Inhalt • DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN
Melanie Pröschle, eine junge Lehrerin aus Schwaben, tritt mit viel Idealismus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlsruhe an. Für ihr neues Leben macht sie sich jede Menge Hoffnungen. Melanie hat sich fest vorgenommen, alles richtig zu machen. Höflich stellt sie sich mit einem "Selbschtgebrannten" bei ihren Nachbarn vor. Bei ihrem Einstand hält sie eine feurige Rede vor den neuen Kollegen. Sie will "frischen Wind2 in die Schule bringen. Doch die alteingesessenen Kollegen sind von Melanies "Pädagogik" genervt. Die Schüler haben schnell ihre Schwachstellen entdeckt. Ein Junge schmeißt Kakao nach ihr. Es ist nicht leicht, ein neues Leben anzufangen...
Kritik • DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN • 27. Januar 2005 • Berliner Zeitung
Die Regisseur hat dem Wort Pein seine wuchtige, fast physische Bedeutung zurückgegegeben, meint Knut Elstermann. "Ihre schwäbelnde Heldin Melanie Pröschle ist so gnadenlos peinlich, dass die Schmerzgrenze ständig überschritten wird. ... Innerhalb dieses mit äußerster Genauigkeit inszenierten Films ist Eva Löbau, die Darstellerin der Melanie Pröschle noch mal ein eigenes, kleines Wunder der Präzision: immer adrett gekleidet, mit großäugiger Naivität wandert sie blind durch das Leben, eine Außenseiterin, die unbedingt Mainstream sein will. Eine Karikatur ist das nicht, sondern eine realistische und zum Teil sehr komische Studie gesellschaftlichen Fehlverhaltens."