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INSIDE DEEP THROAT

INSIDE DEEP THROAT

Regie Randy Barbato
Fenton Bailey
Kinostart 11.08.2005

Kritiken • INSIDE DEEP THROAT

13. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Die Tageszeitung

Für Christina Nord liegt aus heutiger Sicht der Charme von DEEP THROAT in der Unbeholfenheit. "In einem großen Bogen spannen die Regisseure ein Narrativ auf, das von den glücklichen Tagen des Pornos kündet, von jener Zeit Anfang der Siebziger, als jedermann experimentierte, egal ob mit Sex, Drogen oder neuen Lebensformen. Im Kino herrschte ohnehin Aufbruchsstimmung. ... Es waren goldene Zeiten. Paul Thomas Andersons Spielfilm BOOGIE NIGHTS hat jenem moment juste, in dem alle im Einklang mit sich selbst waren, viel Spaß hatten und im selben Atemzug die Gesellschaft liberalisierten, ein Hohelied gesungen. Dass dieses Paradies möglicherweise nie existierte, die Orgasmen vorgetäuscht waren - all das interessiert INSIDE DEEP THROAT nicht."

11. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Neues Deutschland

Offenherzig ist der Film für Marion Pietrzok. "Die Dokumentarfilmer Fenton Bailey und Randy Barbato versuchen, mit Blick auf die Parallelen zwischen den Repressionen der Nixon-Zeit und der heutigen Zensur-Politik der Bush-Regierung, anhand von Archivmaterial und Zeitzeugen-Interviews Hintergründe und gesellschaftliche Bedeutung des Schmuddelfilms zu zeigen. ... Wie dieses amerikanische Sittenbild auch alles in allem nicht so sehr tief blicken lässt, wie es vorgibt. In Videoclip-Manier geschnitten, mit viel technischer Spielerei versehen, mit Hits der 60er und 70er Jahre unterlegt, unterhält der Film kurzweilig, flimmert vorbei und ist vergessen."

11. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Silvia Hallensleben bleibt INSIDE DEEP THROAT viel zu sehr auf den Kampfplatz Zensurdebatte fixiert. Der Dokumentarfilm läßt "die abenteuerliche Produktionsgeschichte des Films mit hübschen Details ebenso Revue passieren wie die überhitzte damalige Rezeption. ... Dabei lassen die Filmemacher in Sachen Meinungsfreiheit nie Zweifel daran, auf welcher Seite sie stehen - ihre liberale Haltung wirkt umso sympathischer, je bigotter die Biedermänner den moralischen Untergang beschwören. Schade nur, dass die Dramaturgie dabei auf Überrumpelung statt Analyse setzt, auch ästhetisch. Im Vergleich zu den manchmal recht spröden Einstellungen des Spielfilms sehen die orgiastischen Schnittgemetzel von INSIDE DEEP THROAT oft so aus, als wollte man mit visueller Dauererregung wettmachen, was an sexuellen Reizen fehlt."

11. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Berliner Zeitung

Die Geschichte des Films DEEP THROAT bündelt ein ganzes Kapitel Kultur- und Sozialgeschichte wie in einem Brennglas, meint Harald Jähner - man muss es nur im richtigen Winkel ins rechte Licht halten. "Genau das macht der Dokumentarfilm INSIDE DEEP THROAT von Fenton Bailey und Randy Barbato: Die Regisseure setzen in einem virtuosen Filmpuzzle die Entstehung- und Wirkungsgeschichte des legendären Pornos Stück für Stück zusammen. INSIDE DEEP THROAT montiert Ausschnitte aus Fernsehreportagen, Talkshowfragmente, einige Szenen aus dem Film selbst mit unzähligen Statements von Zeitzeugen. Das bildet die Essenz des Films, gewonnen aus rund 800 Stunden Interviewmaterial."

11. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Frankfurter Rundschau

DEEP THROAT gehört zu den Phänomen, bei denen die Rezeption des Ereignisses wichtiger ist als das Ereignis selbst. stellt Volker Mazassek fest. Die vergnügliche und aufschlußreiche Dokumentation stellt den Kulturkampf nach.

11. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Die Zeit

Der Dokumentarfilm verklärt die Vergangenheit der Sex-Branche, meint Diedrich Diederichsen. "Das nach diesem Film Allernaheliegendste können seine Autoren aber nicht sehen: dass christlicher Fundamentalismus und industrielle Pornokultur zwei Symptome des gleichen Defekts sind. Nur wo der family-values-Terror sein Regime errichtet, gibt es die Idee der Hure und das Bedürfnis nach Bildern solcher Huren, die man wiederum dafür bestrafen und erniedrigen muss, dass sie einen erregen. Der Film ist allerdings offen, materialreich und unterkommentiert genug, um diesen Umstand auch gegen seine Absicht zu zeigen: nicht als Dokumentarfilm, aber als Dokument."

