| Regie | David Ellis |
| Kinostart | 03.02.2005 |
Hier nimmt die Unterhaltung am Telefon traumatische Züge an, findet Dietmar Kammerer. "Den größten Teil des Films riskiert der unfreiwillige Held Leib und Leben, nur damit die Verbindung nicht abbricht. Wenn es sein muss, stürzt er sich dafür von einem Gebäude oder stiehlt mit vorgehaltener Waffe auf offener Straße einen Wagen. Mit etwas Augenzwinkern könnte man darin eine schöne Allegorie auf tief sitzende Technologieängste sehen: der Mensch als bloßes Anhängsel wahnsinnig gewordener Kommunikationsmittel, der wie ferngesteuert durch die Stadt rast, das Handy ans Ohr gepresst."
Durch ein cleveres Storydetail beweist dieser Film, daß schon ein kleiner Kniff genügen kann, um Altes ganz neu erscheinen zu lassen, schreibt Kai Mihm. "Der Film besticht durch erzählerische Ökonomie, wie gut geölte Zahnrädchen greifen alle Szenen ineinander. Dass es zum Schluss ein paar dramatische Pirouetten zu viel gibt, verschmerzt man da leicht."
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Für Michael Kohler ist der Beginn des Films ein Musterbeispiel für ökonomisches Erzählen. "In Cohens suggestiver Diktion ist das Telefon ein Medium der Nötigung zum moralisch einwandfreien Handeln, und auch in FINAL CALL trägt der Appellcharakter des Hilferufs den drohenden Unterton des Unaufschiebbaren. Obwohl der Held sich frei entscheiden kann, wirkt er doch wie ferngesteuert. So vereinen sich in gewitzter Dialektik das ethisch Gebotene und die lustvolle Unvernunft des Genres zu einem schönen Film."