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JEDES JAHR IM APRIL

JEDES JAHR IM APRIL

Regie Raoul Peck

Kritiken • JEDES JAHR IM APRIL

19. Februar 2005 | JEDES JAHR IM APRIL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film hat große Chancen, Bären zu erhalten, behauptet Daniel Kothenschulte. "Trotz seiner Unvollkommenheiten besonders in den oft statementhaften Dialogszenen ist es ein wichtiger und bleibender Film, gegen dessen Ernst der technisch und dramaturgisch so perfekt anmutende Hotel Rwanda sogar fast spekulativ anmutet. ... Das Problem des Films ist weniger Pecks didaktischer Stil oder seine Zurückhaltung gegenüber der Visualisierung des Schreckens (Wir sehen nicht, wie Kinder mit Macheten zerhackt werden), als sein zögerlicher Versuch, das Unvorstellbare verstehbar zu machen. Was bringt einfache Bürger dazu, ihre Nachbarn mit Küchenmessern abzuschlachten?"

19. Februar 2005 | JEDES JAHR IM APRIL • Kritik • Neues Deutschland

Egon Günther hat nur zu vier Fünftel den Film ausgehalten, dann ist er gegangen. "Der Film deutet nicht, er erschreckt. Er gibt keine Erklärung. Das plagt. Es gibt nicht einmal eine falsche Erklärung. Das bedrückt. Der Film stellt dar. Raoul Peck ist bei allem ein vorsichtiger Regisseur. Seine Stärken und Schwächen liegen dicht beieinander. ... Vorzügliche Schauspieler liefern einen verstörenden starken Film ab, einen ungenauen, einen hilflosen, einen um Hilfe schreienden Film. Die Bilder sind gut gestellt. Sie gehen mir nach."

18. Februar 2005 | JEDES JAHR IM APRIL • Kritik • Berliner Zeitung

"Zur Illustration dieser globalen Gleichgültigkeit reicht dem Regisseur Raoul Peck jedoch ein typisches Soldaten-Rauhbein, dem solche Stammesfehden sowieso egal sind, völlig aus. Auch ansonsten ist der Film mit Hollywood-Routine erzählt - was nicht bedeutet, dass er nicht funktioniert. Aber der Zuschauer bemerkt hinter den erschreckenden Bildern eben doch die konstruierte Personenkonstellation und ist verstimmt"

18. Februar 2005 | JEDES JAHR IM APRIL • Kritik • Die Tageszeitung

JEDES JAHR IM APRIL verschlug Dominic Johnson die Sprache. "Nichts bleibt einem also erspart: nicht das Massaker im Klassenzimmer, nicht die gezielte Erschießung an der Straßensperre, nicht das Verrotten der Leichen im Sumpf. ... So erscheint JEDES JAHR IM APRIL beinahe unerträglich real. Vor allem, weil so oft eben kein gutes Ende kommt. In quälender Echtzeit entsteht und erlischt immer wieder neu eine lächerliche Hoffnung, dass es diesmal vielleicht nicht so schlimm kommt."

18. Februar 2005 | JEDES JAHR IM APRIL • Kritik • Der Tagesspiegel

JEDES JAHR IM APRIL macht so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann, meint Christina Tilmann. "Beginnt mit langen historischen Textblöcken über die Geschichte der Hutu und Tutsi. Lässt Streichorchester und Requiem-Chöre erklingen. Versucht, chronologisch die ganze Geschichte des Massenmordens zu erzählen und verheddert sich in der Vielzahl der Erzählstränge. Bleibt bei der Anklage gegen die UN und vor allem die USA, die sich nicht dazu durchringen können, das Geschehen als 'Genozid' zu klassifizieren, seltsam vage und zahm. Und verschenkt die Chance, die Gräueltaten aus der Perspektive der Überlebenden zehn Jahre später zu reflektieren. Vor allem aber scheut Raoul Peck sich nicht, das Grauen opulent zu bebildern."

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