Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

LOST CHILDREN

LOST CHILDREN

Regie Oliver Stoltz
Ali Samadi Ahadi
Kinostart 03.11.2005

Kritiken • LOST CHILDREN

29. März 2006 | LOST CHILDREN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Bundespräsident lud zur Diskussion über Kindersoldaten-Film LOST CHILDREN.

04. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann spricht mit den Regisseuren Ali Samadi Ahadi und Oliver Stoltz.

04. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Die Tageszeitung

Dominic Johnson fragt die Regisseure, wie es ist, sich in Uganda mit einer Kamera vor ehemalige Kindersoldaten zu stellen.

03. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel ist erschüttert über die vier Einzelschicksale, die das Regie-Team herausgegriffen hat. "Und was macht der Zuschauer mit der "unglaublichen Erschütterung"? Spenden? Sich bei einer Hilfsorganisation engagieren? Sich bei Gott beklagen? Die Filmemacher wollen "für eine Änderung der Politik trommeln"; mit den Erlösen aus dem Film soll eine Buschklinik entstehen."

03. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Neues Deutschland

Gut, daß sich die Regisseure genügend Zeit für die Kinder nehmen, meint Gunnar Decker. "Furchtbare Geschichten und schreckliche Bilder. Sie machen hilflos. Auf den ersten Blick ist es ein unangemessen unpolitischer Film, in dem nur die Kinder vorkommen. Auf den zweiten Blick, ist genau das richtig. Denn vor aller Politik kommt das Leben eines Menschen, zumal eines Kindes. Die beiden Regisseure verbergen nicht, dass sie hier ganz Partei sind, sie wollen mehr, als bloß das Geschehen dokumentieren. Wie kann man eine Öffentlichkeit zwingen, diesen so brutal geführten Krieg endlich wahrzunehmen?"

03. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Junge Welt

Im Gegensatz zu jedem Splatterfilm sieht man hier das Gemetzel nicht, schreibt Jochen Hung. "Man hört die Erzählungen aus den Mündern der Kinder, die beteiligt waren. LOST CHILDREN verzichtet fast völlig auf eine Darstellung der Umstände und Auslöser des Bürgerkriegs. Dieser Verzicht auf die Herstellung weitergehender Zusammenhänge ist dem Film vorzuwerfen. Er präsentiert das nackte Elend von vier Kindern, ohne nach seinen Ursachen zu fragen. ... Der Film ist keine politische Reportage, aber auch keine kitschige Mitleidsschmonzette. Die Erzählungen der Kinder sind zurückhaltend aufgezeichnet. Nichts wird durch musikalische Untermalung oder besondere Bebilderung veranschaulicht. Die emotionale Durchschlagskraft des Films ist gerade deswegen enorm. Die eigene Phantasie nämlich kann ein äußerst grausamer Kameramann sein."

02. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • fluter.de

Dokument will dieser Film sein, schreibt Thomas Winkler. "Die Kinofassung, die aus mehr als 120 Stunden Material entstand, zeigt also keine kleinen Killer, gibt sich nicht dem billigen Schauwert hin, setzt nicht auf barbarische Gräueltaten, sondern widmet sich ausführlich der Psyche seiner Protagonisten/innen, der unfreiwilligen Täter. Im Mittelpunkt stehen die Narben, seelische wie physische, die die Kinder davongetragen haben, aber auch die Konflikte ihrer Verwandten oder die psychischen Probleme der Betreuerinnen und Betreuer. Dazu blickt die Kamera immer wieder in apathische Kinderaugen, in denen sich die Abgründe spiegeln."

01. November 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tilmann ist dies ein wichtiger politischer Film. "Weil er hinsehen lehrt, wo die Welt lieber wegsieht, weil er vom unerhörten Mut der Filmemacher zeugt, dort hinzugehen, wo seit Jahren kein Weißer mehr hingegangen ist, und weil er, mitten im Inferno eines seit 20 Jahren andauernden Kriegs und einer Gesellschaft, die ihre Zukunftshoffnung im Kampf verheizt, noch immer von politischen Lösungen träumt."

25. Oktober 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • film-dienst 22/2005

Emotional erschüttert hat der Film Horst Peter Koll. "Nicht, weil LOST CHILDREN mit tiefschürfenden Analysen eines der grausamsten Kriege in Afrika konfrontieren würde, sondern weil er daraus nachvollziehbare kleine Geschichten formt, Geschichten über Kinder, ihre unvorstellbaren Schicksale als 'Kindersoldaten' im umkämpften Norden Ugandas, über ihre Taten und ihr Leiden, ihre körperlichen wie seelischen Wunden und den fast unmöglichen Weg zurück in ein normales Leben. ... Der Schrecken darüber, dass es auf dieser Welt solche Unmenschlichkeit gibt, mag groß sein - doch der Film zeigt Wege, damit umzugehen, um sie am Ende womöglich aus der Welt zu räumen. Es ist dies eine Leistung, die man nicht hoch genug anrechnen kann."

17. Februar 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Berliner Zeitung

Marijke Engel hat dem Filmteam nach der Premiere zugeschaut: Geld organisieren, Pressekonferenzen managen und - den Kindern in Uganda helfen.

15. Februar 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Die Tageszeitung

Geduld prägt den Film, hat Dominic Johnson festgestellt. "Dieser Film setzt trotz des Horrors nicht auf Effekte. Die Regisseure Ali Samadi Ahadi und Oliver Stoltz verfolgen einfach den Weg dieser kriegsgeschädigten Kinder durch eine selbst kriegsgeschädigte Gesellschaft, die mit diesen Kindern nicht zurechtkommt. Und nie ist klar, ob der Weg zu Ende ist. Sie wollen wieder Kinder sein, behauptet Stoltz, der selbst in Namibia während des Unabhängigkeitskrieges aufwuchs, über seine Helden. Der Film spricht eine andere Sprache. Je undurchdringlicher das Dickicht der Städte wird, in denen die Kinder landen, desto mehr sehnen sie sich nach dem Busch zurück, dem wilden Leben als Rebellen."

14. Februar 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker ist entsetzt: Kindersoldaten kosten nichts. "Und je jünger sie sind, desto weniger Skrupel haben sie beim Töten, auch das beweist der Film in seinen langen, wenig geschnittenen, in ihrer Ungekünsteltheit nur umso erschütterndernderen Interviewsequenzen: Der achtjährige Opio hat Schlimmeres begangen als die Großen - aber er erinnert sich daran ohne moralische Hemmungen, ohne Reue. Als seien die Gräueltaten ein Spiel gewesen, das mit der Realität so gar nichts zu tun hatte."

12. Februar 2005 | LOST CHILDREN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz fällt es schwer, den Film auszuhalten. "Es gibt viele Close-Ups in LOST CHILDREN. ... Regisseur Oliver Stoltz erklärt, warum es gar nicht anders ging: Im Kriegsgebiet Totalen aufzunehmen, ist gefährlich. Die Augenhöhe schützt auch die Porträtierten. Zugleich entsteht ein scharfer, dreifacher Kontrast: zwischen der Zartheit der Sprache, der Brutalität des Erzählten und den versehrten, verletzlichen Körpern. Diskretion und Schrecken der Intimität: In der Nahaufnahme schwindet die Möglichkeit der lindernden Distanz."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,31745