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KOMBAT SECHZEHN

KOMBAT SECHZEHN

Regie Mirko Borscht
Kinostart 09.06.2005

Kritiken • KOMBAT SECHZEHN

11. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • Die Tageszeitung

David Denk hat ein verstörendes Debüt, eine Zumutung gesehen. "Genau 90 Minuten lang muss man anderen Menschen tatenlos beim Versagen zuschauen. ... Ansonsten bekommt es dem Film allerdings sehr gut, dass er auf die üblichen Verdächtigen der deutschen Jungschauspieler verzichtet und stattdessen auf unverbrauchte Gesichter setzt, bei denen man nicht automatisch ihre Rollen in irgendwelchen Popcorn-Produktionen mitdenkt."

11. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • Der Tagesspiegel

Ambitioniert ist KOMBAT SECHZEHN für Bodo Mrozek. Der Film "treibt in harten, schmutzigen Bildern auf die Entscheidung zu: schlechte Freunde oder gutes Gewissen? Der jugendliche Hauptdarsteller muss dabei stellvertretend für die Deutschen alles ausbaden, was bei der Vereinigung schief lief, und zwar auf die ganz harte Tour. KOMBAT SECHZEHN ist nicht nur einer der seltenen deutschen Kampfsportfilme, es ist auch einer der wenigen Taekwondo-Filme überhaupt. Dem Thema Neonazis hat der in Cottbus aufgewachsene Berliner Regisseur Borscht (Jahrgang 1971) allerdings nichts Neues hinzuzufügen: Er variiert Motive aus AMERICAN HISTORY X, OI! WARNING oder ROMPER STROMPER. Dabei erliegt er streckenweise unfreiwillig der Blut-und-Schlamm-Ästhetik der Skinheads."

09. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Jan Brachmann sagt der Regisseur der deutschen Zivilgesellschaft ins Gesicht, dass er sie für morsch und selbstgefällig hält. "KOMBAT SECHZEHN ist eine peinsam präzise Analyse dessen, was Emile Durkheim vor mehr als hundert Jahren den Zwangscharakter sozialer Tatbestände nannte. Ein harter, treffender Film, der jenseits des Wahlkampfgeredes auch Gründe für den Erfolg der NPD offen legt. Er macht klar, dass die Zivilgesellschaft auf den Ernstfall einer moralischen Selbstbewährung nach Innen nicht vorbereitet ist. Sie verlässt sich auf eine bedenklich kurze, materiell gesicherte Tradition. Ob sie dem Druck des wirtschaftlichen und sozialen Niedergangs in naher Zukunft standhalten wird?"

08. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • br-online.de

Als lebensnah und kenntnisreich schätzt Margret Köhler den Film ein. "KOMBAT SECHZEHN schreckt - wie die ähnlich gelagerten Filme AMERICAN HISTORY X oder OI! WARNING - nicht vor brutalsten Szenen zurück, setzt auf die Ästhetik der Jugendkultur, ohne in den Fehler der Über-Ästhetisierung zu verfallen. ... KOMBAT SECHZEHN ist nicht perfekt, manchmal verlieren sich Nebenstränge, der Vater-Sohn-Konflikt wirkt plakativ wie auch die Tatsache, dass Georgs Freundin aus dem Westen auch noch farbig sein muss. Dennoch trifft der Film den Nerv eines jungen Publikums, er spricht ihre Sprache und spielt in einer vielen vertrauten Welt von Orientierungs- und Perspektivlosigkeit. Und die gibt es nicht nur im Osten."

08. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • Schnitt

Für Franziska Heller ist KOMBAT SECHZEHN in jeglicher Hinsicht ein gemischter Film. "Doch so krude die Mischung zunächst wirken mag - Teenagerprobleme, Ostdeutschland, Rechtsradikalismus und Taekwando-Leidenschaft - in manchen Momenten entwickelt KOMBAT SECHZEHN einen Sog und eine Feinfühligkeit für Ursachen und Ambivalenzen des Mitläufertums, die nicht unerwähnt bleiben sollten. ... An manchen Stellen zeichnet der Film in den Anlagen der Charaktere jene Grauzonen, die es so schwer machen, Faschismus und seine Phänomene zu erklären. Vor allem die Entwicklung der Freundschaft von Thomas und Georg legt viele Facetten offen."

07. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • fluter.de

Plakativ, platt, plump kommt kommt der Film für Silke Kettelhake daher; die Story ist eher mit den ganz großen Nadeln gestrickt. "Das ganz große "Keiner versteht mich", das Pubertätstestosteron, die harten Eier, die wehtun. Auch der Look ist durchschaubar wie der Anfang im Kopfrechnen: sonnig, sonnig, die Sommerbilder der ersten Hälfte, entsättigte Farben, harte Schnitte, Clip-Ästhetik zum Ende. Und trotzdem oder gerade drum: Der kracht, der Film. Wie die Zähne beim Bordsteintritt: Obere Leiste der Vorderzähne beißen auf den Bordstein, Stiefeltritte sorgen dafür, dass die Ohnmacht zum Tod werden kann. Ein harter Film über eine harte Wirklichkeit. Ist aber nötig!"

07. Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake hat mit Regisseur Mirko Borscht über seinen Film gesprochen.

Juni 2005 | KOMBAT SECHZEHN • Kritik • filmz.de

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