Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

WIR WAREN NIEMALS HIER

WIR WAREN NIEMALS HIER

Regie Antonia Ganz
Kinostart 20.10.2005

Kritiken • WIR WAREN NIEMALS HIER

21. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Junge Welt

Fabelhaft nennt Christof Meueler die Dokumentation. "Regisseurin Antonia Ganz hat vorher nur Filme gemacht, die keiner sehen wollte. Ein Film über Mutter müßte zumindest die Bandmitglieder interessieren, dachte sie. Mutter ist die Erfolgsband, die niemals Erfolg hatte. Die Spex, auf deren Titelseite sie waren, gilt als die schlechtverkaufteste Ausgabe aller Zeiten. Fieser erzählt, daß sie oft gefragt worden seien: "Habt ihr Probleme? Nehmt ihr Heroin?" Als Ganz zu drehen anfing, erzählten ihr die Muttermusiker entweder gar nichts oder nur Mist. Deshalb tat sie erstmal nur so, als würde sie drehen. Damit die sich dran gewöhnen konnten."

20. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Die Tageszeitung

Für Andreas Hartmann ist es ein großes Glück, daß Antonia Ganz ausgerechnet diese Band porträtiert. "Sie zeigt weder den Aufstieg noch das große Scheitern, sondern einfach nur eine Entwicklung: Wie aus der Band Camping Sex Mutter wurde. ... Antonia Ganz verknüpft Archivmaterial mit eigenen Aufnahmen und zeichnet so die Entwicklung dieser komischen Band, ihrer Mitglieder und nebenbei auch der Stadt Berlin und ihrer Szene nach. In dem Film geht es um - man muss es so sagen - Aufrichtigkeit, Selbstbestimmung, gesundes Neinsagen und darum, wie man in Würde als Band altern kann. Also um Dinge, die die Musikindustrie gerne per Gesetz verbieten lassen würde."

20. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Frankfurter Rundschau

WIR WAREN NIEMALS HIER ist Rückblick auf eine Pop-Karriere, die nie wirklich begann und zugleich das Porträt einer Band, die sich ständig neu sucht und erfindet, schreibt Lasse Ole Hempel. "Mit ihrem Film ist Antonia Ganz weit in das Band-Kollektiv vorgedrungen und hat so etwas wie ein Psychogramm der Gruppe entworfen. ... Er präsentiert sich wunderbar unverkrampft und weitgehend frei von Zeitgeist-Attitüden. Die Regisseurin Antonia Ganz hat einen lakonischen, aber nie deprimierten Ton angestimmt, ihr Film besticht durch seine einfühlsame und authentische Melodie."

20. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Der Tagesspiegel

Die etlichen Zeitzeugen für den verhinderten Durchbruch haben Kai Müller überzeugt. "Am wunderbarsten an diesem Dokumentarfilm ist allerdings, wie sich aus dem Bandgefüge allmählich und überraschend die Nebenkarrieren von vier Individualisten schälen, die sich als Bordellboten und Splatter-Schauspieler verdingt haben, bei David Lynch assistierten, Super-8-Filme drehten und Bundesfilmpreise einheimsten. Die Musik wird da zu einer Sache, an der sie um ihrer selbst willen festhalten. Stoisch."

19. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Neues Deutschland

Die Regisseurin hat Interviews, Tour-Szenen und alte Super-8-Aufnahmen zu einem Porträt dieser Band verdichtet, schreibt Martin Hatzius. Viel schreibt der Kritiker über die Band, über das Filmische äußert er sich leider nicht.

19. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Jungle World

Der Dokumentarfilm über "Mutter" ist genauso kompromisslos wie die Band, die er porträtiert, meint Jörg Sundermeier. "Der Regisseurin, die den Film oft im Alleingang, auch ohne Team drehte, gelingt es, einen dramaturgischen Bogen zu schlagen, sie erzählt nicht nur von den Anfängen der Band, sondern auch von einem ersten Ende. ... Antonia Ganz hat viele alte Videobänder und sogar Super-8-Filme gesichtet und kann so die beinahe 20jährige Bandgeschichte rekonstruieren. Und Geschichten erzählen. ... Was man sieht im Film, soll man eben doch nicht sehen, gerade diesen Filmprofis ist das Ergebnis offensichtlich oft peinlich. Antonia Ganz lässt jedoch trotz aller auch emotionalen Nähe zu ihren Protagonisten diese Szenen im Film, denn sie sind wahr. Damit ist der Dokumentarfilm, das Kinodebüt der Regisseurin, genauso kompromisslos wie die Band, die er porträtiert. Er ist eine Ehrung, aber kein Loblied."

19. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • fluter.de

Eine typische Musikdokumentation sah Jenni Zylka. "Die Filmemacherin Antonia Ganz hat es geschafft, vielleicht durch die richtige Ansprache, vielleicht durch das schlicht-einleuchtende Konzept, vielleicht auch durch die richtigen Schnitte, eine der unterhaltsamsten und wahrsten Musikdokumentationen aller Zeiten zu machen. Unbezahlbar sind die Gags, die das Leben schrieb ... Ganz egal also, wie man zu der Musik steht: Wenn man wirklich wissen möchte, wie (West-)Berlin mal war, wie Berlin ist, dann ist der Film Pflicht."

13. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Schöner Stoff für eine Dokumentation. Zumal neben den ungewöhnlichen Band-Maximen auch andere Themen warten: die Rätselhaftigkeit der Musik etwa, die sich unter anderem durch schmerzhafte Lautstärke auszeichnet, und der Rückblick auf das Berlin-Biotop der achtziger Jahre. Letztgültige Antworten liefert Antonia Ganz nicht. Das kann man aber auch nicht erwarten, denn Mutter lässt sich nicht wirklich in die Karten schauen. Ob das nun Absicht ist oder an der milden Verschrobenheit der Mitglieder liegt, ist egal."

13. Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • film-dienst 21/2005

Auf vielfältiges Material aus der Bandgeschichte kontne die Regisseurin laut Ulrich Kriest zurückgreifen. "Die Filmemacherin Antonia Ganz hat all diese bewundernden und verwunderten Stimmen gesammelt und sie mit höchst amüsanten Bildern eines lockeren Tour-Tagebuchs verschnitten, die den launigen Männerbund auf der Suche nach den richtigen Autobahnausfahrten oder mit Dezibelvorschriften ringend zeigt. So massiv die Band mit ihrer Live-Präsenz beeindruckt und Zuhörer mit intensivster Lautstärke attackiert, so ironisch distanziert zeigen sich die Musiker abseits der Bühne."

Oktober 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

21. Februar 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Junge Welt

"Laß Dich nicht beerdigen!" ist für Christof Meueler einer der großen Leitsprüche der Bamd. "Man sieht Bilder aus der Kindheit, der Jugend, dem Jetzt. Das meiste undeutlich, nicht so einfach zu verstehen, teilweise untertitelt. Viel wurde mit einer Amateurkamera gefilmt und später professionell montiert. Die Regisseurin sah Mutter in der Maria, war ergriffen und mußte über sie ihren Abschlußfilm an der Filmhochschule drehen."

18. Februar 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt hatte seinen Spaß. "Alles Disparate findet im Film auf wunderbare Weise genauso zusammen wie die auseinander strebenden Parts der Band. Umso größer ist der Spaß, wenn daneben die schlauen Sprüche von Jochen Distelmeyer oder Rocko Schamoni oder Alfred Hilsberg ins Leere gehen. ... Der Film über "die härteste Band Deutschlands", wie sie gern betitelt wurde, ist heute eine runde Sache. Hätte Antonia Ganz den Wechsel von hart zu weich und zurück ("Die neue Zeit") toppen sollen? Sie nimmt sich zurück und lässt den Nummern die Zeit, die sie brauchen."

17. Februar 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke hat einfach zugeschaut und sich die trockenen Kommentare angehört. "Es sind Momente von allerhöchster Komik dabei. Doch den meisten Zuschauern dürfte angesichts dieses Panorama-Beitrags frösteln. Denn es herrscht eine eigentümliche Kälte zwischen diesen Herren, die offenbar nichts verbindet, als dass sie ab und an gemeinsam musizieren."

10. Februar 2005 | WIR WAREN NIEMALS HIER • Kritik • Die Zeit

Für Diedrich Dietrichsen beginnt der Film "langatmig und unschlüssig, offensichtlich in die Intimität von Backstage- und Tourbus-Situationen verliebt. Doch dann baut [die Regisseurin] die vier Gründer nach und nach als Figuren auf, die einen plötzlich, ganz unabhängig von den künstlerischen Leistungen der Band, einnehmen. ... Bald überwiegt das menschliche Interesse an dieser Männergruppe, und es wird von der Regisseurin auf einen entscheidenden Höhepunkt gebracht, den ich noch in keiner Popmusik-Dokumentation gesehen habe: Ein Gründungsmitglied steigt vor laufender Kamera aus."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,60854