| Regie | Jacob Thuesen |
Der Film setzt für Christina Tilmann die Reihe der düsteren dänischen Psychodramen fort. "Wieder sind die Bilder dunkel und körnig, die Gesichter bleich und übernächtigt. Und wieder geht es um Schuld und Sühne, Beichte und Erlösung. Konsequenter als die dogmageschulten dänischen Regisseure ist kein Land derzeit auf dieser Filmwelt."
Jan Schulz-Ojala berichtet von der Pressekonferenz.
Für Daniel Haas entwickelt ANGEKLAGT in stillen, beklemmend suggestiven Bildern "ein Szenario, dass den Zuschauer mehr und mehr verunsichert. Wem soll man glauben? Wer ist Opfer, wer Täter? Sie könne Fiktion und Wirklichkeit nicht unterscheiden, heißt es von der Tochter einmal, und diese Wahrnehmungsgefährdung mutet "Angeklagt" auch seinem Publikum zu. Die Enthüllung am Ende wirkt deshalb um so brutaler: Jakob Thuesens Drama ist im besten Sinne schonungslos, eine grausam nüchtern inszenierte und dabei zutiefst engagierte Bestandsaufnahme verbrecherischer Verhältnisse."