Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

SCHATTEN DER ZEIT

SCHATTEN DER ZEIT

Regie Florian Gallenberger
Kinostart 12.05.2005

Kritiken • SCHATTEN DER ZEIT

12. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Respekt hat Philipp Bühler vor dem Mut des Regisseur. "Zahlreiche Wunder gibt es in diesen ersten Szenen zu bestaunen. Da ist die Abgeklärtheit, mit der Gallenberger die Kinderarbeit nicht als moralisches Unding, sondern als Realität abhandelt. Das Verständnis, das er seinen Kinderschauspielern entgegenbringt, war schon in QUIERO SER zu beobachten und zieht den Zuschauer unmittelbar in Bann. Und die Kamera, geführt vom Altmeister Jürgen Jürges, verzaubert durch eine makellose Optik, die so klassisch ausfällt, dass sich ein wichtiger Einwand wie von selbst auflöst ... Doch leider: Sobald Ravi und Masha das Erwachsenenalter erreicht haben, fällt der Film in sich zusammen."

12. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Gallenberger taucht das Leben Mashas, die Tänzerin wird, und Ravis, der zum erfolgreichen Teppichhändler aufsteigt, in warme, pulsierende Bilder, die die Tragik der beiden Liebenden scharf hervortreten lässt. Kameramann Jürgen Jürges erhielt für seine Arbeit den Bayerischen Filmpreis. Nun muss sich zeigen, ob sich das deutsche Publikum für die große Liebe auf Indisch erwärmen kann."

12. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Schwamming findet Heike Kühn Titel wie Film. "Menschenhandel, Kinderschändung, die Ausbeutung von Leib und Seele bleiben in Schatten der Zeit Floskeln einer aus sicherem Abstand und zweiter Hand gewonnenen Empörung. ... Die Liebenden kriegen sich nicht, aus allerlei vortrefflichen Gründen, für die Florian Gallenberger als Regisseur und Drehbuchautor sicher viel recherchiert hat, vor allem in Bollywoods Kostümfundus und bei der Fernsehwiederholung von Vom Winde verweht. Die Saris sind wirklich kleidsam. Und erst die Starrköpfigkeit seiner Heldin! Wenn das nicht die Chicken-Masala-Variante von Scarlett O'Hara ist."

12. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Sujet ist ästhetisch für Daniela Sannwald ein Selbstläufer. "Jetzt hat ein deutscher Regisseur eine Bollywood-Produktion für den europäischen Markt gedreht, und zwar in Indien: eine Light-Variante des traditionellen Stoffs, crossovertauglich geschrieben, besetzt und ausgestattet; mit übersichtlichem Personal, nicht zu anspruchsvoller Dramaturgie und vor allem ohne überlange Tanz- und Gesangsszenen. Herausgekommen ist eine Kolonialzeit-Nostalgie in bräunlich-gelblichem Licht einer lang zurückliegenden Vergangenheit als Rückblende gefilmt, in der niedliche, ausgebeutete, arme Kinder zu schönen, unglücklichen, reichen Erwachsenen werden."

11. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • fluter.de

Susanne Gupta fragt sich, warum ein deutscher Regisseur einen "ganz indischen" Film dreht. "Als Geschichtenerzähler erzeugt Gallenberger eine emotionale Wärme auf der Leinwand, der man sich schwer entziehen kann. Wir fiebern und leiden mit Ravi und Masha mit, bis die Tränen fließen. ... Vom Mainstreamkino setzt sich Gallenberger bewusst ab, indem er die Erwachsenenrolle Mashas mit keinem Bollywood-Star besetzte. Tanishta Chatterjee mit dem leicht dunklen Teint hätte in Bollywood kaum Chancen, weil da nicht markante, sondern weiße, süße, mondrunde Gesichter gefragt sind. ... Nach den äußerst schwierigen Filmarbeiten kann Florian Gallenberger, der sich von schwerer Erkrankung in Indien erholen musste, entspannen: SCHATTEN DER ZEIT ist der Beweis für großes internationales Kino."

11. Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • br-online.de

Als warme Bauchfilm bezeichnet Thilo Wydra SCHATTEN DER ZEIT. "Indem Florian Gallenberger bei alledem Mut zur Emotion, zum tiefen Gefühl hat, macht er sich freilich angreifbar, denn nur allzu oft wird Emotionaliät als Kitsch, Klischee und Pathos abgetan. In einer Welt, in der Emotionalität keinen Platz mehr hat. Gallenberger gewährt ihr reichlich Raum in seinem Debütfilm, und das ist gut so. Was man für eine Liebe alles zu tun bereit ist, wie weit man geht, wie sehr man sich aufzuopfern imstande ist - davon spricht dieses Indien-Drama. ... "Schatten der Zeit" ist gewiss kein innovatives, avantgardistisches Kino, mit aufwendigen Kamerafahrten und -Schwenks, nein, die stilistisch-visuelle Form wirkt hier eher statisch, zurückgenommen eben, dem Inhalt, der Narration untergeordnet. SCHATTEN DER ZEIT - das ist kein kühler Kopffilm, sondern ein warmer Bauchfilm. Wie schön!"

Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | SCHATTEN DER ZEIT • Kritik • film-dienst 10/2005

Indien war immer eine beliebte exotische Projektionsfläche für ein deutsches Publikum, schreibt Wolfgang M. Hamdorf. "Auch Florian Gallenbergers Debütfilm steht in dieser Tradition brillant inszenierter Emotionen, die vor exotischem Hintergrund beeindruckend authentisch bleiben. Gallenberger inszeniert eine komplexe, sich über Jahrzehnte hin erstreckende Geschichte linear, in überzeugenden, mitunter betörenden Bildern, auch dank der faszinierenden Leistung indischer Schauspieler und Laiendarsteller. Dabei ist SCHATTEN DER ZEIT kein sozialkritischer Film über Kinderarbeit in kolonialer Zeit, sondern ein üppiges Zeitbild, wie es manche Romane Victor Hugos vermitteln. Aber mehr noch als ein Bilderbogen historischer und sozialer Hintergründe ist dies ein Film über die Liebe, ein exotisches Märchen, die Geschichte vom sozialen Aufstieg, von verpassten Gelegenheiten und von der gescheiterten Suche nach dem Glück."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,36759