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WIE IM HIMMEL

WIE IM HIMMEL

Regie Kay Pollak
Kinostart 20.10.2005

Kritiken • WIE IM HIMMEL

20. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling will den Film nicht auf seine Klischee beschränken. Der "genaue Blick auf das soziale Gefüge ist die Stärke des Films, ob das nun die Risse in der Fassade der heilen Welt sind oder die außerordentlich realistische Darstellung eines Chors mit seinen ganz unterschiedlich gearteten Mitgliedern. ... Dem Regisseur Kay Pollack glückt nun nach fast zwanzig Jahren Pause ein intensiver Film: Der Anfang mit seinen Zusammenschnitten aus Daniels Kindheit und zerstörerischer Karriere und wie das mit einer langen Fahrt durch eine schwedische Winterlandschaft in die Erzählgegenwart mündet, ist so originell wie eindrucksvoll. Mit seiner Wendung zu den Menschen wirkt er danach nicht mehr ganz so originell, aber eindrucksvoll bleibt er bis zum Schluss."

20. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben ist enttäuscht und vermutet, daß der Regisseur seine Schuldgefühle kompensieren muß. "Das könnte jedenfalls erklären, warum uns WIE IM HIMMEL mit ängstlicher Anpassungsbereitschaft auch die kleinste Überraschung erspart und seine schlichten Wahrheiten von der heilenden Kraft der Musik und dem Mut zum eigenen Leben in soviel Watte verpackt, dass es garantiert niemandem mehr weh tut außer den grässlichen Bösewichtern selbst. Doch die - Kaninchenschlächter, Biersäufer, Frauenschläger und verheuchelten Pornowichser - gehen bestimmt nicht in solch einen anständigen Film."

20. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • Neues Deutschland

Für Gunnar Decker ist der Film ein Selbsttherapieversuch des Regisseurs. "In dem Film wird viel gesungen und noch mehr geweint - und der Zuschauer wird eingeladen mitzusingen und mitzuweinen. Mich hat diese filmische Gruppentherapie, die immer sentimentaler wurde, am Ende stark befremdet. Eben weil dieser Film so bildmächtige Szenen besitzt, ärgert der forcierte gute Wille, der jede Ästhetik verdirbt. Plötzlich stimmt nichts mehr. ... Ich wage die Prognose, wem dieser Film gefallen könnte und wem nicht. Wer jeden gleich duzt, anfasst und eine Therapie besucht, der ist hier richtig. Ein Film, so warm und stickig wie ein Kuhstall. Wer es lieber etwas kühler, distanzierter, aber dafür auch artistischer hat, der sollte besser einen Bogen um WIE IM HIMMEL machen."

19. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • fluter.de

Für Ula Brunner kränkelt der Film an einer Überdramatisierung. "Es macht Spaß zu beobachten, wie Kay Pollack, der zuletzt Mitte der 1980er-Jahre Regie bei Filmen führte, die verstaubte Atmosphäre aus eingetretenen Alltagsgewohnheiten und selbstgefälliger Bigotterie aufmischt. Dass er dabei eine riesige Konflikt-Palette bemüht - geistige Behinderung, Kindheitstraumata, Eifersuchtsdramen, puritanische Frömmelei -, überfrachtet seine Geschichte allerdings unnötig."

17. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • br-online

Einen vitalen und wunderbar kraftspendenden Film sah Kirsten Liese. Einfühlsam gelingt es dem Regisseur die Suche nach sinnvollen Lebensinhalten mit sozialem Konfliktstoff zu verbinden. "Nur bei der Musik war der Regisseur schlecht beraten. Die Songs von Py Bäckman, Leyla Yilbar Norgren oder Bengt Palmers mögen sich zwar im Norden großer Popularität erfreuen, aber dass ein Stardirigent, der sonst Bruckner, Wagner oder Mendelssohn studiert, plötzlich auf Folk und Pop umschwenken soll, ist in Wirklichkeit kaum denkbar. ... Trotz solch künstlerischer Mängel ist WIE IM HIMMEL ein vitaler, kraftspendender wunderbarer Film. Einer, der direkt aufs Zwerchfell geht. Und vielleicht demnächst einen neuen Boom entfachen wird - bei den Laienchören."

13. Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • film-dienst 21/2005

Schon lange ist für Michael Kohler kein musikalisches Genie mehr derart inbrünstig als lebensuntüchtig vorgeführt worden wie dieser tragische Held. "Der klassische Gegensatz des Künstlerdramas zwischen Individuum und Kollektiv wird dann aber recht gewitzt in der Dramaturgie eines Chorfilms aufgelöst. ... Auch Kay Pollak möchte sein Publikum im Innersten berühren, doch erweisen sich seine Mittel als zu beschränkt, um dem mit Genie- und Genrekitsch gleichermaßen überladenen Drehbuch Leben einzuhauchen. ... Nur starke Einzelne bilden eine starke Gemeinschaft, ist die Botschaft dieser Filme, die in WIE IM HIMMEL einen dem Titel entsprechenden spirituellen Beiklang erhält. Allerdings ergeben noble Absicht und biederes Handwerk diesmal ein zu unansehnliches Geschwisterpaar, um in ästhetischer Hinsicht zu überzeugen."

Oktober 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

15. Februar 2005 | WIE IM HIMMEL • Kritik • Berliner Zeitung

Reden wir nicht länger drumherum: Trotz aller Anzeichen von Qualität und obwohl alles schön ruhig und schlicht gefilmt und mit vielen guten Gesichtern besetzt wurde, ist das Ergebnis inhaltlich derart überladen mit tiefsten Gefühlen und höchsten Werten, dass man nicht ins Taschentuch weinen, sondern es mürrisch zerfetzen muss.

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