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YES

YES

Regie Sally Potter
Kinostart 05.01.2006

Kritiken • YES

10. Januar 2006 | YES • Kritik • Junge Welt

Für Tina Heldt ist YES ein verhindertes Musical, das von London nach Kuba führt. "Ein Großteil des Charmes des Drehbuchs von »Yes« besteht allerdings darin, daß sämtliche Dialoge gereimte Couplets sind (man solte den Film also unbedingt im Original sehen; das Script liegt auch schon ein halbes Jahr in Buchform vor, bei Newmarket Press für 15 Euro). Das mehr oder weniger streng durchgehaltene Versmaß: Fünffüßige Jamben. Die literarischen Referenzen reichen dabei von der elizabethanischen Komödie über das spätromantische Couplet bis zu Musical-Songs aus den 1920ern. Eine anachronistische Form bietet inzwischen den besten Verfremdungseffekt. Es darf wieder gereimt werden. Die Verwendung gereimter jambischer Pentameter ist ein cleverer Kunstgriff. Aus einem problembeladenen Thesenfilm wird so ein verhindertes Musical."

05. Januar 2006 | YES • Kritik • Berliner Zeitung

Marc Hairapetian spricht mit Regisseurin Sally Potter über YES, die Gewalt und den Tanz.

05. Januar 2006 | YES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal mag die Regisseurin. "Sally Potters eigenwilliger Einsatz selbst disparatester filmischer Techniken hat zweifellos eine revolutionäre Dimension. Bei ihr können überlebensgroße Zeitlupensequenzen direkt neben den flachen Schwarzweißbildern einer Videoüberwachungskamera oder einer elliptischen Zeitraffermontage stehen, die eine ganz alltägliche Arbeit in einer Art Daumenkino-Effekt in einzelne Momentaufnahmen zerlegt und so die ihr immanenten gesellschaftlichen Strukturen enttarnen. Allerdings weiß sie nun, dass sich ein analytischer Blick und eine emotionale Geschichte nicht gegenseitig ausschließen müssen."

05. Januar 2006 | YES • Kritik • Die Tageszeitung

Nicole Hess spricht mit der britischen Regisseurin Sally Potter über ihren neuen Film YES, das Denken in Versen und die Folgen der traumatischen Endlosschleifen nach dem 11. September 2001.

05. Januar 2006 | YES • Kritik • Die Tageszeitung

Nicole Hess schreibt einen kleinen Lebenslauf der Regisseurin.

04. Januar 2006 | YES • Kritik • fluter.de

Turbulent und dennoch subtil beginnt eine diese hinreißendste und spannendste Liebesgeschichte, schreibt Cristina Moles Kaupp. "Orient und Okzident gehören zusammen, so Potters Tenor, und das ist nur eine der vielen feinen Spuren, die YES zu einem philosophisch künstlerischen Film verdichten, den man unzählige Male anschauen kann, so facettenreich und leichtfüßig kommt er daher. YES setzt neue Maßstäbe auf vielen Ebenen und man sollte den Film unbedingt in der Originalfassung genießen. ... YES dreht sich um Liebe und Verzicht, Utopie und Schicksal, das Ende der kommunistischen Idee, die im fernen Kuba verglimmt, um Zellforschung, Koran und Christentum und all die persönlichen Eigenheiten, die bei einer frischen Liebe zu Problemen werden können."

04. Januar 2006 | YES • Kritik • br-online.de

Die kleine, intime Form des Kammerspiel hat Kirsten Liese nicht ganz überzeugt. "YES ist ein kleiner Film, der zuviel will und dennoch wie alle Sally-Potter-Filme guten Geschmack beweist mit seinen exquisiten Schauspielern, reizvollen visuellen Experimenten (Zeitlupen, schwarzweiße Standbilder) und einem stimmigen Soundtrack. Mit einem eindeutigen "Ja" zur kulturellen Völkerverständigung als Antwort auf den 11. September und die mit den Terroranschlägen verbundene Panik des westlichen Europas vor der arabischen Welt ist diese linear erzählte Liebesgeschichte vor allem auch ein mutiges Bekenntnis gegen Rassismus."

02. Januar 2006 | YES • Kritik • film-dienst 01/2006

Mit Spannung hat Jörg Gerle den Film erwartet. "YES zelebriert den totalen Sieg der Form über den Inhalt, was in der Folge ein an sich unspektakuläres Werk zum Kunstwerk erhebt. Zwangsläufig lebt eine solche Arbeit aber auch von diesem Konzept. Jeder Eingriff von außen kann die ausgeklügelte Balance zwischen Form und Inhalt aus dem Gleichgewicht bringen und das Kunstwerk zerstören. Es reicht schon eine mäßige Tonanlage im Kino oder auch jede Form von Synchronisation mit den unumgänglichen Einbußen an Dynamik und vor allem dem Verlust des originalen Sprachduktus, um aus YES nur noch einen belanglosen, im Zweifel unfreiwillig komischen Film zu machen. Das, was YES so einzigartig macht, erschließt sich nur im Original!"

Januar 2006 | YES • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

07. Oktober 2005 | YES • Kritik • Neue Züricher Zeitung

"YES, in den exquisiten Bildern Alexei Rodionovs, ist ein Gesang über das Leben, über die Liebe, über Mann und Frau, über ihren Schmerz, über Trauer und Tod. Und er hebt mit seinen oft nur im Flüsterton gegebenen Blankversen immer wieder von neuem an, auch dann, wenn das YES wie ein Jubelschrei in den Sand geschrieben und von der nächsten Meereswelle überrollt wird. Alles fliesst. Nichts vergeht." schreibt Marli Feldvoss, aber einiges klingt nach Klischee. "In der Tat lässt die Regisseurin keine Assoziationskette ungedacht ... Mit ihrer sprunghaft-experimentellen Erzählweise, dem stets unterschwellig spürbaren Rhythmus der jambischen Pentameter und dem einschmeichelnden Soundtrack löst sie das allzu Bekannte jedoch immer wieder ins So-noch-nie-Gesehene und -Gehörte auf."

14. Februar 2005 | YES • Kritik • Berliner Zeitung

Für Philipp Bühler ist YES mehr philosophisches Traktat als Zustandsbeschreibung. "Die ironische Distanz, in ORLANDO ein Rückgriff auf Virginia Woolf, schafft sie diesmal durch die Sprache Shakespeares. Man sollte sie nicht nur verstehen, sondern lieben, um diesen intelligenten und sensiblen Film zu genießen. Als technisch und künstlerisch gelungene Montage menschlichen Bewusstseins ist er ohne Zweifel ein Höhepunkt des Festivals."

14. Februar 2005 | YES • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker hat schon immer geahnt, dass die wahren Philosophen unterm Reinigungspersonal zu finden sind. "Dies ist kein Film über die Begegnung der Kulturen, nein, es ist ein Film über die Liebe, ach was, über die Verfallenheit der Kulturen aneinander. Man hat alle negativen Energien gesammelt: was gut gemeint ist, sollte schwer geprüft werden. Und dann wird alles Prüfen sinnlos, denn Potter und ihren wunderbaren Schauspielern gelingt es, etwas zu zeigen, was man im Kino selten zu sehen bekommt: die Liebe. Meist ist sie im Kino eine Behauptung, hier ist sie die Erweckung zum Dasein, zum Sehen, zum Schmecken, ist Fantasie und Schöpfung."

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