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KEKEXILI

KEKEXILI

Regie Lu Chuan
Kinostart 08.12.2005

Kritiken • KEKEXILI

09. Dezember 2005 | KEKEXILI • Kritik • Der Freitag

Der Film erinnert Barbara Schweizerhof im besten Sinne an einen klassischen Western. "Bereits von den ersten Bildern an gibt es im chinesischen Film KEKEXILI etwas von jenem Abenteuer-Atem, der die Faszination des Western ausmacht, etwas von dieser einmaligen Verbindung aus opulenten rauen Landschaftsbildern und bedrohlichen Konflikten, aus wortkargen männlichen Helden und einer gerechten Sache, für die es zu kämpfen gilt. ... Trotz all dieser Genre-Elemente in Plot und Setting ist KEKEXILI, eine der Entdeckungen des Forums der vergangenen Berlinale, dann doch kein "wirklicher" Western. Was zum einen daran liegt, dass die Gewalt in diesem Film kein bisschen spielerisch verbrämt wird; sie hat etwas erschreckend Ungeschminktes, die Lebensfeindlichkeit der Fels- und Eiswüste verschärft sie ins unerbittlich Existentielle."

08. Dezember 2005 | KEKEXILI • Kritik • Die Tageszeitung

Großartige Panoramatotalen und Protagonisten haben Sven von Reden an die Spätwestern erinnert. "Ein typischer Westerntopos: Der wortkarge, wettergegerbte Protagonist nimmt das Recht in die eigene Hand - vor einer malerischen Kulisse, in der die Zivilisation noch nicht Fuß gefasst hat. Auch das Motiv der epischen Verfolgungsjagd, in der die moralischen Grenzen zwischen Verfolgern und Verfolgten immer mehr verschwimmen, kennt man aus Klassikern des Genres ... Passenderweise drehte Regisseur Chuan im Italowestern-Superbreitwandformat 2.35:1. Klein und unbedeutend verlieren sich die Akteure vor den sich im Dunst auftürmenden Bergen. Die Natur scheint gleichgültig gegenüber den Werten und Machenschaften der Menschen. Gut und Böse sind keine Kategorien, die hier zählen, das Überleben ist schwierig genug."

07. Dezember 2005 | KEKEXILI • Kritik • fluter.de

Einen Film über das Überleben sah Cristina Moles Kaupp. Der Regisseur "hat die dokumentarischen Fakten zu einem brisanten, sehr realistischen Spielfilm verwoben. Den schwelenden China-Tibet-Konflikt allerdings umgeht Lu Chuan geschickt: Er bringt den Journalisten Ga Yu aus Peking ins Spiel, der dank seiner tibetischen Wurzeln rasch von den aufeinander eingespielten Mitgliedern der Patrouille akzeptiert wird, ansonsten dreht sich KEKEXILI hauptsächlich um das politisch neutrale, global verständliche Thema Naturschutz."

06. Dezember 2005 | KEKEXILI • Kritik • film-dienst 25/2005

Viele Elemente des Films erinnerten Hans Jörg Marsilius an einen Western.: "die Rolle der monumentalen und endlosen Landschaft mit ihren verschiedenen Gesichtern bei wechselnden Witterungen, die die Bedeutungslosigkeit der Menschen noch betonen; das Verschmelzen von Gut und Böse angesichts eines quasi rechtsfreien Raums, in dem persönliche Obsessionen schnell zur eigentlichen Triebfeder werden; Männerwelten mit ihren Riten, die bei allem Ernst schon wieder lächerlich wirken; und natürlich das Motiv der Jagd an sich, die lakonisch, schonungslos, fast schon dokumentarisch in Szene gesetzt wird."

14. Februar 2005 | KEKEXILI • Kritik • Berliner Zeitung

Jan Brachmann hat eine Mischung aus Reportage und Western gesehen. "Orte und Personen werden ruppig-knapp ins Bild gerückt. Etwa das Begräbnis eines ermordeten Wildhüters: der nackte Leichnam, die geschnitzten Gebetsmühlen, der zuschauende Journalist, die herannahenden Geier, das Dorf mit weiß-roten Häusern. Alles nur für ein, zwei Sekunden im Bild. Reportagestil. Sätze ohne Verben. Etwas hilflos wirkt diese Kreuzung der Genres. Die Anstrengung, Authentisches mit fiktionalen Mitteln nachzustellen, verhindert, dass der Film sich wirklich auf seinen Gegenstand einlässt. Das Thema fesselt, die Figuren aber bleiben ohne Geschichte und ohne innere Motive."

14. Februar 2005 | KEKEXILI • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tillmann wird hier eine Heldengeschichte im Stil eines klassischen Westerns erzählt, "eine Sage wie aus alten Zeiten, auch wenn die Handlung erst zehn Jahre zurückliegt. Im Zentrum steht die charismatische Figur von Ri Tai, dem Anführer der Wildhüterbande: ein Clanchef in schwarzem Leder, ungeduldig, gewalttätig, selbstherrlich, der seine Truppe in Angst und Schrecken hält."

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