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SCHNEELAND

SCHNEELAND

Regie Hans-Werner Geißendörfer
Kinostart 20.01.2005

Kritiken • SCHNEELAND

21. Januar 2005 | SCHNEELAND • Kritik • Die Tageszeitung

Anna Fischer ist etwas gespalten. Ist der Film nun Kitsch oder Metapher? "Manchmal wünscht man sich, Geissendörfer würde weniger Körper und noch mehr Landschaft zeigen. So ist man doch sehr froh, dass der 30er-Jahre-Naturalismus ab und zu durch eine Rahmenhandlung in der Gegenwart unterbrochen wird. ... Was der Erzählaufbau an Kitsch bereithält, wird durch das Horrorelement der Natur aufgewogen. Eine Frau mit erstarrten Gliedern im Schnee, ein Mann mit erfrorenem Lächeln im Eis - Wind und Wetter scheinen bestens dafür zu sorgen, dass Schuldgefühle hier nicht zu schnell in Vergessenheit geraten. Denn bei aller Romantik handelt diese nordische Geschichte nicht von der Freiheit der Wildnis, sondern von der Einschränkung des Glücks durch Schuld und Sühne. Was für ein deprimierender Gedanke."

20. Januar 2005 | SCHNEELAND • Kritik • Berliner Zeitung

Für Bert Rebhandl ist der altmodische Naturalismus das Problem des Films. "Ulrich Mühe arbeitet sich durch seine ganze Theaterroutine, um einen gepeinigten nordischen Berserker hinzukriegen. Susanne Lothar legt sich ins Bett und dann gleich in den Sarg. Maria Schrader hat eine undankbare Rolle, denn sie spielt eine Frau, die einem "Ruf" folgen muss - dem Ruf des Schnees. Hans W. Geißendörfer muss ihn auch gehört haben. Aber SCHNEELAND überlässt sich nicht den Elementen, die in Lappland bis unter die Haut gehen. Der Film geht über die breitwandige Illustration eines trivialen Schmökers nicht hinaus. Bücherstaub legt sich über den Schnee."

Januar 2005 | SCHNEELAND • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Januar 2005 | SCHNEELAND • Kritik • film-dienst 02/2005

SCHNEELAND ist kein kleinmütiges Comeback des Lindenstraßen-Regisseurs, konstatiert Michael Kohler. "Tatsächlich schwelgt Hans Günther Bückings Kamera in der kargen Landschaft und lässt insbesondere bei Inas Ringen mit ihrem buckligen Vater kein hässliches Detail unbetrachtet vorüberziehen. Gleichwohl dauert es eine gute Stunde, bis man sich in diese in epischer Breite vorgeführte enge Welt hinein gefunden hat. Das liegt vor allem daran, dass es Geißendörfer nicht recht gelingt, seine Schauspieler glaubwürdig im lokalen Kolorit zu färben. Zweifelsohne hat er ein vorzügliches Ensemble versammelt, und doch wirkt es auf der schwedischen Scholle lange wie ein Fremdkörper."

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