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SILENTIUM

SILENTIUM

Regie Wolfgang Murnberger
Kinostart 03.03.2005

Kritiken • SILENTIUM

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Die Tageszeitung

Hannah Pilarczyk spricht von einer großen Respektlosigkeit bei der schwarzen Krimikomödie. "Gerade weil SILENTIUM die schwergewichtigen Themen nur streift, findet der Film ganz neue Bilder jenseits der abgekauten Zeichensysteme von Religion und Bildungsbürgertum. ... Zusammengehalten wird dieses bunte Tableau an zerhackstückelten Leichen und Geschichten von Josef Haders Brenner, der wachsam und doch todmüde durch Salzburg stolpert. Irgendetwas scheint ihn anzutreiben, den Toten und den noch Lebenden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Vielleicht ist es sein Anstand, vielleicht auch nur seine nicht enden wollenden Kopfschmerzen, so ganz klar wird das nicht."

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Die Tageszeitung

Peter Unfried ist dem Kabarettisten und Schauspieler Josef Hader begegnet und spricht mit ihm über sein neues Programm und seinen neuen Film SILENTIUM.

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Karl Hafner spricht mit dem Regisseur über Krimis und Katholizismus - und neue Pläne als Regisseur.

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Kerstin Decker ist SILENTIUM etwas für die Liebhaber der gröberen Pointen, wo die Bösen die immer noch Böseren sind. "Nein, den Charme und die Tiefe des Solo-Haders - man denke nur an "Privat" - hat SILENTIUM nicht: Hier trägt er vorzugsweise und arg grobpointig riesige Holzkreuze durch erzbischöfliche Gewölbe. Auch die wunderbare Morbidität des wohl noch immer schönsten Hader-Films - INDIEN, zusammen mit Andreas Dorfer - erreicht SILENTIUM nicht annähernd. Andererseits: Kaum einer spielt Verlierer so verloren wie Hader. Und das macht er auch hier."

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Christina Heiden vergleicht Buch und Film miteinander. "Die Übersetzung in ein anderes Medium ist bei der zweiten Haas-Verfilmung freier geworden. Der Plot weicht an entscheidenden Stellen vom Buch ab, der Sound der Vorlage ist jedoch umso besser getroffen. Den Filmemachern gelingt es, für das Entlarvende von Haas' Komik einen nonverbalen Ausdruck zu finden - eine Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass Haas' Romane in erster Linie Sprachkunstwerke sind und sein Held die Kriminalfälle (darin der Psychoanalyse verpflichtet) vorzugsweise mit Hilfe freier Assoziation löst."

03. März 2005 | SILENTIUM • Kritik • Neues Deutschland

Des Österreichischen oder Bayerischen mächtig zu sein wäre von Vorteil, meint Pit Homilius. "Die Krimikomödie ist von einer speziellen Melange aus genregemäßem Thrill und einer geballten Ladung schwarzen Humors, ein dahinwalzerndes Hitchcock-Zitat. Das bewährte Trio Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger (Buch, berühmt-berüchtigt durch "Komm, süßer Tod" mit Wien als topologischem Hintergrund) legt in dem ihm eigenen Zynismus eines süßen Bonbons mit giftiger Füllung erneut die österreichische Seele frei. Und rast mit der Groteske durchs Zeitgeschehen, denn: Salzburg ist überall."

März 2005 | SILENTIUM • Kritik • film-dienst 05/2005

SILENTIUM liegt jenseits aller 'Tatort'-Harmlosigkeit, meint Wolfgang M. Hamdorf. "Vor dem blauen Sommerhimmel und der anhei­melnden Zuckerbäckerarchitektur der Stadt entfalten Regisseur Wolfgang Murnberger, Hauptdarsteller Josef Hader und der Autor des adaptierten Romans, Wolf Haas, eine grotesk überzeichnete und dunkel verschachtelte Geschichte, die ebenso spannend wie grotesk von den Abgründen und Verflechtungen einer zur zweiten Natur gewordenen Korruption handelt. ... Die konventionelle Detektivgeschichte mit doppelten Boden ist ein schwarzhumoriges Schauerstück, das mit hintergründigem Humor Versatzstücke der großen gesellschaftlichen Skandale Österreichs (etwa den des Priesterseminars in St. Pölten) aufgreift und in einen giftig schillernden Mikrokosmos einfließen lässt; die Festspielstadt Salzburg erscheint hier als archaisch feudale, dekadente Klassengesellschaft."

März 2005 | SILENTIUM • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

März 2005 | SILENTIUM • Kritik • epd-film 03/2005

Mit schrägem Humor und blutigem Ernst ermittelt Brenner, meint Rudolf Worschech. "Die Figur des Brenner hat sich sichtlich entwickelt in den vergangenen vier Jahren. Der Mann ist desillusionierter, und Josef Hader, dem man nach diesem Film den Iffland-Ring für seine Außenseiter-Rollen geben möchte, spielt diesen Kauz als einen, der eigentlich gar nicht glauben möchte, was er zu Tage fördert."

16. Februar 2005 | SILENTIUM • Kritik • Die Tageszeitung

Hannah Pilarczyk spricht mit Wolf Haas, den Hochkultur-Kritik anödet.

16. Februar 2005 | SILENTIUM • Kritik • Spiegel

SILENTIUM ist für Lars-Olav Beier der Beweis: Selbst in Salzburg badet man gern in Blut. "Am helllichten Tag tropft's da von oben auf die arglosen Passanten - auf einem Dach liegt eine frische Leiche."

12. Februar 2005 | SILENTIUM • Kritik • Berliner Zeitung

Wolfgang Fuhrmann hat das Prinzip des Films entdeckt: "Es geht voran und im Kreis zugleich, der Fall wird gelöst und alles bleibt beim Alten. ... In seiner ausfransenden Dramaturgie aus Leerlauf und gescheitertem Aktionismus, in der grantigen Intuition des Anti-Helden kommt dieser Film der Romanvorlage ziemlich nahe. Die Kulissen - Salzburger Festspiele und Salzburger Katholizismus - sind dabei nur aufgestellt, damit es etwas zu sehen gibt. Der wahre Schauplatz ist die österreichische Seele, die sich erfolgreich jeder Zielgerichtetheit widersetzt."

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