Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

SIDEWAYS

SIDEWAYS

Regie Alexander Payne
Kinostart 03.02.2005

Kritiken • SIDEWAYS

05. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur gilt Harald Fricke als Gegenmodell zur Filmmaschine Hollywood, aber wirklich gerechtfertigt ist das Lob auf SDEWAYS nicht. "Die Gags haben weder die Überraschungskraft noch den Drive eines Billy Wilder, Hal Ashby oder Gene Saks. Bei ihnen war Comedy vor allem ein Strudel, in den die Protagonisten eintauchen mussten, um gegen ihre eigene festgefügte Rolle im Geschehen zu opponieren. Jack Lemmons Tollpatschigkeit diente immer auch der Charakterfindung, bei Payne vollzieht Thomas Haden Church dagegen bloß ein paar ungelenke Gesten im Run auf den nächsten Geschlechtsakt. ... Mit dieser vorgeblich humanistischen Sicht auf den Durchschnittsmann macht es sich Payne in SIDEWAYS dennoch viel zu leicht. Hier handelt jeder nur innerhalb seines beschränkten Rahmens, als Abziehbildchen eines konformen Lebenswandels, in der Hoffnung auf ein Abenteuer, das nur funktioniert, weil die Hemmschwellen so niedrig sind."

03. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Spiegel

Für David Kleingers ist SIDEWAYS ein vollmundiges Vergnügen. "Bei aller Schärfe im satirischen Detail zeichnet "Sideways" mit Nachsicht die Freundschaft zwischen den ratlosen Sinnsuchern, und diesen Liebeskredit zahlen die Darsteller mit ihrer Leistung doppelt und dreifach zurück. Angesichts der uneitlen Selbstverständlichkeit ihres Spiels muss jede der zahlreichen Auszeichnungen und Nominierungen für Paul Giamatti, Thomas Haden Church, Virginia Madsen und Alexander Paynes Ehefrau Sandra Oh als unbestreitbar verdient gelten."

03. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Daniel Kothenschulte ist dem Regisseur mit der bittersüßen Komödie das Unmögliche gelungen - ein Konsensfilm über Rotwein, ein Independent-Hit, der jedem gefällt. "Wie ein nach den Beeren des vorletzten Sommers duftender Cabernet hat dieser herrliche Film überall seine heimtückische Wirkung hinterlassen. Man trinkt ihn zu schnell, vergisst den Gehalt, ist bald sehr glücklich und sehr betrunken - und begreift dann erst das heulende Elend, das er an die Oberfläche schwemmt. ... Mit seinen lichtdurchfluteten kalifornischen Landschaften und seinem semi-dokumentarischen Blick für die Realität existierender Weinkneipen führt er in jeder Szene zusammen, was seine Helden nie wohlsortiert auf die Reihe bekommen - Intellektualität und Sinnlichkeit."

03. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wunderbarem Witz hat Kai Mihm wahrgenommen. Der Film "klingt schwer nach Pathos, gewinnt dank eines exzellenten Drehbuchs und der hervorragenden Darsteller jedoch eine seltene Wahrhaftigkeit. Die Figuren tun zwar durchaus lachhafte Dinge, werden dabei aber nie der Lächerlichkeit preisgegeben. Und wenngleich die "Oscars" bekanntlich kein wirklicher Maßstab für Qualität sind, muss man sich doch freuen, dass der Film in fünf Kategorien nominiert wurde."

03. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Spiegel

Dörte Langwald spricht mit dem 44-jährigen US-Regisseur Alexander Payne über seine alkoholischen Vorlieben, die Vorteile von Roman-Adaptionen und die Nachteile des Hollywood-Systems.

03. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Der Tagesspiegel

Thomas Abeltshauser spricht mit Regisseur Alexander Payne über Wein, Hollywood und einen Spontan-Set an der Hotelbar.

02. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal liefert der Regisseur "einen vollkommenen Film über zwei unvollkommene Menschen, die in klug portionierter Abfolge immer wieder eine bekloppte Figur machen, dabei aber Herz und Hirn berühren, weil ihre (Ab-)Gründe von den Schauspielern so anbetungswürdig vermittelt werden. Auch im eleganten Mantel der Filmgeschichte wird SIDEWAYS dereinst toll aussehen, vielleicht weil Regisseur Payne und seine Helden es in lappigen Polohemden und grässlich lilafarbenen Pullovern behaglich finden - mithin in der Realität täglicher Unvollkommenheit."

02. Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • Der Tagesspiegel

Lust auf guten Wein und auf die Liebe hat der Film gemacht, schreibt Jan Schulz-Ojala. SIDEWAYS "ist ein Film, der europäische Grübellust mit amerikanischer Leichtigkeit verbindet, einer, der witzig ist und melancholisch, komisch und ernst, forsch und wunderbar langsam, einer, der eine Allerweltsgeschichte erzählt und in dieser Geschichte eine ganze Welt. Sagen wir's so: Wer in SIDEWAYS nicht auch mal Tränen lacht, der hat noch nie geweint. Oder: Wem bei diesem Zweistunden-Genuss nicht zwei-, dreimal die Augen feucht werden, der hat sich noch nie gefreut."

Februar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • film-dienst 03/2005

Der Film ist unglaublich komisch, schreibt Franz Everschor. "Es ist einer jener seltenen Filme, bei denen man sich an der munteren Oberfläche nicht satt sehen (und hören) kann, dessen Verführungskraft aber unweigerlich hineinzieht in die Komplexität von Figuren, denen man zu Anfang kaum zutraut, dass sie einen zwei Stunden lang interessieren könnten. Wie bei der Verkostung eines unbekannten Weins, der seinen Charakter erst nach und nach preisgibt. Es ist erstaunlich, wie weit Payne die Analogie zum Wein zu treiben vermag. Was zu Beginn als die Marotte eines 40-Jährigen erscheint, der sich darüber klar wird, dass er im Leben wohl mit nichts anderem mehr reüssieren kann als mit seinem Weinverstand, verdichtet sich in den alkoholisierten Konversationen allmählich zu einer melancholischen Suche nach dem verpassten Leben und der verpassten Liebe."

Januar 2005 | SIDEWAYS • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,44619