Inhalt • SILENTIUM
Die Salzburger Altstadt scheint seit kurzem ein Magnet für Selbstmörder zu sein. Gottlieb Dornhelm, Schwiegersohn des Festspielpräsidenten, wird tot am Fuß des Mönchbergs gefunden. Seine Witwe, Konstanze, engagiert Brenner. Sie glaubt an Mord, hat der Tote doch vor kurzem einen Skandal heraufbeschworen, indem er sich bei der Presse über seine "Erziehung" unter dem Erzbischof im Knabenkonvikt äußerte. Brenner kann sich anfangs keinen Reim auf seine Beobachtungen machen. Als er selbst unter Mordverdacht gerät, überstürzen sich die Ereignisse, und am Ende ist er wieder einmal um eine bittere Erfahrung reicher...
Kritik • SILENTIUM • 03. März 2005 • Neues Deutschland
Des Österreichischen oder Bayerischen mächtig zu sein wäre von Vorteil, meint Pit Homilius. "Die Krimikomödie ist von einer speziellen Melange aus genregemäßem Thrill und einer geballten Ladung schwarzen Humors, ein dahinwalzerndes Hitchcock-Zitat. Das bewährte Trio Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger (Buch, berühmt-berüchtigt durch "Komm, süßer Tod" mit Wien als topologischem Hintergrund) legt in dem ihm eigenen Zynismus eines süßen Bonbons mit giftiger Füllung erneut die österreichische Seele frei. Und rast mit der Groteske durchs Zeitgeschehen, denn: Salzburg ist überall."