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REINE CHEFSACHE

REINE CHEFSACHE

Regie Paul Weitz
Kinostart 24.03.2005

Kritiken • REINE CHEFSACHE

24. März 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film zeigt, wie raffiniert man mit Klischees eine Komödie konstruieren kann, schreibt Peter Uehling. "Eigentlich kein lustiges Thema. Mit der Verknüpfung von Globalisierung und Altersproblematik setzt sich der Film in ein gesellschaftspolitisches Minenfeld, hier im alternden Deutschland noch mehr als im in dieser Hinsicht weniger gefährdeten Produktionsland USA. ... Dennoch ist "Reine Chefsache", geschrieben und inszeniert von Paul Weitz, eine ganz erstaunliche, vielschichtige und durchaus raffiniert mit Klischees umspringende Komödie geworden."

24. März 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Der Tagesspiegel

Viel kritische Potenzial hat der Film für Julian Hanich nicht. "Eigentliches Thema des Films ist Kampf zwischen Jung und Alt. Carter und Dan sind nicht nur Konkurrenten im Büro, sie prügeln sich buchstäblich auch um die Gunst von Alex. Dabei schlägt sich der Film ungeniert auf die Seite von Dennis Quaid, dessen Gesicht dem zerwühlten Bett gleicht, aus dem er jeden Morgen steigt - was bei Männern ja nicht von Nachteil sein soll. Die Parteinahme für das Alter macht REINE CHEFSACHE zum sympathischen Solitär im Hollywood der Orlando-Bloom- und Reese-Witherspoon-Gesichter. Dass der Film darüber hinaus auch noch ein paar nette, altmodische Seitenhiebe gegen die Welt des Großkapitals austeilt, vernimmt man als Durchschnittsverdiener mit Genugtuung."

24. März 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte mag Bürokomödien, sie sind eine herrliche Gattung. Diese ist gelungen. "Die Handhabung des Disparaten beherrscht dieser Film so elegant, dass man ihm die aufgebotene Kunst nicht mehr ansieht. Jede Szene geht auf, immer wieder sieht man im Zusammenspiel der Darsteller die Funken sprühen. Doch wo sich normalerweise alles zum Happy End gefügt hätte, da hält er noch einen Moment lang inne, um sich das Nächstliegende zu verkneifen. Regisseur Paul Weitz verbindet etwas mit seiner jungendlichen Chef-Figur: Alles fällt ihm so leicht, dass man ihn unterschätzt. Erst spät kam dieser Film außer Konkurrenz ins Berlinale-Aufgebot, wo ihn kaum jemand beachtete. Es ist die Sorte Kunst, die etwas zu perfekt verpackt daher kommt. Alles daran geht auf wie ein Kuchen, aber das heißt nicht, dass es auch süß schmeckt."

24. März 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Was umso erstaunlicher ist, als dass Regisseur und Drehbuchautor Paul Weitz noch zwei eher komikferne Themen zu Eckpfeilern seines Films macht: Midlifecrisis und Generationenkonflikte. Dank guter Beobachtungen und beachtlicher visueller Einfälle wird das eine lustige Angelegenheit, bei der das richtige Leben zwar nur von Ferne grüßt, aber die Zuschauer sich immerhin auf beachtlichem Niveau amüsieren."

März 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • film-dienst 06/2005

Die Unterhaltung bleibt bei dem anstrengenden Thema nicht auf der Strecke, kommentiert Franz Everschor. "Gewohnte Klischees werden erstaunlich oft auf den Kopf gestellt. Die dysfunktionale Familie der meisten Hollywood-Filme funktioniert diesmal ziemlich gut (auch hart arbeitende Manager können ein harmonisches Familienleben führen), und die Psychologie altmodischer Geschäftspraktiken erweist sich letztlich als überlebensfähig. Wie der große Frank Capra einst seine Helden, lässt Paul Weitz seinen Dan alle Courage zusammennehmen und dem Medienmogul am Ende die Wahrheit sagen. Wie im Märchen. Komödien wie diese müssen halt positiv ausgehen, auch wenn sie sich mit der negativen Wirklichkeit beschäftigen."

14. Februar 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Spiegel

Für Martin Wolf ist dies die amerikanische Antwort auf Hartz IV. Der Regisseur "nimmt das Thema überraschend ernst und zerlegt lustvoll die leeren Rituale, die man in vielen Konzernen für Mitarbeitermotivation hält. Scarlett Johansson, die schöne Muse aus LOST IN TRANSLATION, spielt eine Nebenrolle."

14. Februar 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Berliner Zeitung

Jenz Balzer ist über den Film erborst, obwohl er vielversprechend begonnen hat. Die erste Dreiviertelstunde hat der Kritiker ihn für ein kluges Werk der Kapitalismuskritik gehalten. "Wie die universelle Angst vor der Arbeitslosigkeit die Menschen gegeneinander aufhetzt: das wird eine Weile lang ohne vorschnell moralisierende Verteilung von Charaktermasken beleuchtet. Zum Happy-End siegt dann aber doch bloß das Gute über das Böse: das "ehrliche alte Geschäft zwischen Menschen" über die New Economy. Dass es einmal einen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz gegeben habe, ist von allen kapitalistischen Lügen aber natürlich die schlimmste. REINE CHEFSACHE ist ein ärgerlicher, zutiefst unwahrer Film."

13. Februar 2005 | REINE CHEFSACHE • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist eine sanfte Komödie über die Abgründe des Kapitalismus. In seinen besten Momenten erinnert der Film von Paul Weitz (AMERICAN PIE, ABOUT A BOY) an die Angestellten-Komödien mit Jack Lemmon aus den Sechzigern. Leider drosselt REINE CHEFSACHE seinen Witz, statt Pointen liefert er am Ende die schlichte Moral, dass Geld nicht glücklich macht. Warum eigentlich nicht?

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