| Regie | Irwin Winkler |
| Kinostart | 20.01.2005 |
Für Christian Schröder erzählt der Regisseur das Leben des Komponisten als erotische Biographie. "Winkler entschied sich stattdessen für ein herkömmliches Biopic, das die Stationen von Porters Leben als gefällige Nummernrevue abhakt. Der Film schwelgt in seinem Dekor, für die Abgründe seiner Hauptfigur interessiert er sich nicht wirklich. ... Das Bemerkenswerteste an DE-LOVELY sind die Gastauftritte. Elvis Costello singt "Let's Misbehave", Sheryl Crow "Begin The Beguine" und Robbie Williams "It's De-Lovely", den Titelsong. Großartig! Statt ins Kino zu gehen, reicht es auch, Porters Platten noch einmal aufzulegen."
David Kleingers hat der Film enttäuscht, DE-LOVELY ist eine Nummernrevue ohne Biss. "Ashley Judd und Kevin Kline mühen sich redlich, sowohl die Schattenseiten der damals idealisierten Porters als auch die unverbrüchliche Seelenverwandtschaft zwischen den ungewöhnlichen Partnern zu vermitteln. Wenig hilfreich erweisen sich dabei allerdings die inszenatorischen Trugschlüsse des Regisseurs Irwin Winkler, der in seiner abrupten Abfolge von Höhenflügen und Abstürzen des Paars keine glaubwürdige Entwicklung der Beziehung zulässt. So stolpern die Schauspieler von einer aufwändig ausgestatten Episode in die nächste."
Sascha Westphal ist besonders angetan von den großen Shownummern des Films, für die der Regisseur so unterschiedliche Künstler wie Robbie Williams, Elvis Costello, Alanis Morissette und Natalie Cole vor der Kamera versammelt hat. "Die Leichtigkeit dieser Songs ist trügerisch. Unter der eleganten, mondänen Oberfläche der Musik und der ironisch-spielerisch wirkenden Texte verbirgt sich eine tief sitzende Melancholie. Diese Doppelbödigkeit prägt nun auch Winklers Porträt. Zusammen mit Kameramann Tony Pierce-Roberts hat er einen Look gewählt, der - die erste nächtliche Einstellung zeigt es bereits - eher der Filmgeschichte als der Wirklichkeit verpflichtet ist."
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