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DUMPLINGS

DUMPLINGS

Regie Fruit Chan
Kinostart 04.08.2005

Kritiken • DUMPLINGS

04. August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Die Tageszeitung

Angst und Ekel hat Susanne Messmer gespürt beim Sehen dieses Films. "Nun wäre es sicher ein Leichtes, DUMPLINGS als sarkastische Abrechnung mit Schönheitswahn und als mutige Kritik an der Ein-Kind-Politik in der Volksrepublik China zu verteidigen ... Doch dieser Film ist mehr als ein moralischer Wink: Fruit Chan zeigt in DUMPLINGS auch seine Stadt Hongkong von einer ungewohnten Seite - so, als sei sie im Untergang begriffen. ... Wie vom Rand her kommentiert er die Angst der Bewohner seiner einst so regen Inselstadt, die misstrauisch nach dem "Sprung des Drachen" schielen - auf Energien und Verwerfungen, die Hongkong alt aussehen lassen."

04. August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Groteske über den Jugendwahn hat Karl Hafner überzeugt. "Wie weit würde man gehen, wenn so manches Schönheits-Wundermittel tatsächlich den gewünschten Effekt hätte? Der Hongkong-Regisseur antwortet konsequent: so weit wie möglich, solange der Erfolg zu sehen ist. Wie viel Augenwischerei allerdings dabei ist, lässt er geschickt im Unklaren. ... Wie erträglich das Unerträgliche werden kann, zeigt Christopher Doyles Kamera immer wieder. In Großaufnahmen fängt er Frau Lis anfänglichen Ekel beim Essen ein, um dann die angenehme Distanz zu suchen, schmeichelnd und poetisierend, während allmählich lauter werdende Musik das widerliche Knacken der Knorpel übertönt. Als ob alles wirklich nur eine Frage des Standpunktes wäre. Doch irgendwann wird sarkastisch abgerechnet."

03. August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Jungle World

Sämtliche Figuren sind laut Andreas Hartmann überzeichnet. "Das alles wird freilich in einer - nicht immer hundertprozentig geglückten - Mischung aus Pulp, Trash, Horror und Satire dargereicht. Der Film ist ein seltsamer und schwer definierbarer Genre-Mix, was natürlich auch seinen Reiz ausmacht. ... DUMPLINGS ist voll mit derartig ruppigen Szenen, wobei der Erzählrhythmus stets variiert wird. Zwischen Horror und Schock bleibt immer noch genügend Platz, in einem viel gemächlicheren Tempo von den Nöten der Figuren zu berichten. Es gibt außerdem immer wieder Rückblenden und gewagte Parallelmontagen, auch stilistisch schöpft Chan bei seinem Film aus dem Vollen."

03. August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • fluter.de

Der Regisseur beschäftigt sich mit der Überschreitung von Grenzen, schreibt Sascha Rettig. "Der bewusste Kannibalismus der dekadenten Frauen, die für die Schönheit wohl fast alles tun würden, die deutliche Kluft zwischen Arm und Reich im neuen China oder die Grenze zwischen China, wo Abtreibungen erlaubt, und Hongkong, wo sie verboten sind. Dabei verwischt der Regisseur die Grenzen zwischen gesellschaftskritischem Drama um die Sucht nach ewiger Jugend und einem abwegig realen Horror, bei dem Genuss und Ekel dicht beieinander liegen. Regt die Zubereitung den Appetit noch an, vergeht er einem wieder durch das Wissen um den Inhalt der Teigtäschchen, durch die Schmatzgeräusche beim Futtern oder durch die nicht immer gelungenen Abtreibungen."

03. August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Der Spiegel

Philip Wegmüller spricht mit der chinesischen Schauspielerin Bai Ling über Kannibalismus, gutes Aussehen und ihre Rolle.

August 2005 | DUMPLINGS • Kritik • film-dienst 16/2005

Rüdiger Suchsland lobt überschwenglich die Kamera: "Denn die Bilder sind nicht nur erotisch, fein und genau komponiert, von höchster Eleganz. Eine Kamera, die nie ruhig steht, sucht die Räume ab, nimmt Fragmente und Ausschnitte auf. Indem sie durch Vorhänge oder Wände, hinter Teller, durch kochenden Sud blickt, nie direkt hinschaut, sondern hervorlugt, immer ein wenig aus der zentralperspektivischen Achse verschoben, wirkt sie wie der Blick eines Detektivs. Sie macht den Zuschauer zum Voyeur, streicht durch die Wohnung wie der Wind, der die Vorhänge und Kleidungsstücke bewegt. ... So ist DUMPLINGS ein Film, der Lust und Appetit macht - obwohl er zugleich die Ekelgrenze mehr als einmal überschreitet und schockierende Sujets mischt: Kannibalismus, Abtreibung, Alterung und die Sehnsucht nach ewiger Jugend."

18. Februar 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Die Tageszeitung

Susanne Messmer hat mit dem Hongkonger Kultregisseur Fruit Chan über Wege, sich filmisch dem Alltag zu nähern, gesprochen.

18. Februar 2005 | DUMPLINGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Frank Noack hat erlesene Bilder und viel schwarzen Humor gesehen. Außerdem fragt der Kritiker, ob Jurymitglied Bai Ling einen abendfüllenden Film tragen kann: Sie kann.

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