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MEERESFRÜCHTE

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Regie Olivier Ducastel
Jacques Martineau
Kinostart 21.07.2005

Kritiken • MEERESFRÜCHTE

23. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Daniela Pogade ist die Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi die führende Neurotikerin des französischen Films.

21. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Berliner Zeitung

Ein ganz und gar französisches Filmsettin hat Daniela Pogade wahrgenommen. Die Kritikerin sah "eine sommerliche Komödie, die allgemein als "beschwingt" gepriesen wird - das ist jedoch etwas übertrieben, denn es herrscht zwar Leichtigkeit vor, gleichzeitig aber eine süße Trägheit, welche vor allem der Hauptfigur Béatrix (Valeria Bruni-Tedeschi) geschuldet ist. ... Valeria Bruni-Tedeschi und Gilbert Melki sind in dieser Produktion makellos, sie in ihrer reizenden Saumseligkeit, er, wie er stirnrunzelnd den aufziehenden Kontrollverlust fürchtet. Man mag sich gar nicht vorstellen, was der Film ohne die beiden anstellen würde. Vielleicht wäre gar nicht so viel los mit ihm. Im schlimmsten Fall blieben ein paar Witzchen über dauerduschende Jugendliche und nackte Liebhaber hinter Gartenhecken."

21. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Die Tageszeitung

Sebastian Frenzel hat sich von dem sommerlichen Flair nicht einfangen lassen. "Ducastel und Martineau lassen die Klischees reichlich gegeneinander krachen und schmücken ihren Film mit jeder Menge Vaudeville-Elemente aus. Türen knallen, es werden Songs aufs Parkett gelegt, und es wird zu lange zu warm geduscht - nur witzig ist das alles nicht. Den Überzeichnungen fehlt es an Biss, den burlesken Einlagen mangelt es an Schwung und Originalität. Statt Komik herrscht Klamauk, und wenn der Film gerade mal nicht zwanghaft versucht, witzig zu sein, kommt er mit einer reichlich bräsigen Back-to-nature-Romantik daher."

21. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das Regieteam probt laut Lasse Ole Hempel klassischen Sujets an neuen Stoffen und Ideen aus. "Ganz anders als in den Filmen des heiteren Melancholikers Rohmer, der doch meist auf der Vergänglichkeit und Kurzweiligkeit des Glücks besteht und zu einer milden Tragik neigt, löst sich bei Ducastel und Martineau der Sommer der Wirrungen und Täuschungen in eitel Sonnenschein und einem (allerdings ironisch überzogenen) Paradies auf. Am Ende bekommt jeder, was er braucht - so was nennt man auch einen Urlaub für die ganze Familie."

21. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Neues Deutschland

Die prickelnd leichte Komödie der Irrungen und Wirrungen findet Caroline M. Buck gelungen. "Die Regisseure, Teddy-Preisträger 2000 mit DROLE DE FÉLIX, haben ihren Film 'eine Art Märchen im Stil des Vaudeville' genannt und ihrem potenziell dramatischen Stoff vom Zerfall einer Familie in komplett neue Aggregatzustände jede melodramatische Zuspitzung versagt. Was bleibt, ist ein Sommer der Veränderungen, in dem die einen erwachsen werden, während die anderen sich endlich ihren wahren Wünschen stellen lernen - und, anders als im wirklichen Leben jenseits der Leinwand, keiner dabei der Verlierer ist."

20. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christiane Peitz ist der Film - eine Burleske voller libidinöser Turbulenzen - mit einer gehörigen Portion erotischer Anarchie ausgestattet. "Das Komödien-Genre selbst leistet sich gewissermaßen Seitensprünge, wenn es Anleihen beim Realismus der nouvelle nouvelle vague macht, um im nächsten Moment wieder Musical-Partikel einzustreuen. Wenn nichts mehr hilft, dann wenigstens die flüchtige Wohltat des Gesangs. So paart sich schiere Fleischeslust mit feiner Melancholie und dem Esprit jener lauen Julinächte, in denen die Sinne hellwach und die Begierden leicht schläfrig werden. Ein Film wie ein Taumel, sanft wie eine Sommerbrise und doch mit ebenso sanften Realitätsschocks versetzt, wenn das Duschwasser mal wieder zur Unzeit eiskalt wird."

20. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • fluter.de

Erfrischend fand Cristina Moles Kaupp diese sommerliche Komödie. "Wer mit wem, warum und wie lange noch - MEERESFRÜCHTE taucht tief in Beziehungsmuster, findet Lebenslügen, stellt Fragen nach Identität und sexueller Orientierung und serviert herrlich gelassen geistreiche Lösungen."

17. Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • br-online.de

Es geht rund in diesem Film, meint Margret Köhler. "Olivier Ducastel und Jacques Martineau schwebte eine Schwulenversion von Francois Truffauts DIE FRAU NEBENAN vor, dann fiel die Entscheidung zugunsten eines Liebeskarussels, bei dem sich Männlein und Weiblein in diversen Konstellationen wiederfinden. Beim Auflug ins bürgerlich determinierte Sodom und Gomorrha vermeiden sie trotz ständiger sexueller Anspielungen vulgäre Untiefen. Am Ende des triebgesteuerten Dauerlaufs findet jeder Topf seinen Deckel."

Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • film-dienst 15/2005

Temperamentvoll geht es in dem Film zu, schreibt Stefan Volk. "Wie es sich für französische Komödien derzeit (wieder) zu gehören scheint, werden zwischendurch ein paar fröhliche Lieder geträllert, und am Ende löst sich das Knäuel schwungvoll miteinander verwickelter Probleme in Wohlgefallen auf. Bei so viel munter-melodischer Heiterkeit entgeht einem beinahe, dass Ducastel und Martineau zugleich auch einen Abgesang auf die Kleinfamilie anstimmen. ... Tolerant sein; zu sich selbst stehen; sich nicht einengen lassen von Konventionen, Vorurteilen und Tabus; neue, ungewöhnliche Wege gehen: die Botschaften sind unübersehbar, und doch übersieht man sie fast. Gut gelaunt, beschwingt verlässt man das Kino, aber für eine nachhaltigere Wirkung geht der Film, bei dem sich beinahe alles um sexuelle und fast nichts um emotionale Beziehungen dreht, nicht tief genug."

14. Februar 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Spiegel

Für Andreas Borcholte ist der Film ein Geheimtip. "Die federleichte Komödie MARISOS BEACH zeigt eine typisch französische Familie im Urlaub an der Cote d'Azur - nur, dass der brave Familienvater (Gilbert Melki) plötzlich seine unterdrückte Homosexualität wieder entdeckt, der halbwüchsige Sohn nur vorgibt, schwul zu sein und notorisch unter der Dusche masturbiert, während die hypertolerante Mutter (phantastisch: Valeria Bruni-Tedeschi) plötzlich Skrupel wegen ihrer Langzeit-Affäre bekommt. Am Ende sind trotzdem alle glücklich und vereint, jeder nach seiner Facon."

13. Februar 2005 | MEERESFRÜCHTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker hat ein französisches Lust-Spiel am Meer, bei dem es nur um das Eine geht. "Das größte Risiko eines französischen Lust-Spiels am Meer sind Penetranz und Zuschauer-Müdigkeit, hervorgerufen durch die relative Einförmigkeit des Themas. Es wäre unaufrichtig zu behaupten, dass "Crustacés et Coquillages" beiden Gefährdungen ausweicht, ganz im Gegenteil. Es steuert direkt auf dieses Bermuda-Dreieck des Strandfilms zu, anfangs rechnet man jeden Augenblick mit dem Schlimmsten, aber dann sind wir immer noch über Wasser, und irgendwann weiß man, dieser Dampfer ist unsinkbar."

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