teenagers schildern wollen, der in einen Gewaltexzess abdriftet. Stattdessen halten sie Jakobs nervösen Kurs konsequent in der Schwebe, versagen ihm Antworten und Lehren. So entsteht eine schwelende Spannung, die das Interesse an ihrem unwägbar-zerbrechlichen Protagonisten 80 Minuten lang aufrecht hält."

Februar 2005 | EGOSHOOTER • Kritik • film-dienst 04/2005

Alexandra Wach hat viel Lob für Tom Schilling, der hier wieder einmal bravourös spielt. EGOSHOOTER zeigt "in rauen, unbeholfenen Videotagebuchbildern richtungslose Gewalt und eine emotionale Verwahrlosung, die nur noch mit Gruppenritualen, Drogen und aufgesetzter Coolness zu kompensieren sind. Was den Tonfall des Films eher ins Melancholische als ins Auflehnende oder gar Aggressive lenkt, ist dem Drehbuch zu verdanken, das auf billige Eskalation verzichtet. ... Wenn der Film ein flaues Gefühl hinterlässt, dann deshalb, weil er sich zu sehr auf die Kraft des Dokumentarischen verlässt. Zwar beinhaltet dieses spröde Einsamkeitsporträt zahlreiche intensive Momente, in denen das unbehauste Lebensgefühl heutiger Jugendlicher spürbar wird."

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