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KONTROLL

KONTROLL

Regie Nimród Antal
Kinostart 10.02.2005

Kritiken • KONTROLL

12. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Spiegel

Oliver Hüttmann hat ein skurriles Schattendasein in der U-Bahn zwischen Horror, Groteske und Film noir wahrgenommen. Geschickt platziert der Regisseur viele sarkastischen Pointen. "Obwohl es dort brutal und blutig zugeht, hat er keinen simplen, auf vordergründigen Schrecken abzielenden Horrorfilm gedreht. "Kontroll" ist eher eine Geisterbahnfahrt auf dem sozialen Abstellgleis, ein surreales Sinnbild für Kontrollverlust und wie tief der soziale Darwinismus gehen kann. ... Fabelhaft pendelt Antal seine kluge Parabel zwischen dynamischem Thrill und hypnotischer Melancholie, grotesken Situationen und dramatischen Momenten aus."

10. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Die Tageszeitung

Das Budapest anders ist als Berlin zeigt dieser Film, stellt Thomas Klein fest. Der "Regisseur habe mit KONTROLL Werbung für die Budapester Verkehrsbetriebe machen wollen. Es wird außerdem die Bandbreite des Films vermessen. Denn Antals Film ist schwer zu fassen und noch schwerer einem griffigen Genre zuzuordnen. Das erklärt vielleicht, warum "Kontroll" im vergangenen Jahr eindrucksvolle Erfolge in Cannes (wo Antal den "Prix de Jeunesse" gewann) und beim Fantasy-Filmfest verbuchen konnte. Denn je nach Lesart und Neigung ist hier für alle etwas dabei. Die ewige Nacht der Metro, die der Tageslicht-befreite Film in ausgewaschenen Bildern einfängt, ist in "Kontroll" gleichermaßen Lebensraum, Vorhölle und Milieu-Beispiel. Und der Film Thriller, Komödie und Liebesgeschichte."

10. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker hat sich selten als Kritiker so auf verlorenem Posten gefühlt. "Sehr selten sieht man solche Filme wie KONTROLL. Er bebildert nicht bloß eine Geschichte, mal etwas schneller und einfallsreicher, mal etwas langsamer und einfallsloser - seine Geschichte besteht ganz aus Bildern. Ein einziger Sog. ... Diese Art Filmkunst, die aus Bildern neue Bilder erfindet, nennt man gemeinhin Symbolismus. Aber es ist auch die angemessene Bildsprache für die verborgenen Labyrinthe unterm urbanen Moloch. Nominiert für den besten nicht englischsprachigen Film konkurriert KONTROLL nun mit dem deutschen Beitrag DER UNTERGANG um einen Oscar. Der "Hollywood Reporter" sprach bereits von einem 'hyperkinetischen' Werk. Hoffen wir, dass dies ein Fingerzeig ist. Es wäre Nimród Antal zu wünschen."

10. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn ist fasziniert von den Erfindungen dieses Film. "Im Gegensatz zu vielen Mysterythrillern setzt dieser kunstvolle, mit Witz und physischer Wucht gesättigte Debütfilm zwar auf esoterische Momente, löst aber den Fall weder im Grenzbereich des Paranormalen noch in der Realität auf. ... Die Liebesgeschichte unter Neonleuchten ist so romantisch wie andere Sequenzen des Films metaphysisch oder dem Repertoire des Action-Kinos geschuldet sind. Nimród Antal beherrscht in seinem vergnüglichen Genremix jede Tonart, sei es, dass er die düstere Stimmung und das übersinnlich trübe Licht aus Tarkowskijs STALKER herbei zitiert, sei es, dass er den rasanten Schnitt aus Friedkins FRENCH CONNECTION aufgreift. Dennoch ist KONTROLL nicht nur ein Eignungstest für Cineasten, er hat Augenblicke, die in Zukunft andere Filmemacher zu Hommagen inspirieren werden."

10. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur kennt die richtigen Zutaten für einen Blockbuster, meint Stephan Raulf. "Antal macht keinen Hehl aus der Allegorie, dass seine Figuren letzlich im Untergrund ähnlichen gesellschaftlichen Zwängen unterworfen sind wie in den überirdischen Straßen und Büros. Und natürlich fällt auch ihm für Bulscú kein anderer Weg aus dem Dilemma ein als der der Poesie und der Liebe. Den entwickelt er aber so vorsichtig und sensibel, dass diese Utopie glaubhaft scheint und einem selbst eine junge, gutherzige Schöne im putzig-verbeulten Bärenkostüm nicht als neumodischer Kitsch aufstößt, sondern wie ein Engel vorkommt."

10. Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • Der Tagesspiegel

KONTROLL ist eine Liebeserklärung an die Budapester U-Bahn, findet Kerstin Decker. "Es ist ein Thriller und doch kein Thriller, es ist Trash und doch kein Trash, es ist eine Komödie und doch keine Komödie, es ist eine Liebeserklärung an die Budapester U-Bahn und doch keine. Man könnte KONTROLL einfach erzählen, aber Filme, die zu 100 Prozent aus Kino bestehen, lassen sich nicht erzählen. Alles, was man sagen könnte, wird schon im Augenblick des Aussprechens schal."

Februar 2005 | KONTROLL • Kritik • filmz.de

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