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KATZE IM SACK

KATZE IM SACK

Regie Florian Schwarz
Kinostart 14.04.2005

Kritiken • KATZE IM SACK

14. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Berliner Zeitung

Als lakonisch-depressiv bezeichnet Katja Lüthge KATZE IM SACK. "Bei so viel Auszeichnungen mag es wundern, dass die Schauspieler und die Kamera (Philipp Sichler) leer ausgegangen sind. Sie sind es, die diesen Film tragen und mit einer vom Alltäglichen abgehobenen düsteren Ästhetik ausstatten - einen Film, der weniger auf die Psychologisierung der Charaktere als auf Stimmung und Stil setzt. Walter Kreye gelingt es, Sympathie für die Figur des alternden Lovers zu erzeugen; Jule Böwe macht die erregte, zerstörerische Gefühlslage der scheinbar unterkühlten Tresenschlampe Doris spürbar."

14. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schreibt eine etwas anstrengend lesbare Kritik. "Florian Schwarz heißt der Regisseur dieses überaus bemerkenswerten Films, und es ist sein erster. Um so besser. Jetzt die Höhe halten, den Ehrgeiz, und vielleicht nur ein ganz klein bisschen weniger absichtsvoll werden. ... Und mit diesem heißkalten Knaller wagt ein neuer Berliner Verleih, jetfilm, seinen Start: Besser geht's nicht. Immer wieder erneuert sich das deutsche Kino, mit Leuten, die nicht einfache, dafür kluge, herzensbös nachhaltige, souverän ausgespielte Filme machen. Schönschwarze Nacht in Leipzig und anderswo, schön hell."

14. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer hat lakonisch-dunkles Stück Kino, ein hartgekochtes Melodram gesehen. "Einen "Liebesfilm für alle, die keine Liebesfilme mögen", nennt Regisseur Florian Schwarz sein "Hardboiled Melodrama" um Sehnsucht, Verzweiflung und einsames Sterben am Rinnstein. Das gelingt ihm immer mit großer Optik (Kamera: Philipp Sichler), durchweg mit einem sehenswerten Darstellerensemble und leider nicht immer frei von Klischees. Dann steht der Film sich selbst im Weg in seinem Bemühen, zu viel auf einmal zu sein: Film noir, Melodram und realistische Schilderung zugleich, eine kleine Dosis Kälte der Herzen und ein gerütteltes Maß romantischer Melancholie. Weniger wäre hier, wie so oft, wohl mehr gewesen."

14. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Schwarz fängt die Absurdität und Trostlosigkeit der sich in ihrer Coolness verheddernden Akteure mitunter treffend ein. Leider zerfällt der Film in solche für sich genommen gelungenen Episoden. Die etwas überanstrengte Handlung ergibt keinen Flow. Mit der Musik wird dem Film auch kein Gefallen getan. Filmmusik sollte sich kaum merklich in die Wahrnehmung schleichen."

13. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • fluter.de

Schnörkellos und frech ist dieser Film, schreibt Cristina Moles Kaupp. "Ein cooler Film, spannend, mit gutem Drehbuch und stimmiger Musik ... Keiner will Farbe bekennen in diesem Film, nicht vor dem anderen und schon gar nicht vor sich selbst. Wie Eiswürfel klackern die drei durch Leipzig, einsam und verletzlich. Verwoben in ihre düstere Romantik überzeugen die hervorragend besetzten Charaktere, vor allem dann, wenn sie sich an ihren Grenzen blutig stoßen."

13. April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • br-online

Dieser kalte Film über moderne Liebesunfähigkeit hat Kirsten Liese überzeugt. "KATZE IM SACK ist ein Film über Menschen, die sich nach etwas sehnen, von dem sie nur eine vage Vorstellung haben. Liebe scheint ihnen unerreichbar, nur Sex kann man kurzfristig bekommen. Nur über ihn kommen sie sich kurzzeitig näher. Und doch ist er nie mehr als eine drastische Körperübung oder Trieb-Befriedigung. Je mehr Zeit verstreicht, desto kälter werden auch die Bilder."

April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

April 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • film-dienst 08/2005

Einen Ausnahmefilm in der deutschen Filmlandschaft nennt Rüdiger Suchsland KATZE IM SACK. "Anfangs holpert KATZE IM SACK auch spürbar. Geduld muss man aufbringen, bis die drei Personen die Geschichte, die sie suchen, auch gefunden haben. Aber schon in dieser frühen Phase ist spürbar, dass man es hier mit etwas Besonderem zu tun hat, einem Willen, aufs Ganze zu gehen, dem Mut, eigenen Empfindungen zu vertrauen, sich von Atmosphären und nicht von der Plot-Rationalität der Drehbuchkurse leiten zu lassen. Wenn dann alles in die Gänge gekommen ist und die drei Figuren in einem Raum zusammen getroffen sind, entpuppt sich der Film als absolute Entdeckung, als ein Werk, das durch seine Haltung ebenso überzeugt, wie handwerklich durch seine herausragende Kamera und den eleganten Schnitt."

16. Februar 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Rüdiger Suchsland ist KATZE IM SACK einer der Höhepunkte der Reihe "Perspektive Deutsches Kino". "Ein cooler Noir-Thriller über drei Einsame in einer Leipziger Nacht, ein Film mit Mut zu Pathos und zur Übertreibung. Mehr als von seiner Story lebt Katze im Sack von seiner Musik und einer flirrenden Kamera, die bis zum Schluss neugierig bleibt, einem besonderen, unverwechselbaren Ton, und damit ein Geheimnis bewahrt. Und für gutes Kino waren Atmosphären schon immer wichtiger als Geschichten."

10. Februar 2005 | KATZE IM SACK • Kritik • Berliner Zeitung

KATZE IM SACK hat es zu Recht auf die Berlinale geschafft, meint Marin Majica. Der Film "erzählt fernab der in Deutschland oft üblichen Fernsehästhetik in rauen Bildern eine unerfüllte Liebesgeschichte ... Ein kleiner Film mit großen Kinobildern, ein Debüt mit den dazugehörigen Macken, das in einer Liga spielt mit Filmen wie BERLIN IS IN GERMANY, KROKO oder LICHTER."

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