Inhalt • U-CARMEN
In dieser Geschichte nach Georges Bizets "Carmen" dreht sich alles um Liebe, Hass, Eifersucht, Rache, erotische Obsessionen, Begierde und Wahnsinn. die Die Liebesgeschichte von Carmen und Don José wird hier in den aufreibenden Alltag in einer südafrikanischen Township transportiert. Carmen ist keine Klischeefigur, kein Zigeunerinnen - Femme - Fatale - Konstrukt, sondern eine sinnliche, unabhängige Frau, deren Freiheitsliebe und Mut auch angesichts des Todes ungebrochen bleibt. Ihre Leidenschaft vermischt sich mit den impulsiven Obsessionen Don Josés.
Kritik • U-CARMEN • 22. Dezember 2005 • Berliner Zeitung
Dreckig und stark nennt Peter Uehling diese Carmen-Version. "Hat man in der Oper den Eindruck, es ginge nur um Leidenschaften, so bringt Dornford-May eine genaue Beobachtung der Milieus ein und gibt der Geschichte damit einen ungleich differenzierteren Verlauf. Bizets gekürzte und mit südafrikanischen Gesängen hier und da unterbrochene Musik, gesungen in Xhosa, wirkt dabei mal als irritierende Gegenkultur zu den Bildern, mal scheinen die Bilder in ihrer Drastik erstmals zu illustrieren, was die Musik meint. ... In solchen Momenten, und sie sind nicht selten, hat der Film eine optische Kraft, die selbst dieser Musik die Wirkung streitig macht. Zudem verfügt der Film über beeindruckende Gesichter."