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DANCING WITH MYSELF

DANCING WITH MYSELF

Regie Antje Kruska
Judith Keil
Kinostart 18.01.2007

Kritiken • DANCING WITH MYSELF

18. Januar 2007 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Berliner Zeitung

Wundgescheuerte Berliner Existenzen sah Jan Brachmann. Wie das Filmteam "das Vertrauen dieser drei gewonnen haben, sich so weit preiszugeben - das ist eine Meisterleistung, aber eine zwiespältige. Man fragt sich, was man als Betrachter verloren hat im Leben dieser Menschen. Deren seelische Entblößung ist eine Zudringlichkeit, die auch den Zeugen verletzt. Zugleich aber wird in den starken, unkommentierten Bildern, in der Privatheit dieser Geschichten, in den Stadtlandschaften Berlins deutsche Gegenwart kondensiert: eine Gegenwart, deren Himmel aus Beton und deren Zukunft hoffnungsleer ist."

18. Januar 2007 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Die Tageszeitung

Die TAZ sah drei anrührende Porträts, der Film bewegt sich aber häufig hart an der Grenze zum Sozialkitsch. "Seine besten und berührendsten Momente offenbart der Dokumentarfilm dort, wo er die Protagonisten frei erzählen lässt. Im hilflosen Doppelmonolog von Laurin und ihrer Mutter tritt alles Wesentliche zutage. Um eine solche Nähe zu den Beteiligten herzustellen, mussten die Filmemacherinnen ihr rückhaltloses Vertrauen gewinnen, und das ist eine beachtliche Leistung. Nun lassen sie die Porträts aber nicht für sich sprechen, sondern versuchen, sie zu einer Zeitdiagnose zu verknüpfen. Das aber scheitert an der konventionellen Bild- und Tonsprache."

17. Januar 2007 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Der Tagesspiegel

Zwei Grimme-Preisträgerinnen haben mit DANCING WITH MYSELF einen Film übers Tanzen gemacht. Nana Heymann berichtet.

16. Januar 2007 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • film-dienst 02/2007

Das Tanzen nur als Aufhänger, um das zärtliche Porträt von drei Generationen Gescheiterter zu zeichnen, schreibt Alexandra Wach. "Immer geht es auch um die Suche nach dem persönlichen Glück mit allen Hindernissen, und ganz nebenbei um das gegenwartsnahe Bild eines Deutschlands von ganz unten. Distanziert und dennoch mittendrin partizipiert die Kamera an den großen und kleinen Krisen ihrer hoch sensiblen Protagonisten, taucht ein in Arbeitslosigkeit und Zukunftsangst, das Zusammensein mit Müttern und Freunden, Liebe und Einsamkeit, und schafft dabei, begleitet von einer sorgfältig ausgesuchten Tanzmusik, betörend melancholische Stimmungsbilder eines kriselnden Lebensgefühls."

10. Oktober 2005 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Junge Welt

Für Peer Schmitt ist der Film ein problematischer Fall. Er "wollte ursprünglich nur einige Tänzer beobachten, die den Filmemachern in Berliner Clubs aufgefallen sind, um bestimmte 'ursprüngliche Momente einzufangen'. Nette Idee. Im Laufe der Zeit erweisen sich die drei ausgewählten Protagonisten als sehr traurig verstörte Menschen mit ungeheuren Problemen. Dann wirkt der Film von seiner eigenen Wahrheit leicht überfordert. Ein Film über aktuelle soziale Verheerungen, der diese Verheerungen seltsam leichtfüßig aussehen läßt."

09. Oktober 2005 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Erklärung der Jury des DokFilms Leipzig

"Drei Menschen - ein Rentner, ein Schlosser, eine Studentin - im Spagat ihres Lebens zwischen dem sinnleeren und enttäuschenden Alltag und der beflügelten, rauschhaften Bewegung auf der Tanzfläche der tröstlichen Selbsttäuschungen. Ein Film aus einem Guss, der seine Dramaturgie aus den Schicksalen seiner drei traurigen Helden entwickelt - ohne soziologische Erklärungen oder symbolische Versatzstücke zu benötigen. Ein sehr menschlicher Film ohne Spott und Arroganz und oft zum Weinen komisch."

09. Oktober 2005 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Erklärung der Jugendjury des DokFilms Leipzig

"Film ist Leidenschaft - Tanz auch. Die Bilder singen eine Melodie und die Protagonisten tanzen dazu. Die Fähigkeit, eine Leidenschaft zu entwickeln, ist wohl eines der größten Güter der Menschheit. Drei Geschichten, drei einsame Seelen, die sich nicht treffen und doch auf gleicher Höhe schweben, ... wenn sie tanzen. Starke Bilder, starke Menschen und starke Musik. Sowohl der Schnitt als auch der Aufbau haben uns überzeugt. Mit Humor und Einfühlsamkeit haben die Regisseurinnen einen Film geschaffen, der zeigt, dass sich das Leben lohnt, auch wenn man arbeitslos ist, einsam, verlassen und unverstanden. Nach dem Film fühlten wir uns alles andere als einsam. Der Film zeigt Möglichkeiten, sich vom Strom nicht ertränken zu lassen."

11. Februar 2005 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Berliner Zeitung

Für Brenda Strohmaier kommen die zwei Regisseurinnen und damit auch der Zuschauer den drei Protagonisten ganz nah, aber nie so nah, dass es einem peinlich sein müsste.

11. Februar 2005 | DANCING WITH MYSELF • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Birgit Rieger landet man unweigerlich beim Tanzen, wenn man sich auf die Suche nach intimen Schlüsselmomenten macht. "Die Berliner Regisseurinnen zeigen denn auch, dass Tanzen für viele mehr ist, als cool auszusehen oder ein Casting-Show-Training. ... So wird man in DANCING WITH MYSELF mit dem zuweilen idiotischen, peinlichen und bauernschlauen Alltag von drei Berlinern konfrontiert. ... DANCING WITH MYSELF ist von den durchgestylten Musical-Tanzfilmen der Achtzigerjahre weit entfernt. Die Fähigkeit, dem Zuschauer fremde Schicksale nahe zu legen, ohne Sozialromantik oder Reality-Schock", zeichnet ihn aus.

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