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THE WAYWARD CLOUD

THE WAYWARD CLOUD

Regie Tsai Ming-Liang

Kritiken • THE WAYWARD CLOUD

19. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord spricht mit Regisseur Tsai Ming-Liang über seinen Film THE WAYWARD CLOUD, der das Thema Körper ins Extrem treiben will.

18. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Neues Deutschland

Als einzige Strapaze hat Gunnar Decker den Film empfunden. "Es geht um 'merkwürdige Begegnungen', meist pornografischer Art. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als ambitionierte Pornografie. Entweder ist es Pornografie oder ambitioniert. Aber wer mittels Geschlechtsakt die Welt erklärt, der erklärt die Welt zum Geschlechtsakt. Das ist weniger aufregend, als mancher vielleicht denkt. Der Pornodreh im Film beginnt lustig als Spiel mit Melonen und endet beim Sex mit einer Leiche. Nur eine tote Pornodarstellerin ist eine gute Darstellerin. Wir haben verstanden. Aber ein unappetitlicher Film bleibt es trotzdem."

17. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Die Tageszeitung

Harald Fricke war es einwenig peinlich, mit 100 Menschen einen Sexfilm zu sehen. "Der taiwanesische Regisseur Tsai Ming-Liang zeigt den glücklosen Weg des Paares in sexuell ausschweifenden Bildern ... Der Sex ist also vor allem ein Vehikel für die Darstellung von Einsamkeit und Entfremdung. Mit der Zeit werden die Übergänge fließend, die den Körper, der begehrt wird, und den Körper, der mechanisch funktioniert, voneinander trennen. Im Moment der größten Zuneigung tanzt sie marionettenartig und wie betäubt auf seinen Füßen - nur um kurz darauf die fremde Tote aus dem Fahrstuhl zu schleppen. Die Kamera wird in diesen Prozess aus Anziehung und Abstoßung einbezogen, wenn sie die Enge des Hochhauslabyrinths noch durch vertrackte Spiegelwirkungen steigert."

17. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Der Tagespiegel

Gregor Dotzauer interviewt den taiwanischen Regisseur Tsai Ming-Liang, der die Zuschauer mit Körper, Konsum und Pornografie verwirren will.

17. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala wurde bei der Pressevorführung viel gelacht. "Lange statische Einstellungen, wie immer bei Tsai Ming-liang. Nur mit der Musiklosigkeit ist es vorbei: Ein Halbdutzendmal unterbricht sich - sofern Fasthandlungslosigkeit unterbrochen werden kann - der Film für witzigbunt choreografierte China-Musicalszenen, um wieder zurückzugleiten in die langsame Annäherung eines Paars mitten in einer wegverkauften Welt aus Sex. Der erste Kuss: in der "Nur-für-Erwachsene"-Kammer des Videoladens. Ein Aussaugen ist die Liebe, damit fängt es an. Und nur darauf kommt es an, bis zur letzten, überwältigenden Szene."

17. Februar 2005 | THE WAYWARD CLOUD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte erzählt Binsenweisheiten: Kein Filmgenre hat mit dem Nebeneinander von Fiktion und Realität in direkterer Weise zu tun als der so genannte Pornofilm. "In einer nie gesehenen Verbindung aus expliziten Sexszenen und schwelgerischen Musicalchoreographien zaubert Tsai ein zeitloses Meisterwerk des erotischen Films - so poetisch wie Jacques Demys MÄDCHEN VON ROCHEFORT und so veristisch wie Andy Warhols BLOW JOB. Ungeachtet der Frage, ob das nun als Bärenkategorie durchgeht: Die Berliner freuten sich gestern über den besten Sexfilm der Kinogeschichte."

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