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SÜDOSTPASSAGE

SÜDOSTPASSAGE

Regie Ulrike Ottinger
Kinostart 20.01.2005

Kritiken • SÜDOSTPASSAGE

07. Februar 2005 | SÜDOSTPASSAGE • Kritik • Neues Deutschland

Für Caroline M. Buck nähert sich die Regisseurin dem Thema als empathische Besucherin, die sinnlich erfahren möchte, wie das Leben vor Ort sich so anfühlt. "Eher sporadisch taucht so etwas wie ein ethnographischer Ansatz auf, wo ein 360°-Schwenk die Lebensweise einer Rom-Gemeinde einfängt, wird Geschichte lebendig, wenn verschiedentlich vom Judenviertel die Rede ist oder von der türkischen Minderheit, Strandgut des osmanischen Reiches, oder bricht ein politisches Element sich Bahn, als ein frustrierter Forstwirt in Bulgarien von der Korruption in den eigenen Reihen berichtet und vom Kahlschlag in den Wäldern. Peinlich oft aber drängt sich der bloße Exotikfaktor in den Vordergrund, wirkt der Sechsstünder wie das quälend lange Urlaubs-Diorama der reiselustigen Nachbarn. Da wäre weniger mehr gewesen: weniger Zeit an einem Ort, dazu vielleicht ein paar Fakten. Über eingestreute Standbilder mäßiger Qualität ist man am Ende froh, weil sie weniger Zeit verschlingen als das zugehörige Stück Film."

21. Januar 2005 | SÜDOSTPASSAGE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Peter W. Jansen hätte gern noch mehr gesehen: "SüDOSTPASSAGE ist sechseinhalb, ZWÖLF STÜHLE dreieinhalb Stunden lang, und beide Filme könnten doppelt so lang sein. Denn Ulrike Ottinger, die im Dokumentarischen wie Fiktiven stets fabulierende Filmemacherin, ist neben und nach Edgar Reitz mit dem längsten erzählerischen Atem begabt." Der Kritiker bespricht beide Filme.

20. Januar 2005 | SÜDOSTPASSAGE • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen blickt auf die 30 Jahre währende Karriere als Regisseurin, Kamerafrau, Cutterin und Fotografin Ulrike Ottinger, die derzeit mit den zwei Filmen ZWÖLF STÜHLE und SÜDOSTPASSAGEN in den Kinos zu sehen ist.

Januar 2005 | SÜDOSTPASSAGE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Januar 2005 | SÜDOSTPASSAGE • Kritik • film-dienst 02/2005

Für Margarete Wach registriert die Regisseur gemächlich mit einem ethnologischen Blick. "Gerade vor dem Mauerfall war Osteuropa der Verlierer des Kalten Krieges: fremdbestimmt, eingesperrt in ein totalitäres System und ins Chaos der Mangelwirtschaft. Jene Verwahrlosung nach der postkommunistischen Umstrukturierung in Industrie und Landwirtschaft, der Ottinger auf der Spur ist, kommt deshalb 'nur' einer Fortsetzung alter kollektiver Erfahrungsmuster gleich: etwa seit Jahrzehnten zu den weißen Flecken auf der Landkarte des desinteressierten (West-)Europas zu gehören. Paradoxerweise zeigt Ottinger aber das Gegenteil dessen, was sie zeigen wollte: idyllische Landstriche und pittoreske Beobachtungen, Touristen-Bilder aus dem vorbeifahrenden Auto, die als Projektionsfläche nur partiell mit der sozialen Realität zu tun haben."

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