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NETTO

NETTO

Regie Robert Thalheim
Kinostart 05.05.2005

Kritiken • NETTO

09. Mai 2005 | NETTO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als echte deutsche Kinoüberraschung bezeichnet Daniel Kothenschulte NETTO. "Die Chemie zwischen beiden Hauptdarstellern ist erstaunlich; wichtiger aber noch ist, dass sie trotz der Prominenz, den ihre Rollen in einem derart reduzierten Ensemble nun einmal gewinnen, nichts übertreiben. Es ist erstaunlich, wie gut sich Praunheims Methode, Dialoge erst improvisieren zu lassen, sie dann aufzuschreiben und zu strukturieren, bevor sie schließlich wieder sehr frei vor der Kamera entwickelt werden, auch abseits der Avantgarde funktioniert. Robert Thalheim leistet aber noch mehr: Behutsam fügt er sein Bild von Berlin in diesen Darstellerfilm ein, so dass zu allem Überfluss auch ein ganz eigener, hübsch-verhuschtes Hauptstadtbild daraus geworden ist."

07. Mai 2005 | NETTO • Kritik • Die Tageszeitung

Sebastian Frenzel hat das Regiedebüt überzeugt, weil der Regisseur "weniger auf gesellschaftskritischen Realismus setzt als vielmehr eine große Nähe zu seinen Figuren herstellt. ... Thalheims Film lebt von den Figuren und von der großen Natürlichkeit, mit der er sie einfängt. Die Hauptrollen sind großartig besetzt, die Schauspieler agieren mit beeindruckender Selbstverständlichkeit und Vertrautheit. So kurz manche Szenen sind, so groß ist ihre Dichte und Intimität. Manchmal wackelt das Bild, als fehle der Kamera wie den Figuren selbst der feste Boden unter den Füßen; die neutrale, feste Ebene, von der aus das Geschehen beobachtet wird, scheint aufgelöst."

05. Mai 2005 | NETTO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur nimmt für Volker Mazassek die Zeichen sozialen Verfalls in den Blick. "Thalheim ist ein erstaunlich rundes Debüt gelungen, dessen rohe Optik mit der rauen Thematik und dem schnoddrigen Ton harmoniert. Und mit Milan Peschel als Marcel und Sebastian Butz als Sebastian hatte er eine glückliche Hand bei der Besetzung des Vater-Sohn-Duos. Es schwingt immer ein Ton leiser Verzweiflung in diesem Film mit, aber das ist nicht die Grundmelodie, die davon kündet, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben. Thalheim hat das schön austariert. Und weil das so ist, bleibt die Frage, ob das Ende etwas cowboyhaft geraten ist, einfach zweitrangig."

04. Mai 2005 | NETTO • Kritik • fluter.de

Viel passiert nicht in dem Film, meint Silke Kettelhake; aber der Kritiker ist dies egal, denn die Glaubwürdigkeit geht nie verloren. "Marcel laviert durchweg am Rande des Nervenzusammenbruchs - eine Gratwanderung, die ihn ziemlich sympathisch macht. In NETTO gibt es keine Helden und doch wird hart gekämpft: ums Überleben."

04. Mai 2005 | NETTO • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake spricht mit dem Regisseur Robert Thalheim.

04. Mai 2005 | NETTO • Kritik • br-online

Ein Sympathieträger ist der Vater für Matthias Leybrand nicht. "NETTO ist mal wieder ein im wackligen Mini-DV-Stil gedrehter Film. Ein Film, der wegen der unaufwendigen, improvisierten Machart besonders nah am Leben ist. Und dieses Leben schlägt hier gewaltig zu ... NETTO hat mehr starke emotionale Momente als so mancher von professionellen Drehbuchdoktoren auf Wirkung getrimmter Profi-Film. Auf der diesjährigen Berlinale wurde der Film als Entdeckung bejubelt. Zu recht. Denn er ist direkt, lakonisch, echt, verzweifelt, dann wieder voller Lebensfreude und Lebensmut. Kein glattes Kino, eher rohes Leben in seiner ganzen Verworrenheit."

29. April 2005 | NETTO • Kritik • Berliner Zeitung

Torsten Wahl porträtiert den Schauspieler Milan Peschel. "Der Film ist eine wunderbar lakonische, oft rasend komische Vater-Sohn-Geschichte aus dem Osten Berlins."

April 2005 | NETTO • Kritik • film-dienst 09/2005

Andrea Dittgen wünscht sich diesen Vater nicht in ihrem schlimmsten Träumen. "Für einen Studenten im dritten Studienjahr, den sein Lehrer Rosa von Praunheim an der HFF Potsdam dazu nötigt, viel, schnell und billig zu drehen, einen Langfilm in nur zwei Wochen, hat sich Nachwuchsregisseur Robert Thalheim mit NETTO gut geschlagen. Die Wackelbilder der Handkamera, die zuweilen etwas unscharfen Szenen der grauen Ostberlin-Tristesse und die unbeholfenen Schwenks und zu langen Einstellungen passen sehr gut zu der beschriebenen Atmosphäre. Aber die Inszenierung stürzt sich zu sehr auf die Klischees vom Loser aus dem Osten ... Bis auf ein paar schöne, sehr witzige und realitätsnahe Dialoge passiert wenig Unerwartetes. Schlimmer noch: NETTO folgt dem neudeutschen Fernsehspiel-Einheitsschema: kaputte Familie in heruntergekommenem Milieu mit hoffnungsloser Vater-Sohn-Beziehung und mühsamer Jugend mit der Jungenclique und der ersten Liebe."

April 2005 | NETTO • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

16. Februar 2005 | NETTO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als kleinen Geniestreich bezeichnet Rüdiger Suchsland NETTO. NETTO ist ein Film, der von einem "gebrochenen Blick auf Einsamkeit und unerfüllte Sehnsüchte geprägt ist. Nüchtern und still, dabei gefühlvoll portraitiert Thalheims herausragend gespielte Hochschulproduktion einen Wendeverlierer, der aus seiner Lethargie erwacht, als sein 15jähriger Sohn bei ihm auftaucht."

11. Februar 2005 | NETTO • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer führt ein Interview mit den Schauspielern Milan Peschel und Sebastian Butz.

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