10. August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • fluter.de

Die Doku über eine ur-chauvinistischste Männerfantasie hat Annette Kilzer überzeugt. "Die ebenso peppige wie Pril-Blumen-poppige Doku wirft einen Blick hinter die historischen Kulissen des finanziell vielleicht erfolgreichsten Films aller Zeiten: Schließlich standen gut 25.000 Dollar Budget einem Einspielergebnis von 600 Millionen Dollar gegenüber. Der Gewinn versickerte jedoch komplett in dunklen Mafia-Kanälen. Es ist aber auch ein Film über Zeitgeschehen und den Kampf um künstlerische Freiheit - ein Kampf, den die USA, so die Meinung der beiden Regisseure, erneut zu verlieren drohen."

August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • film-dienst 16/2005

Die Filmemachert schreiben laut Holger Römers dem Pornofilm reichlich viel übertriebene Bedeutung zu. "Noch fragwürdiger ist, dass Bailey und Barbato DEEP THROAT zum Manifest im Kampf um Meinungsfreiheit stilisieren. Solche unseriöse Deutung verwechselt schlicht Absicht und Wirkung. ... Der Film ist modisch-flott geschnitten, und das Geschehen wird von so vielen zeitgenössischen Pop-Songs untermalt, dass allein die Musikrechte mehr gekostet haben dürften als Damianos Porno. Dass mindestens zwei Songs in BOOGIE NIGHTS zum Einsatz kamen, ist wohl kein Zufall, denn Bailey und Barbato eifern dem Erzählton der ersten Hälfte von Paul Thomas Andersons Spielfilm über die damalige Pornoindustrie nach. Für unvermeidliche Tonwechsel fehlt es ihnen indes an Nuanciertheit."

August 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • br-online.de

Als sehenswerte, vielschichtige und witzige Dokumentation bezeichnet Matthias Leybrand INSIDE DEEP THROAT. Er verdichtet die "Thematiken auf kompakten 90 Minuten zu einem Sittengemälde, das gleichzeitig ein Krimi ist, eine Geschichtsstunde und vor allem ein Stück witzige, interessante Unterhaltung. Die Doku ist virtuos geschnitten und großartig recherchiert. Und sie hat eine erstaunliche Botschaft, nämlich die, dass DEEP THROAT zwar kein guter, aber ein wichtiger Film ist, weil er zeigt, dass es in einer guten Demokratie auch schlechte Filme geben darf. Und sogar schmutzige."

31. Juli 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Der Spiegel

Noch immer beschäftigt der Pornofilm DEEP THROAT die Sittenwächter, schreibt Martin Wolf. Die Dokumentation zeigt als "grelle, flott montierte Mischung aus Archivaufnahmen und neuen Interviews mit Zeitzeugen, wie ein albernes Rammel-Filmchen zum Politikum wurde."

19. Februar 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Berliner Zeitung

Für Jens Balzer werden Kinogeschichten wie diese heute überhaupt nicht mehr erzählt.

14. Februar 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Spiegel

Laut Andreas Borcholte wird die Geschichte des Porno-Klassikers auf äußerst unterhaltsame Weise aufbereitet. Es "fällt auf, dass das alte Europa in Sachen Erotik schon sehr viel weiter ist als Amerika, wo die ganze "Deep Throat"-Debatte gerade wieder von vorne los zu gehen scheint. Natürlich müssen es die in den USA besonders argwöhnisch beäugten Franzosen sein, die vormachen, wie man im Kino ganz unbefangen mit sexuellen Präferenzen, Rollen und Nöten umgehen kann."

13. Februar 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Der Tagesspiegel

Bodo Mrozek hätte gern erst den Film über den Sexualforscher KINSEY gesehen. "Die Dokumentarfilmer Fenton Bailey und Randy Barbato erzählen auf komische Weise ein Stück Sittengeschichte, das eigentlich traurig ist."

12. Februar 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Die Tageszeitung

Die Dokumentation lohnt sich, schreibt Brigitte Werneburg. "Die Recherche zu den Hintergründen der Entstehung, Finanzierung und juristischen Verfolgung von "Deep Throat" zeigt den Film als grandiose Diskursmaschine. Die vom Dokumentarfilmteam Fenton Bailey und Randy Barbato mit Hilfe von Interviews und Originaldokumenten aufbereitete Fülle von Geschichten, Spuren und Anekdoten liefert ein Panorama der produktionstechnischen, juristischen, politischen, ethischen, sexuellen, ästhetischen, massenmedialen und kritischen Theorie und Praxis der Zeit. ... Der Schwachpunkt des Films ist seine Rahmenerzählung vom Aufbruch des Pornofilms in der Unschuld der sexuellen Revolution und seinem Niedergang im reinen Kommerz, der heute die Einspielergebnisse von Hollywood lächerlich erscheinen lässt."

08. Februar 2005 | INSIDE DEEP THROAT • Kritik • Spiegel

Der Spiegel dröselt die Geschichte um den Porno-Klassiker nochmals genau auf.

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