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DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN

DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN

Regie Maren Ade
Kinostart 27.01.2005

Kritiken • DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN

28. Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • Freitag

Annette Althaus ist von diesem Debüt überrascht. Die Regisseurin führt "das Scheitern eines Projekts vom neuen Leben mit einer nüchternen Schonungslosigkeit vor, die auf der Kinoleinwand ihresgleichen sucht und vielleicht sonst nur im amerikanischen Independent-Kino eines John Cassavetes zu finden ist. ... Dass das Psychogramm dieser sich selbst verlierenden Frau in einer Welt, die nicht auf sie gewartet hat, so eindringlich und verstörend daherkommt, liegt vor allem an der (selbst)entblößend gezeigten Unattraktivität der Hauptfigur und ihrer gekonnten schauspielerischen Umsetzung durch Eva Löbau."

27. Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • Berliner Zeitung

Die Regisseur hat dem Wort Pein seine wuchtige, fast physische Bedeutung zurückgegegeben, meint Knut Elstermann. "Ihre schwäbelnde Heldin Melanie Pröschle ist so gnadenlos peinlich, dass die Schmerzgrenze ständig überschritten wird. ... Innerhalb dieses mit äußerster Genauigkeit inszenierten Films ist Eva Löbau, die Darstellerin der Melanie Pröschle noch mal ein eigenes, kleines Wunder der Präzision: immer adrett gekleidet, mit großäugiger Naivität wandert sie blind durch das Leben, eine Außenseiterin, die unbedingt Mainstream sein will. Eine Karikatur ist das nicht, sondern eine realistische und zum Teil sehr komische Studie gesellschaftlichen Fehlverhaltens."

27. Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen führt ein Interview mit der Regisseurin Maren Ade und der Hauptdarstellerin Eva Löbau über Schwaben und Badener, über Peinlichkeit und eine irreale Schlussvolte.

27. Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat ein grandioses Psychogramm gesehen. "Eine Tragödie, die als vorsichtig komisches Gesellschaftsbild beginnt und in der die fantastische Hauptdarstellerin Eva Löbau so rührend echt, so erschütternd auch bald herumstakst, als sähen wir hier tatsächlicher Augenblickserfahrung zu. ... Ein grandioses Debüt - gerade weil es, gedreht auf Video und mit schlichtesten Mitteln, überhaupt nichts hermacht von seiner schmerzhaften Beobachtungssicherheit, von seinen zahllosen peinlichen und bitterleisen Alltagssituationen, die sich dem Zuschauer einbrennen wie eigene Scham. DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN ist das ins Äußerste ausformulierte Psychogramm eines beschädigten Lebens, kein pädagogisches so oder so gemeintes Plädoyer."

Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Januar 2005 | DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • Kritik • film-dienst 01/2005

Als Debüt durchaus gelungen stuft Andrea Dittgen den Film ein. Die Regisseurin "schafft es durch ihre spröde Inszenierung, dass man von der jungen Lehrerin nach einer halben Stunde genauso genervt ist wie die Filmfiguren. Genau das aber ist das Problem: Der Film ist von Anfang an berechenbar; nie passiert etwas Unerwartetes. ... Der Film legt die wenigen Figuren viel zu stereotyp an, alles konzentriert sich auf Melanie, die zwar sehr überzeugend von Eva Löbau verkörpert wird, vor allem wenn sie die Augen niederschlägt und sich verlegen gibt, aber eine Figur ohne jede Entwicklung bleibt. ... Der Film zeigt zwar ein wichtiges soziales Problem auf, begnügt sich aber mit Sentimentalitäten, wo etwas mehr Tiefe oder weiterführende Ideen gefordert worden wären."

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