Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

THUMBSUCKER

THUMBSUCKER

Regie Mike Mills
Kinostart 05.10.2006

Kritiken • THUMBSUCKER

07. Oktober 2006 | THUMBSUCKER • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt ist begeistert: "Hätte ich doch, statt herumzufragen, wie man das macht, normal zu sein, hätte ich doch diesen genialen Film THUMBSUCKER gesehen! Er ist von der Art der Musikvideos, bei denen man hinhört und gegenseitig den Text rauspuzzelt, weil der einen was angeht und weil man sich wiedererkennt, nur dort und nicht bei Eltern, Schule, Obermackern: Zoo Woman, Divine Comedy, Everything but the Girl, Les Rythmes Digitales, Moby."

05. Oktober 2006 | THUMBSUCKER • Kritik • Berliner Zeitung

Wunderbaren und in all seiner Verschrobenheit wahrhaftig, nennt Carmen Böker den Coming-of-Age-Film. "Die bedächtig über die Texturen schweifende Kamera führt eine durchgehende Materialermüdung vor, die Bände spricht über die Menschen, die in diesem konfektionierten Vorort leben und sich der Zweckmäßigkeit ergeben haben. Mike Mills ... ist es in seinem Kino-Debüt gelungen, anhand des Interieurs Feststellungen über das Innere der handelnden Personen zu treffen: fast ganz ohne den sattsam bekannten Psycho-Jargon anderer Filme des Genres - was, als eine Art Metapher der Oberflächen, zugleich die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie als realistischere Umgangsvariante offenbart."

05. Oktober 2006 | THUMBSUCKER • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Pubertätsdrama hat Christian Schröder gefallen. "Das Schönste an THUMBSUCKER ist Hauptdarsteller Lou Taylor Pucci, der bei der Berlinale 2005 den Silbernen Bären bekam. Das Zweitschönste ist der Soundtrack, die betörenden Gesänge von The Polyphonic Spree und der karge Indiefolk von Elliot Smith, der sich während des Drehs das Leben nahm. 'Im Grunde sind wir alle kleine verängstigte Tiere', sagt Justin am Schluss. Jedes Tierchen hat hier sein Pläsierchen, liebevoll werden die Macken der Nebenfiguren ausgemalt. Leider ist der Film so still inszeniert dass er selber wie ruhig gestellt wirkt."

05. Oktober 2006 | THUMBSUCKER • Kritik • Frankfurter Rundschau

In THUMBSUCKER geht es nicht um dass Verstehen sondern um das Geschehen, um Aktion und nicht um Reflektion - und das ist hier in Ordnung, meint Gunter Göckenjan. "Schließlich will THUMBSUCKER keine Vorlesung über das "Coming-of-Age-Syndrom" halten. Glücklicherweise verzichtet Mills auf die brachialen Erziehungsmethoden der Vorväter, obwohl doch diese Praktiken durchaus der Affinität des Kinos zu Actionhöhepunkten entsprächen. Justin wird vielmehr den sanften, modernen Techniken zur Ein- und Unterordnung ausgesetzt ... Andererseits ist in THUMBSUCKER natürlich das Festsaugen am Finger in erste Linie eine Metapher für das Festhalten am Jungsein, und das versteht heute schließlich jeder."

28. September 2006 | THUMBSUCKER • Kritik • film-dienst 20/2006

Laut Michael Kohler ist THUMBSUCKER eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, die im Nährboden der amerikanischen Provinz eine mitunter leicht surreal wirkende Komik entwickelt. "In seinen immer ein wenig überzeichneten Alltagsimpressionen manövriert [der Regisseur] sich geschickt zwischen den Untiefen des Genres hindurch, vermeidet die schrille Satire ebenso wie das rührselige Melodram, um im sicheren Hafen glaubwürdiger Charaktere und überschaubarer Konflikte einzulaufen. Als Verfechter der selten gewordenen Tugend des Understatements spielt Mills insbesondere die familiäre Zerreißprobe herunter."

12. Februar 2005 | THUMBSUCKER • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker wollte den Film eigentlich nicht sehen wegen der Daumenlutscherei, aber die Komödie ist "sehr fein, sehr andeutend gemacht. Keiner Grobheit, keiner Überdeutlichkeit macht sie sich schuldig. ... THUMBSUCKER hat nur einen kleinen Fehler. Er ist ein bisschen, nun ja, langweilig. Wir ahnen gleich am Anfang, was wir erst am Ende wirklich wissen sollen."

12. Februar 2005 | THUMBSUCKER • Kritik • Die Tageszeitung

Detelf Kuhlbrodt hat einen unaufdringlich harmonistischen, sozusagen Aloe-Vera-mäßig ausbalancierten amerikanischen Kleinstadt- und Familienfilm gsehen. "Vieles geschieht in diesem Film ein bisschen zu bruchlos, dennoch ist THUMBSUCKER ein schöner Film, der gerade in Details glaubhaft und mit viel Sympathie vom Leiden amerikanischer Teenager erzählt."

12. Februar 2005 | THUMBSUCKER • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer bringt es auf den Punkt: "Wenn die Erwachsenen ewige Jugendlichkeit simulieren, bleibt den Jugendlichen nichts als der Regress in die ewige Kindheit. ... Mills' Kinodebüt schraubt diese Analyse jetzt etwas tiefer ins dialektische Brett: Nicht mehr der ältere Terror der Angepasstheit steht hier im Zentrum, sondern der zeitgenössische Terror der angepassten Unangepasstheit. Die Ödnis der generationsnivellierten Gesellschaft zeigt er in einem wunderbar fotografierten Ausstattungsfilm, in dem psychologische Metaphern durchweg in Mensch-Möbel-Gegenschnitten gezeichnet werden."

11. Februar 2005 | THUMBSUCKER • Kritik • Spiegel

Die rührend-beschwingte Teenager-Geschichte hat bei Lars-Olav Beier die Eröffnungsrübsal weggeblasen. "Was leicht in ein düsteres Jugend-Drama oder eine alberne Familien-Satire hätte entgleiten können, bringt Mills in die Balance: So ernsthaft und zugleich beschwingt hat in letzter Zeit selten jemand im Kino von den Problemen des Erwachsenwerdens erzählt. Alle Figuren, die ein bisschen desorientiert nach dem richtigen Lebensweg suchen, kommen zu ihrem Recht."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,30813