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ALLEIN

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Regie Thomas Durchschlag
Kinostart 28.07.2005

Kritiken • ALLEIN

28. Juli 2005 | ALLEIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Bis an die Grenze geht dieser Film, meint Jan Schulz-Ojala. "Natürlich ist das vor allem der Film der Lavinia Wilson, die sich - nach Christoph Starks JULIETTA - wieder in eine extreme Hauptrolle stürzt: ein Gesicht, das Erloschenheit bedeuten und ebenso heftig leuchten kann, eine Körpersprache, die von Abwehr bis zitterndem Lebenshunger das ganze Liebes- und Lieblosigkeitsalphabet herunterbuchstabiert. Aber was wäre Wilsons Spiel ohne den souverän zurückgenommen agierenden Maximilian Brückner: Grausam schön wird Schrecken erst, wenn jemand da ist, der ihn nicht begreift."

28. Juli 2005 | ALLEIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Sascha Westphal lebt der Film allein von seiner Hauptdarstellerin Lavinia Wilson, einer der vielschichtigsten Schauspielerinnen des deutschen Gegenwartskinos. "Die Chuzpe, mit der Thomas Durchschlag den Genre-Fundus geplündert hat, verdient beinahe Bewunderung. Schließlich gehört schon eine ganze Portion Mut dazu, eine Figur mit jedem psychologischen Klischee auszustatten, das Freud und Kollek allen Filme machenden Hobbypsychoanalytikern an die Hand gegeben haben. ... Insofern grenzt, was Lavinia Wilson in dieser Rolle vollbringt, an ein Kinowunder. Ihre Darstellung verwandelt Maria von einer Fallstudie in eine lebendige Figur, die weitaus komplexer ist als die Summe all ihrer Krankheitssymptome nahe legt."

27. Juli 2005 | ALLEIN • Kritik • Berliner Zeitung

Schon wieder gibt es einen neuen deutschen Star, meint Anke Westphal: Lavinia Wilson brilliert in ALLEIN. "Der fast 31-jährige Thomas Durchschlag ist Absolvent der Kunsthochschule für Medien in Köln; er gibt mit ALLEIN ein so kompromisslos wie feinfühlig inszeniertes Spielfilmdebüt. Und er hat nicht einfach Glück gehabt - er muss gewusst haben, wo er sich umzusehen hatte, als er nach "seiner" Maria suchte, denn eine Schauspielerin wie Lavinia Wilson findet man kaum zufällig: Eine Schauspielerin, die einer so schwierigen, nur sparsam motivierten und kaum erklärten Figur wie dieser Maria, die mehr als nur ein schweres Problem hat, nicht unterliegt. Eine Schauspielerin, die die inneren Nöte und Zwänge ihrer Figur nicht mit herkömmlichen Vorstellungen über deren Entäußerung verwechselt. Eine Schauspielerin, die ebenso furchtlos wie ökonomisch mit ihrer Stimme und ihrem Körper zu arbeiten versteht."

17. Juli 2005 | ALLEIN • Kritik • br-online.de

Kirsten Liese hat es nur schwer ausgehalten, der Hauptfigur bei ihren selbstquälerischen Anwandlungen zuzusehen. "Eindringlich und subtil schildert Durchschlag Verhaltensstörungen einer Frau, die bemüht ist, ihr Leben radikal zu ändern, sich dabei aber immerfort selbst im Wege steht. ... Thomas Durchschlag bleibt immer nah dran an seiner Protagonistin, gönnt ihr aber auch Geheimnisse. Ob sie als Kind vom Vater missbraucht wurde, wofür einige Indizien sprechen, bleibt der Fantasie des Zuschauers überlassen, und das ist gut so. Das Thema ist zu ernst, um es nur am Rande abzuhandeln."

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