Inhalt • SCHATTEN DER ZEIT
Kalkutta vor der Unabhängigkeit: Ravi und Masha schuften als Kinderarbeiter. Ravi spart seinen Lohn, um die Fabrik hinter sich zu lassen. Als er erfährt, dass Masha an einen Mädchenhändler verkaufen werden soll, opfert er sein Geld und schenkt ihr die Freiheit. Sie verspricht, bei jedem Vollmond im größten Shiva-Tempel auf ihn zu warten. Jahre später verlässt Ravi die Fabrik und geht zum Tempel. Auch Masha sucht die heilige Stätte auf, in der Hoffnung, Ravi endlich zu treffen. Doch die Liebenden finden nicht zueinander. Jahre später, als beide mit anderen Partnern verheiratet sind, begegnen sie sich wieder. Zuerst zögern sie, doch dann folgen dem Ruf ihrer Herzen...
Kritik • SCHATTEN DER ZEIT • 12. Mai 2005 • Der Tagesspiegel
Das Sujet ist ästhetisch für Daniela Sannwald ein Selbstläufer. "Jetzt hat ein deutscher Regisseur eine Bollywood-Produktion für den europäischen Markt gedreht, und zwar in Indien: eine Light-Variante des traditionellen Stoffs, crossovertauglich geschrieben, besetzt und ausgestattet; mit übersichtlichem Personal, nicht zu anspruchsvoller Dramaturgie und vor allem ohne überlange Tanz- und Gesangsszenen. Herausgekommen ist eine Kolonialzeit-Nostalgie in bräunlich-gelblichem Licht einer lang zurückliegenden Vergangenheit als Rückblende gefilmt, in der niedliche, ausgebeutete, arme Kinder zu schönen, unglücklichen, reichen Erwachsenen werden."