Inhalt • FOLLOWING
Der Einzelgänger Bill verfolgt fremde Menschen quer durch London - unter dem Vorwand, als Schriftsteller zu recherchieren, aber aus voyeuristischer Neugier. Einer der Beschatteten stellt Bill zur Rede und überrascht ihn: Cobb ist Einbrecher und raubt Wohnungen nicht einfach aus, sondern genießt die Macht, in deren Leben einzudringen. Bill begleitet Cobb bei Einbrüchen und wird immer stärker in etwas hineingezogen, das er nicht kontrollieren kann. Zumal er sich in die Geliebte einer Unterweltgröße verliebt...
Kritik • FOLLOWING • 17. Februar 2005 • Berliner Zeitung
Bert Rebhandl hat ein Grundmotiv des Films entdeckt aus Dostojewskis "Schuld und Sühne". "Anfang und Ende der Geschichte liegen nicht strikt vorn und hinten, stattdessen sind Erzählfäden ineinander verwoben. Nolan verfügt souverän über die Zeit. Zwischen den Szenen fällt das Bild immer wieder ins Dunkel - ganz so, als gäbe es keine Ursache und Wirkung, sondern nur absurde Momentaufnahmen. ... Christopher Nolan nützt in "Following" die Formensprache des halbdokumentarischen Kinos; mit der Handkamera ist er Bill häufig dicht auf den Fersen, er verdoppelt also das Spiel des "Beschattens", das er zudem durch die Ästhetik der Schwarz-Weiß-Bilder noch betont."