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ULTRANOVA

ULTRANOVA

Regie Bouli Lanners
Kinostart 05.01.2006

Kritiken • ULTRANOVA

07. Januar 2006 | ULTRANOVA • Kritik • Die Tageszeitung

Für Sebastian Frenzel zeigt der Regisseur selbst die grauesten Vorstädte und Industriebrachen Walloniens noch in malerisch-schönen Cinemascope-Bildern. "Manchmal bleibt in diesem kleinen, ganz großartigen Film die Kamera zu lange auf einer Einstellung, geht über den Handlungspunkt hinaus, als wüsste auch der Regisseur nicht wirklich weiter, als könnte auch er nicht über seine Bilder und die Geschichte verfügen. 'Meine Helden', sagt Bouli Lanners, 'sind wie kleine Sterne, deren Wärme man erst bei ihrer Implosion wahrnimmt, wie Supernovas, die vor ihrem endgültigen Tod ein letztes Mal leuchten. Ich hoffe, dass sie nicht endgültig sterben. Ich hoffe, dass sie darüber hinauskommen.'"

05. Januar 2006 | ULTRANOVA • Kritik • Neues Deutschland

Keinen Trost bietet der Film laut Gunnar Decker. "Wenn Regisseur Bouli Lanners sagt: "Ich zeige die Welt in ihrer natürlichen Traurigkeit", dann ist das natürlich ziemlich hybrid. Aber, dass dieser Film von einem traurigen Regisseur gemacht wurde, daran besteht kein Zweifel. Dass er dabei mit umgekehrtem Schillerpathos nach der ganzen Welt greift, gibt der Trauer jenes Moment an Lächerlichkeit, ohne die sie nicht auszuhalten wäre. Ganz neu, ganz anders wird dieses schon halb verbrauchte Leben nicht mehr. ... Am Ende mag man bei diesem Film nicht fragen, ob er nun gelingt oder nicht. Er ist auf einprägsame Weise seltsam."

04. Januar 2006 | ULTRANOVA • Kritik • fluter.de

Erinnert fühlte sich Nana A. T. Rebhan an die besten Filme Kaurismäkis oder Jarmuschs, Filme voller Lakonie. "Die sorgfältig kadrierten Cinemascopeaufnahmen der Industrielandschaft kontrastieren mit den unaufgeregten, einsilbigen Figuren und der Handlung, die ohne dramatische Höhepunkte dahinfließt. Nachvollziehbar ist deshalb, dass sich Gefühle in ULTRANOVA vor allem über den hervorragenden elektronischen Soundtrack des DJs Jarby McCoy vermitteln. Bouli Lanners hat dessen minimalistische Klänge unauflösbar mit den Bildern verwoben. Sie tragen einander gegenseitig. ULTRANOVA ist ein kleiner, in seiner Reduziertheit radikaler Film. Ein mutiges Debüt, das einen starken Stilwillen demonstriert."

02. Januar 2006 | ULTRANOVA • Kritik • film-dienst 01/2006

Für Ulrich Kriest besteht ULTRANOVA aus einer losen Folge von Szenen, die in ihrer ausgestellten Künstlichkeit einen episch-theatralischen Effekt produzieren. "Bouli Lanners erzählt Geschichten aus der Welt, die auch die Brüder Dardenne in ihren Filmen beschäftigen. Es ist etwas faul im Staate Belgien, der doch nur die Zukunft postindustrieller Staaten antizipiert. Auf die Zurichtung des Menschen reagiert Lanners mit tiefschwarzem Humor und einer offenen, bildhaften Erzählweise, die auf kreative und neugierige Zuschauer vertraut. So fungiert das Kino vielleicht schon als Gegengift zur psychischen Verelendung."

Januar 2006 | ULTRANOVA • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

16. Februar 2005 | ULTRANOVA • Kritik • Berliner Zeitung

Für Claus Löser darf ULTRANOVA nicht untergehen. "Bouli Lanners war Maler und Schauspieler, bevor er über der Beschäftigung mit Super-8-Experimentalfilmen zum Regisseur wurde. ULTRANOVA ist sein erster Langfilm und stilsicher in Szene gesetzt: Das Cinemascope-Format kontrastiert reizvoll mit dem Understatement von Figuren und Ort. Merkwürdige Ereignisse verschieben immer wieder die Perspektive. Das ist intelligentes, zeitgemäßes Kino, dessen unaufgeregte Stimme im Festivaltrubel nicht untergehen sollte."

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